Bauherren sollten das Nettogehalt absichern

Bauherren kennen das Thema Sicherheit nur all zu gut. Wollen sie einen Baukredit, ist gleich der zweite Satz:“Und wie steht´s mit den Sicherheiten?“. Sicherheit ist für Bauherren kein Fremdwort, ganz im Gegenteil. Umso erstaunlicher ist es, dass sie alle über die Absicherung eines Kredites Bescheid wissen und dafür Vorsorge tragen, allerdings für des Menschen und damit des Bauherrn wichtigstes Gut, die Gesundheit, eher weniger den Blick haben und die nötige Vorsorge treffen.
Stellen Sie sich vor, Sie haben einen typischen Kredit von mindestens 70% – 75% der Baukosten aufgenommen, also etwa 225.000,- EUR. Alles ist gut geplant und ausgedacht, genehmigt und abgesichert. Selbst die Hausbank und andere beteiligte Banken haben den Kredit genehmigt. Alles steht und fällt damit, dass Sie als Kreditnehmer in der vereinbarten Laufzeit den Kredit und die Schulden mit einem Teil Ihres Nettogehaltes tilgen. Doch was geschieht, wenn Sie plötzlich ernsthaft erkranken?

Bei einer ernsthaften, langwierigen Erkrankung kann es zu Beeinträchtigungen des Verdienstes kommen, wenn der Kreditnehmer für längere Zeit durch eine Krankheit oder einen Unfall ausfällt. Dann kann es schlimmstenfalls zum Ausfall des Verdienstes kommen. Einen wirklichen Verdienstausfall kann sich schon der gewöhnliche Arbeitnehmer kaum leisten, geschweige denn der Bauherr, der noch für viele Jahre einen Baukredit bedienen muss.

Um so einem Fall professionell vorzubeugen, gibt es eine wirkliche Lösung, die langfristig eine echte Hilfe ist: der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung. Die Vorteile einer solchen Versicherung liegen auf der Hand: bei der Aufnahme besteht keine Altersbegrenzung; falls der Versicherungsnehmer, also der Bauherr, eine Gehaltserhöhung erhält, kann das Krankentagegeld aufgestockt werden, das bedeutet, konstantes Einkommen trotz Krankheit. Nur so bleibt gesichert, dass die Kredite bedient werden können, trotz des Einschnitts durch eine langwierige Krankheit. Das gilt für Arbeitnehmer, wie auch für selbstständige Versicherungsnehmer. Dieser Bauherr erfährt somit keinen Nachteil. Es lohnt sich für jeden Bauherrn eine solche Krankentagegeldversicherung abzuschließen.

Versicherungslücke kann Hausbesitzer ruinieren

Viele Deutsche kaufen ein Haus oder eine andere Immobilie. Doch nur ein Drittel versichert sich gegen Elementarschäden. Autos, auch Haustiere und die Gesundheit wird versichert – doch man vergisst oft, die Immobilie oder das eigene Haus zu versichern. Nur 80 Prozent aller Hausbesitzer versichern ihre Immobilie. Dies fasst man vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) aus zusammen. Christian Lübke, Schadensversicherungsexperte des GdV, wies entsprechend hiermit darauf hin, dass somit jeder fünfte Eigentümer eines Hauses nicht gegen Wasserleitungen, Sturm, Hagel oder Feuer versichert sei – und sich somit (mit seiner Familie) dem Ruin seiner Existenz aussetze.

Naturgewalten können auf jedes Haus einwirken: Doch nur ein Drittel aller Eigentümer haben hier gegenwärtig eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen. Diese nämlich deckt beispielsweise Erdbebenschäden, Erdrutsche, Schneedruck und Starkregen ab.Statistik Elementarschäden

Eine Wohngebäudeversicherung, die Elementarschadenschutz einbezieht, ist preisgünstig. Ein Haus, welches sich über 150 Quadratmeter Wohnfläche erstreckt, würde bei einer solchen Versicherung völlig neu errichtet – und im höchsten Falle ergeben sich Jahresbeiträge, die in Dresden mitunter nicht 120 Euro übersteigen, in Köln durchaus an 200 Euro angrenzen können. Ein Versicherungsbeitrag im Zusammenhang einer Immobilie hängt immer davon ab, wie hoch sich der Tarifspiegel der Bauunternehmen in einer bestimmten Region jeweils befindet.

