Änderung bei KfW-Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren

Für die Qualitätsverbesserung von Energieberatungen sowie energetischen Fachplanungen und Baubegleitungen für Sanierungen und Neubauten können seit Ende 2011 Sachverständige in der Energieeffizienz-Expertendatenbank für Förderprogramme des Bundes (BMVBS, BMWi, BAFA und KfW) unter der Webseite www.energie-effizienz-experten.de (nachfolgend: Expertenliste) abgerufen werden. Mehr als 4.000 Experten haben sich bereits in diese zentrale und qualitätsgesicherte Liste eintragen lassen.

Zur weiteren Unterstützung der Qualitätssicherung wird die Anwendung der Expertenliste wie folgt ausgebaut:

1. Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung: Verbindliche Anwendung der Expertenliste ab 01.06.2013
2. Energieeffizient Bauen und Sanieren: Verbindliche Anwendung der Expertenliste ab 01.02.2014
3. Energieeffizient Bauen und Sanieren: Qualifizierung für Sachverständige durch Online-Seminare der KfW ab Juni 2013

Weitergehende Informationen finden Sie hier.

Quelle: KfW-Bank

Das Bauherren-Handbuch – In sieben Schritten ins eigene Haus

Die meisten Menschen bauen nur einmal im Leben. Sie benötigen dafür einen versierten und unabhängigen Partner. Das Buch von Stiftung Warentest „Unser Bauherren-Handbuch“ erklärt alles, was um das Bauen wichtig ist. Hier wurde eine Menge Wissen zum Thema Hausbau, Planung und Finanzierung zusammen getragen.

Kurzinhalt des Buches
Möglichst grün, aber doch stadtnah? Wo das eigene Haus stehen soll, wie es aussehen soll und was man sich leisten kann, sind die Fragen, die sich jeder Bauherr stellt. Das Bauherren-Handbuch ist ein unabhängiger Ratgeber für alle, die sich den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen wollen. Von „Grundstück finden“ über „Finanzierungskonzept ausarbeiten“ und „Baugenehmigung einholen“ bis hin zu „Garten gestalten“, „Haustechnik auswählen“ und „Wasseranschluss legen“: Alles wird detailliert beschrieben, dazu gibt es Checklisten, Beispielrechnungen und Planungshilfen. So können zukünftige Eigenheimbesitzer ihre Entscheidungen treffen und sich mit Architekten, Handwerkern und Banken auf Augenhöhe austauschen. Die Stiftung Warentest hat ihr ganzes Wissen zum Thema Hausbau, Planung und Finanzierung in dieses Buch gepackt. Mehr braucht man nicht, damit das große Projekt zum Erfolg wird.

Mehr über das Buch

Berechnen Sie hier Ihre Finanzierung.

Durch den Bauvertrag sicher bauen

Fehler und Probleme beim Bauvorhaben können nicht nur hohe Kosten verursachen, sondern auch zu gerichtlichen Streitigkeiten führen. Oftmals enthält ein vom Anbieter gefertigter Bauvertrag schon Lücken und kann somit nicht dafür genutzt werden, als Bauherr zu seinem Recht zu gelangen und sich dabei auf einen lückenlosen Vertrag zu berufen.

Gratis Bauverträge als Muster
Die Eigentümergemeinschaft Haus & Grund hat in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband des Baugewerbes den Bauvertrag aktualisiert und als gratis Vertragsmuster zur Verfügung gestellt. Für Bauunternehmen empfiehlt Haus & Grund Vorstand Kornemann, den Bauvertrag am Muster zu orientieren und so für mehr Sicherheit beim Bauen, sowie für mehr Vertrauen beim Kunden zu sorgen. Nach der Optimierung der Verträge sind sie anwenderfreundlich und auch ohne ein Studium in Bauwissenschaften für ihre Nutzer verständlich. Durch die übersichtliche Gestaltung und klare Struktur lässt sich Seriosität bescheinigen und Vertrauen aufzeigen.

Leistungen per Bauvertrag vereinbaren
Mit den richtigen Tipps und Informationen zum Ausfüllen der Verträge ist es einfach, für den Hausbau, aber auch für beauftragte Arbeiten zur Sanierung, zum Aus- oder Umbau, einen einheitlichen Bauvertrag auszufüllen und alle wichtigen Fakten vertraglich und somit rechtlich bindend, festzuhalten. Um sich vor Pfusch am Bau zu schützen, sollten Bauherren auf den Vertrag bestehen.

