Zinskommentar Januar 2017 – Inflationsrate nähert sich der EZB Prognose

baufinanzierung marktlage

Im November des vergangenen Jahres lag die Inflationsrate in Deutschland bei 0,8 Prozent und war weit entfernt vom angestrebten Wert der EBZ. Der Dezember brachte eine Veränderung und ließ den Wert auf 1,7 Prozent innerhalb Deutschlands und auf 1,1 Prozent in der gesamteuropäischen Betrachtung ansteigen. Die EZB selbst strebt einen Inflationswert von 2,0 Prozent an, was vom aktuellen Wert nicht mehr weit entfernt ist. Die aktuellen 1,7 Prozent sind der höchste Wert seit 2013 und könnten der Start in Richtung der 2,0 Prozentmarke sein.

Erhöhung der Verbraucherpreise und Auswirkungen der Teuerungsrate
Das statistische Bundesamt gibt bekannt, dass sich die Verbraucherpreise in 2016 um durchschnittlich 0,5 Prozent erhöht haben. Im gesamten Euroraum ist ein Anstieg von 0,6 Prozent auf insgesamt 1,0 zu beobachten. 2017 könnte für den Verbraucher teuer werden, denn Experten der Wirtschaft rechnen mit einer Verbraucherpreiserhöhung von 1,6 Prozent und so mit einer Steigerung, die eine spürbare Leere im Portemonnaie aller europäischen Bürger hinterlassen wird. Aktuell liegt noch ein Defizit zwischen der wirtschaftlichen Vorstellung und der Realität, dennoch ist die EZB bereits jetzt zufrieden und äußert sich positiv zu ihrem Ziel, durch die finanzpolitischen Maßnahmen eine Ankurbelung der Wirtschaft avisiert zu haben. Mit steigender Inflation geht eine Erhöhung der Immobilienzinsen einher, wodurch sich die Teuerung nachhaltig auf Kreditnehmer und Baufinazierer auswirkt. Eine Zinsanpassung für Baudarlehen ist zwingend notwendig.

Zinsentwicklung über ein Jahr

Energiepreise wirken sich auf die Inflation aus
Eine Basis der Inflationssteigerung sind die stetig ansteigenden Energiepreise. Öl exportierende Länder haben zum Ende des Jahres 2016 beschlossen, die Fördermengen zu drosseln und damit eine Verknappung herbeizuführen. Im selben Atemzug ist von einem Ausbau der Förderstätten die Rede und lenkt den Fokus auf höhere Gewinnaussichten. Bis zum Jahresbeginn 2016 sanken die Ölpreise aufgrund der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen geringeren Nachfrage nach Öl stetig. Überkapazitäten leisteten einen weiteren Beitrag für die Preissenkung, die sich nun durch vermehrte Investitionen in eine Teuerung umgewandelt hat. Mario Draghi hält weiter an seinem Kurs fest und belässt den Leitzins auf dem Rekordtief, da Europa noch nicht in der wirtschaftlichen Position für eine Anhebung ist. Solange Schulden und eine hohe Arbeitslosenquote in Europa dominieren, sieht der EZB Chef von einer Anhebung des Leitzins ab und verfolgt die bisher betriebene Geldpolitik im gleichen Umfang ohne eine kleinste Veränderung.

Baufinanzierungszinsen gehen derzeit in einem kleinen Bereich hoch und runter
Die Baufinanzierungszinsen bewegen nach ihrem historischen Tiefstand von Anfang Oktober 2016 bis Mitte Dezember 2016 um 0,3 Prozentpunkte nach oben, um danach zum Jahreswechsel wieder leicht abzufallen. Das Zinsniveau ist weiterhin niedrig und ermöglicht somit weiterhin attraktive Konzepte für neue Baufinanzierungen und günstige Anschlussfinanzierungen.

Tendenz der Baufinanzierungszinsentwicklung:
kurzfristig: schwankend seitwärts
langfristig: steigend

Entwicklung Leitzins und Inflation

Zinskommentar als eBook herunterladen

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Eine gute Anschlussfinanzierung – Warum sich auch im Niedrigzinsumfeld ein Vergleich rechnet
Fördermittel für Neubau und Umbau
Renovieren und modernisieren – So kommt man zu Geld

Bildnachweis

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*