Jedoch fehlt nicht bei allen Versicherungsnehmern der Versicherungsschutz völlig. Sondern ein anderes Problemfeld ergibt sich: Hausbesitzer sind unterversichert. Es nützt nichts, einen Versicherungsvertrag über eine Summe abzuschließen, die nicht eine vollständige Schadensbehebung abdecken. Somit ist es wichtig, sich über veränderte Preise zu informieren und nicht auf einer veralteten Basis eine Gebäudeversicherung für ein Objekt abschließen. Nicht nur die Marktlage an sich verändert sich – auch die Aus- bzw. Anbauten am eigenen Haus bzw. Grundstück können die Basis für einen bereits bestehenden Versicherungsvertrag modifizieren. Umgehend sind somit Versicherungssummen den entstandenen Wertveränderungen anzugleichen.

Kurz gesagt: Eine Versicherung ist für Sie ein grundlegender und unvermeidlicher Schutz – wenn die Verträge mit den aktuellen Werten übereinstimmen.

Überblick Elementarschadenversicherung

Zinskommentar Juli 2011-Baugeldzinsen in Deutschland noch günstig – wie lange noch?

Die Zinsen für Baugeld sind schon seit geraumer Zeit auf einem sehr niedrigen Niveau. Dies war lange Zeit durch eine niedrige Inflation in Verbindung mit einem recht stabilen Wirtschaftswachstum möglich. In letzter Zeit mehren sich aber die Anzeichen für ein Ansteigen der Kreditzinsen. Dies liegt zum einen daran, dass der Euro als Gemeinschaftswährung der Europäischen Union durch die anhaltenden Kreditprobleme der südlichen Mitgliedsstaaten dauerhaften Schaden nehmen könnte. Zum anderen befinden sich auch viele Banken in einem Zustand mangelhafter Kapitalisierung, sodass die Kriterien zur Kreditvergabe in letzter Zeit wieder strenger gefasst werden. In den letzten Jahren wurden selbst Baufinanzierungen ohne Eigenkapital wohlwollend begutachtet, doch seit dem Platzen der Immobilienblase in den USA und vielen anderen Ländern kommen viele Beraten nun wieder zu der Standardanforderung, dass ein angehender Bauherr zwischen 25 und 30 Prozent Eigenkapital vorzuweisen haben sollte.

Der Kapitalknappheit in Folge der Lehmann-Krise wurde von der Europäischen Union mit großzügigen Kapitalspritzen an Banken und Staaten begegnet. Dies führt nun jedoch zu einem wachsenden Inflationsrisiko. Klassischerweise wird dies durch eine Anhebung der Zinsen durch die Notenbanken beantwortet, was sich in der jetzigen Lage aber verbietet, da dies Schuldnerstaaten wie Griechenland und auch viele Banken in große Schwierigkeiten bringen würde. Lässt man jedoch der Inflation freien Lauf, so wird auch dies unweigerlich zu höheren Zinsen führen, die dem Wertverlust des verliehenen Kapitals ausgleichen. Für angehende Bauherren und Investoren gilt es deswegen, Anlagen in Bargeld zu vermeiden und stattdessen in Sachwerte zu investieren, solange die Zinsen für Baukredite noch so relativ niedrig sind.

Ein weiterer Aspekt des Zinsniveaus ist die Entwertung des geliehenen Kapitals durch die Inflation. Je höher die Geldentwertung ansteigt, desto spürbarer wird dieser Effekt. Um davon profitieren zu können, ist jedoch ein Festschreiben der Zinsen für einen möglichst langen Zeitraum erforderlich. Diese Strategie ist jedoch als spekulativ zu bezeichnen.

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Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Baugeldstudie: Ein Drittel schätzt Finanzierung kompliziert ein

Der Trend geht immer mehr zur eigenen Immobilie. Ob es sich dabei nun um eine Wohnung oder ein Haus mit Garten handelt, viele Menschen spielen mit dem Gedanken, sich eine Immobilie zuzulegen. Allerdings wird von fast einem Drittel derjenigen die Immobilien erwerben möchten, die Finanzierung als zu kompliziert eingeschätzt. Das ergab eine Umfrage unter kaufwilligen Interessenten.