Beide Verträge können unter http://www.hausundgrund.de/ sowie http://www.zdb.de/ als PDF-Datei im Internet heruntergeladen und direkt am Bildschirm ausgefüllt werden.

Folgekosten nach dem Immobilienkauf nicht außer Acht lassen

Möchten Sie bald Eigentümer einer Immobilie sein ist es ratsam, bereits im Zuge der Finanzierung einen langen Rattenschwanz an Folgekosten einzukalkulieren. Nicht jede Immobilie kann gleich nach dem Kauf bezogen, sondern muss im Vorfeld vom Eigentümer durch eine Sanierung oder umfassende Renovierung bewohnbar gemacht werden. Experten wie Stefan Walter, seines Zeichens Jurist der Eigentümerschutzgemeinschaft Haus und Grund in Deutschland warnt davor, die Folgekosten zu unterschätzen und viel zu leichtfertig und unüberlegt zum Eigentümer einer Immobilie zu werden.

Fehlerhafte Kalkulation führt in die Schuldenfalle
Auch wenn das Eigenheim als sichere Investition für die Zukunft gilt und mietfreies Wohnen für den Eigentümer und seine Familie ermöglicht, steht mietfrei nicht für kostenlos. Steuern, Gebühren und Betriebskosten, aber auch Rücklagen zur Instandhaltung der Immobilie sollten vom potenziellen Eigentümer schon vor dem Kauf kalkuliert werden. Auch ist die Frage nach der Finanzierung, sollte sich am bisherigen Einkommen oder der Situation des Eigentümers etwas ändern, nicht von der Hand zu weisen und im Vorfeld zu bedenken. Walter verweist auf die Vorsicht und erwähnt, dass sich Grundkosten und Nebenkosten nicht aufheben und außer Acht gelassen werden können. Auch wenn der Eigentümer der Immobilie mietfrei wohnen kann, muss er neben der Tilgung der Finanzierung bedenken, dass monatlich laufende Kosten zu zahlen und oftmals nicht günstiger sind, als die bisher vom Einkommen gezahlte Miete.

Heizkosten und Abwasser Gebühren in allen Städten unterschiedlich
Steigende Strompreise, sowie hohe Kosten für Heizung und Abwasser müssen vom Eigentümer einer Immobilie ebenfalls bezahlt werden. Auch die Müllentsorgung liegt in der Hand der Eigentümer und ist kein Bestandteil eines Vertrages, wie es bei der Mietwohnung in der Regel der Fall ist. Als Eigentümer müssen Sie auch über adäquate Versicherungen für Ihr Eigenheim nachdenken und die Kosten hierfür ebenfalls in die Kalkulation einfließen lassen. Nach Tilgung der Finanzierungsraten, den monatlichen Kosten für Ihr Eigenheim und dem Geld, welches Sie auch als Eigentümer einer Immobilie für sich und Ihre Familie zum Leben benötigen, muss immer noch eine Rücklage zu bilden und so ein Polster für Instandhaltungsarbeiten am Haus zu schaffen sein. Eigentümer sind für alle Kosten allein selbst verantwortlich.

Vom eigenen Heim ohne Trauschein

Mittlerweile leben in der Republik über 2 Millionen Menschen in einer Lebensgemeinschaft. Auch diese Paare verspüren den Wunsch nach einem eigenen Heim ohne dabei heiraten zu müssen. Bei einer Trennung oder beim Ableben des eigenen Partners kann es jedoch zu einigen unvorhersehbaren Überraschungen kommen.
Im Gegensatz zu Ehen sieht das Gesetz bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften keine speziellen Regelungen bei Trennungen vor. Eine Zuordnung oder ein möglicher Ausgleich des Vermögens bei einer Trennung wird somit nicht in Betracht gezogen. Demnach können zwar unverheiratete Paare eine Immobilie erwerben, jedoch richten sich die gesamten Eigentumsverhältnisse nur nach den jeweiligen Anteilen im Grundbuch. Die Finanzierungsbeiträge der Partner werden somit nicht berücksichtigt.