Dabei stehen dem kaufwilligen Interessenten eine Vielzahl an Kredit- und Hypothekenrechnern zur Verfügung, die es einfach machen, die Kosten einer Hypothek zum Kauf von Immobilien schon im Vorfeld schnell und einfach zu berechnen. Dazu muss man nicht mehr, so wie vor einiger Zeit nicht unüblich, mit Taschenrechner und seitenweise Papier hantieren. Allerdings sollte man, so ein Immobilienexperte, mit dem Eintritt in den Ruhestand auch die Hypothek getilgt haben. Daher ist es wichtig, das man auch die Laufzeit in die Rechnung mit einbezieht.

Mit den Kreditrechnern können etwa die Höhe der monatlichen Tilgung und eben auch Laufzeit bequem berechnet werden. Dabei kann man von unterschiedlichen Szenarien ausgehen. Entweder man lässt sich über die Höhe des Kredits und die Laufzeit, die monatliche Rate berechnen oder man kann über die monatliche Rate, welche man bereit wäre, zu tragen und die Höhe des Kredits die Laufzeit berechnen lassen.

Wie man sehen kann, ist die Planung eines Darlehens keine Aufgabe mehr, die einen Finanzexperten nötig macht. Allerdings sollte man sich, wenn aus dem Wunsch zum Kauf von Immobilien eine konkrete Absicht herauskristallisiert, fachkundigen Rat holen. So kann man auch unangenehme Überraschungen vermeiden.

Nutzen Sie deshalb die unter baufi-top angebotenen Rechenmöglichkeiten im Bereich Selbst rechnen und sparen.

KfW: Wichtige Änderungen bei der wohnwirtschaftlichen Förderung

Bei den beiden Programmen „Wohnraum modernisieren“ (124) und „KfW-Wohneigentumsprogramm“ (141) der Kreditanstalt für Wiederaufbau gibt es mit Wirkung zum 01. Juli 2011 wichtige Änderungen. In beiden Fällen wird die mögliche Kredithöchstsumme von 100 000 Euro auf 75 000 Euro reduziert. Beim „KfW-Wohneigentumsprogramm“ fällt zudem die 15 Jahre dauernde Zinsbindung weg. Für bis einschließlich dem 30. Juni abgeschlossene Verträge gelten noch die alten Konditionen.

Die KfW als öffentlich-rechtliche Institution fördert mit zahlreichen Programmen mit jeweils unterschiedlichen Zielsetzungen Investitionen in den Wohnungsbau. Die Kredite der KfW sind aufgrund günstiger Konditionen für Investoren attraktiv. Die Abwicklung von Krediten übernimmt die jeweilige Hausbank.

Die Kredite im Rahmen des Programmes „Wohnraum modernisieren“ kommen für all jene infrage, die neu sanierte Wohngebäude oder Eigentumswohnung kaufen möchten oder bereits sich im Besitz befindenden Wohnraum modernisieren wollen. Der zweite Punkt schließt eine Vielzahl an Maßnahmen ein: So erhält ein Kredit, wer beispielsweise Sanitärinstallationen oder Fußböden erneuert. Auch der Einbau neuer Fenster und die Dämmung der Außenwände für eine bessere Energieeffizienz gehören dazu. Handelt sich es beim Objekt um ein Mehrfamilienhaus mit mehr als drei Wohneinheiten, werden Kredite auch bei Investitionen in den Außenbereich genehmigt. Mit Einwilligung des Vermieters können auch Mieter eigenverantwortlich ihre Wohnung modernisieren und haben in diesem Fall ebenfalls die Möglichkeit, das Angebot der KfW wahrzunehmen.

Zielgruppe des „KfW-Wohneigentumsprogramm“ sind Hausbauer sowie Käufer von Eigentumswohnungen oder Gebäuden, die zur Eigennutzung gedacht sind. Bei einem Bau werden sowohl die Kosten des Grundstückskaufs als auch die Baukosten einschließlich Nebenkosten bis zur Höchstsumme gefördert. Selbst geleistete Arbeiten können dabei mit eingerechnet werden. Bei einem Kauf gilt der Kaufpreis als Grundlage. Das „KfW-Eigentumsprogramm“ kann auch mit anderen Kreditprogrammen der Bank kombiniert werden. Beispiele sind die Programme „Energieeffizientes Sanieren“ (151, 152) und „Energieeffizient Bauen“ (153).

Mit Fonds Eigenkapital für Wohneigentum ansparen

Eigenmittel

Wer sich seinen Traum vom Haus oder einer Eigentumswohnung leisten möchte, muss sich zuerst Gedanken über die Finanzierung machen. Je früher dass geschieht, umso besser. Der wichtigste Aspekt ist die effektive Ansparung von Eigenkapital. Effektiv bedeutet in diesem Sinne, mit möglichst geringem Aufwand relativ zügig Kapital aufbauen. Fonds können hier eine herausragende Rolle spielen, da sie oftmals viel größere Renditen erzielen können als herkömmliche Baufinanzierungskonzepte. Wer viel Eigenkapital aufweisen kann, hat bei der restlichen Finanzierung durch Kredite größere Spielräume bei der Verwirklichung seiner Ziele.

Eine interessante Möglichkeit erfolgreich Kapital anzusparen sind Fonds
Es gibt sehr viele verschiedene Formen von Fonds, wie zum Beispiel Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds und viele weitere. Wie wählt man da den Richtigen aus? Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten, zunächst muss man sich Gedanken darüber machen, welches Ziel Sie erreichen möchten, auch die eigene Risikobereitschaft sollte bei der Auswahl des Fonds berücksichtigt werden.

Sparplanentwicklung

Ideal für den Vermögensaufbau ist es, über einen längeren Zeitraum gleichmäßig Beträge anzusparen
Zu einem hilft da der Zinseszinseffekt, bei Fonds gilt es aber auch zu beachten, dass die Wertentwicklung auch mal negativ sein kann. Hier ist es gerade vorteilhafter, in monatlichen Beträgen anzusparen. Haben Sie einen größeren Betrag auf einmal eingezahlt, nimmt das gesamte Kapital an dem Wertverlust teil, sparen Sie jedoch in kleineren regelmäßigen Beträgen, verliert nur das derzeit angesparte Eigenkapital. Da Sie bei Fonds Anteile erwerben, werden diese bei Kursverlusten auch günstiger. Ihre monatlichen Einzahlungen erwerben nun die Anteile des Fonds preiswerter. Wenn sich dann die Kurse wieder erholen, haben Sie somit auch noch den Vorteil, eine Zeit lang die Fonds Anteile günstiger erworben zu haben.

Bei der Auswahl des für Sie richtigen Fonds sollten Sie auch unbedingt auf die Gebühren achten. Eine unabhängige Beratung, die nicht von Produkt und Verkauf abhängigen Beratern durchgeführt wird, ist zu empfehlen.

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Erwerbsnebenkosten beim Immobilienkauf senken
Finanzplanung für die Verwirklichung von finanziellen Zielen
Für wen lohnt sich ein Forward-Darlehen bei anstehender Anschlussfinanzierung

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Zinskommentar Juni 2011-Baufinanzierung, durch Zwischentief jetzt günstig Zinsen

Dass die Zinsen für Baugeld in Deutschland um rund 40 Renditestellen vergünstigt wurden, liegt daran, dass es zu einer enormen Kurserholung am Anleihemarkt in Amerika und Deutschland kam. Warum werden in diesen beiden Ländern nun vermehrt Staatsanleihen gezeichnet? Weil das Vertrauen in den Aufschwung nicht gegeben ist und der Leitzinssatz deshalb nicht so schnell erhöht wird. Die Zinsen in Amerika werden also noch einige Zeit im tiefen Niveau bleiben und das wirkt sich auch auf das Baugeld in Deutschland aus.

Durch die Lage in Griechenland wollen die Euro-Länder die Erhöhung der Euro-Quote zulasten der Dollar-Quote nicht durchführen. Im gemeinsamen Europa werden immer mehr Bundesanleihen aus Deutschland gezeichnet. Dieser Umstand führt dazu, dass bei uns die Zinsen fallen und Baugeld immer günstiger wird.

Da in Amerika sowohl der Staat, als auch die privaten Haushalte eine hohe Schuldenlast zu tragen haben, geht die US-Notenbank derzeit mit einer Null-Zins Politik vor, um eine Entlastung herbeizuführen. Die Notenbank kauft Staatsanleihen auf und hält den Leitzins tief. Dadurch braucht der Staat nur geringe Zinsen zahlen, andere Käufer der Anleihen kommen aber um ihren Ertrag. Die Zeit vergeht und Amerika hat dadurch die Zinslast unter Kontrolle.
Ob Japan und China, die diese Politik derzeit unterstützen, noch lange zuschauen, ist eine andere Frage. Sollte das Vertrauen in Amerika und der Zinspolitik nicht mehr vorhanden sein, könnte das einen Zinsschock auslösen, der weltweite Auswirkungen auf den Anleihemarkt haben könnte.

In der Baufinanzierung sollte man das Zinsniveau derzeit ausnützen und sich Baugeld zu günstigen Konditionen sichern. Wer weiß, wie lange das Zinstief noch anhält.

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Zins-Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Erwerbsnebenkosten beim Immobilienkauf senken

Vielleicht tragen Sie sich auch schon längere Zeit mit dem Gedanken, eine Immobilie zu kaufen? Oder Sie haben schon eine Immobilie in Aussicht und stehen noch in Verhandlungen mit dem Verkäufer? Dann sollten Sie sich vorab darüber informieren, welche Kosten mit dem Kauf der Immobilie auf Sie zukommen.

Viele Immobilienkäufer sind nicht darüber informiert, welche Erwerbsnebenkosten der Kauf einer Immobilie nach sich zieht. So trägt der Käufer die Notarkosten und auch oft die Kosten für die Maklercourtage. Ein weiterer Kostenfaktor ist die Grunderwerbssteuer, die je nach Kaufpreis der Immobilie eine zusätzliche hohe finanzielle Belastung für den Käufer werden kann. Es gilt hier: Je höher der Kaufpreis der Immobilie, desto höher ist die Grunderwerbssteuer.

Wenn Sie sich über die Erwerbsnebenkosten des Immobilienkaufs vorab gut informiert haben, dann können Sie beim Erwerb der Immobilie einiges an Kosten sparen. So haben sie die Möglichkeit,  statt einer Bestandsimmobilie ein Baugrundstück zu kaufen. In diesem Fall zahlen Sie nur die Grunderwerbssteuer für das Baugrundstück. Für das Haus, das Sie darauf bauen, fällt dann natürlich keine Grunderwerbssteuer an.

Sie haben Sich eine Bestandsimmobilie ausgesucht die Sie unbedingt kaufen möchten? Dann gibt es auch hier Möglichkeiten Erwerbsnebenkosten zu sparen. Manche Bestandsimmobilien verfügen über Inventar. Oft wird dieses Inventar vom Käufer übernommen und mitbezahlt. Sollten Sie also ein Haus oder eine Wohnung kaufen, die zum Beispiel über eine Einbauküche verfügt, dann können Sie für die Berechnung der Grunderwerbssteuer, den Preis für das Inventar vom Kaufpreis abziehen. Die Grundlage für die Berechnung der Grunderwerbssteuer bildet dann nur der reine Immobilienkaufpreis. Daher sollte dieses im notariellen Kaufvertrag genau aufgeführt sein. Mitunter können Sie so ganz legal eine beachtliche Summe sparen.

Für wen lohnt sich ein Forward-Darlehen bei anstehender Anschlussfinanzierung

Schutz vor einem zukünftigen Zinsanstieg bei Anschlussfinanzierungen bieten die sogenannten Forward-Darlehen. Abgeschlossen werden diese Forward-Darlehen wie folgt. Das Darlehen wird von einem Besitzer einer Immobilie abgeschlossen. Die Laufzeit beginnt innerhalb der nächsten fünf Jahre zu einem festgelegten Zeitpunkt. Bis zum regulären Ende der Zinsfrist läuft der bisherige Kredit. Im Anschluss beginnt die Laufzeit des Forward-Darlehen mit der aktuellen Zinsbasis. Damit der Darlehensnehmer sich das Recht sichern kann, das aktuelle Zinsniveau bei der Anschlussfinanzierung zu erhalten, zahlt er einen Konditionsaufschlag. Dieser hängt von der Länge der Vorlaufzeit der Forward-Periode ab.

Drei Faktoren zeigen an, ob ein Forward-Darlehen sinnvoll ist. Zum einen ist eine gute Einschätzung der Zinsentwicklung wichtig, das Sicherheitsbedürfnis des Darlehensnehmers und natürlich der vorhandene Spielraum der finanziellen Möglichkeiten. Wird mit zukünftigen steigenden Zinsen gerechnet, so lohnt es sich die gültigen Konditionen zu fixieren, damit die Zinsen in der Abschlussfinanzierung nicht höher ausfallen. Bei einem Zinsanstieg von einem Prozent, liegt das Zinsniveau bei effektiven 4,8 Prozent für ein Darlehen von 100.000 Euro. Ein Darlehen von 100.000 Euro hingegen, was heute vereinbart wird und erst in drei Jahren beginnt, weist ein Zinsniveau von effektiven 4,3 Prozent auf und ist somit günstiger. Die Zinsdifferenz von 0,5 Prozent erspart dem Immobilienbesitzer durch einen Forward-Darlehen 5.900 Euro in einem Zeitraum von zehn Jahren.

Wer also ansteigende Zinsen erwartet, sollte dieses Risiko durch ein Forward-Darlehen ganz einfach umgehen. Somit müssen auch die Zins- und Kapitalmärkte nicht weiterhin beobachtet werden. Besitzt der Darlehensnehmer einen großen finanziellen Spielraum, werden Zinserhöhungen trotzdem für ihn bezahlbar sein. Ist eine Finanzierung von Immobilienbesitzern eher knapp kalkuliert, können Zinserhöhungen die gesamte Finanzierung extrem ins Schwanken bringen. Das kann im schlimmsten Fall sehr teuer werden. Daher sollte eine Kalkulationssicherheit bestehen.

Nutzen Sie den Rat von einem unabhängigen und erfahrenen Baufinanzierungsberater, den dies kann sehr hilfreich sein.

Der Bausparvertrag als Finanzierung für das neue Eigenheim

Viele Hausbanken bieten Ihren Kunden den Bausparvertrag als Finanzierungsmöglichkeit für das neue Eigenheim an. Entweder als Tilgungsersatz oder zur Sicherung des Zinses bei der Anschlussfinanzierung.

Ist der Bausparvertrag noch zeitgemäß?

Der Bausparvertrag hat eine lange Tradition in Deutschland. Der Bausparvertrag gilt in Deutschland als sichere Finanzierungsmöglichkeit für das neue Eigenheim. Wir kennen alle die Aussagen unserer Großeltern, das Sie früher auch schon das Haus mit dem Bausparvertrag finanziert haben. Macht es genauso, dann seid Ihr auf der sicheren Seite und Ihr könnt den günstigen Finanzierungszins nutzen und braucht euch keine Sorgen machen.

Die Zeiten ändern sich. Durch Immobilien- und Finanzkrisen sind die Zinsen für eine Finanzierung für ein Eigenheim auf historisch niedrigem Niveau. Der Vorteil eines Bausparvertrages liegt darin,  dass man sich schon bei Abschluss des Vertrages einen günstigen Zinssatz sichert und dabei unabhängig ist, von der aktuellen Zinsentwicklung. Weiterhin hat man die Möglichkeit Sonderzahlungen leisten zu können, ohne Vorfälligkeitszinsen zu zahlen. Dafür muss man jedoch Abstriche machen bei der Verzinsung seines Guthabens und eine lange Ansparzeit in Kauf nehmen. Ein weiterer Nachteil ist die nicht garantierte Zuteilungszeit.

Soll ich meine Finanzierung des neuen Hauses auf einen Bausparvertrag ausrichten?

Jetzt wo die Zinsen für eine Finanzierung so günstig sind wie nie, ist dies nicht zu empfehlen. Erst ab einem Zins von ca. 7,5 Prozent macht es Sinn Bausparverträge mit in die Finanzierung zu integrieren. Der Bausparvertrag eignet sich besonders für spätere Modernisierungsarbeiten am Objekt. In diesem Fall sollte die Bausparsumme aber nicht höher als 20-30 Tausend Euro liegen.

Vergleicht man heute ein normales Bankdarlehen mit einem Bauspardarlehen, so ist bei der aktuellen Zinsentwicklung ein Bankdarlehn günstiger.