Absichern ist sehr empfehlenswert
Deshalb wird jenen nichtverheirateten Personen immer eine Absicherung empfohlen, die durch einen Vertrag geregelt ist. Im Falle einer Trennung ist eine gemeinsam gekaufte Immobilie in 99 Prozent der Fälle eine große Streitigkeit. Jener Partner, der die Immobilie verlässt wird im Normalfall nicht mehr bereit sein, die Ausgaben dafür zu tragen. Das Gesetz verlangt jedoch von beiden Miteigentümern die Lasten zu tragen. Dies ist unabhängig von einer Trennung. Wenn der Erwerb zusätzlich von einem Darlehen finanziert wird, so sieht es schlecht für beide Partner aus, denn in diesem Fallen muss die gesamte Kreditsumme getilgt werden. Auch ein Auszug ändert an diesem Falle nichts. Bei Uneinigkeiten kommt es anschließend nicht selten zu einer Zwangsversteigerung. Dies ist der letzte Ausweg und meist wird ein hoher Wertverlust damit erzielt und beide Ex-Partner verlieren an finanziellen Mitteln.

Risiken minimieren – Bei Lebensgemeinschaft Vertrag aufsetzen
Ein hohes Risiko besteht immer dann, wenn nur ein Partner die Renovierung oder den Hausbau finanziert. Rein rechtlich gehört das Gebäude jedoch dem, der der Grundstückseigentümer ist. Eine sehr verzwickte Situation für die streitenden Paare. Während diesem Zeitpunkt will meist auch keiner mehr zurückstecken. Hier kann ein notariell beglaubigter Partnerschaftsvertrag eine hohe Sicherheit für beide in der Lebensgemeinschaft schaffen. In derartigen Verträgen können die verschiedensten Punkte eingearbeitet werden. Hauptsächlich wird jedoch eingegliedert, wer im Falle einer Trennung die Immobilie weiterhin bewohnen darf und welche Schulden wer und wie übernimmt. Diese Verträge geben eine sehr hohe Sicherheit und sind nahezu undenkbar geworden. Auch Punkte wie Veräußerungserlöse der Immobilie können genau geregelt werden, sodass an einem späteren Zeitpunkt Streitigkeiten für dieses Objekt außen vor bleiben. Die notarielle Beurkundung ist jedoch maßgebend, ansonsten würde der Vertrag keine Bedeutung haben.

Auch bei Todesfällen vorsorgen
Viele Personen in einer Lebensgemeinschaft übersehen den Punkt des Ablebens. Schließen Sie daher einen notariellen Erbvertrag, sodass sie wenigstens ein Bleiberecht in Ihrer eigenen Immobilie erwirken können. Je sicherer Ihre Vorsichtsmaßnahmen desto besser Ihre Zukunft.

Zinskommentar April 2013 – Deutschland steht weiter für Sicherheit auf dem Finanzmarkt

Derzeit macht sich Unsicherheit in der Bevölkerung breit. Nachdem die Pleite von Lehmann im Jahr 2008 schon fast zur weltweiten Finanzkrise führte, haben die Zentralbanken das Ruder übernommen und den Finanzmarkt abgesichert. Die Leitzinsen sanken praktisch auf Null und ermöglichten durch den Ankauf von Staatsanleihen eine vorübergehende Sicherheit des Geldsystems. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den südlichen Ländern sanken die Zinsen durch den gemeinsamen Beschluss der EU-Politik und der Zentralbank. Die sogenannte Stabilität des Geldwert geriet aber ins Wanken und konnte in den südlichen Ländern nicht vor der Eurokrise und den damit einhergehenden Folgen bewahren.

Wie sicher sind deutsche Anlagen?
Erneut in den Fokus von Anlegern und Investoren geriet der Begriff Stabilität im Zusammenhang mit dem Finanzmarkt durch die Zypern Krise. Sind unsere Gelder bei den Banken wirklich sicher und ist der Sparer vor dem Prinzip der Enteignung geschützt? Durch weiter niedrig gehaltene Zinsen sinkt die Glaubwürdigkeit der Bank und Politik, da logisch gesehen, Zinsen ansteigen und so zur Stabilität beitragen müssten. Das historische Zinstief passt keinesfalls zur Wirtschaft die wächst und sich mit einer Inflationsrate von unter 2% zeigt. In Deutschland hätten Zinsanhebungen für mehr Glaubwürdigkeit gesorgt und dem Bundesbürger suggeriert, dass er nicht um seine Anlagen fürchten und sich der Krise auf Europas Finanzmarkt allgegenwärtig sein muss. Draghi versprach währenddessen den Spekulanten mehr finanzielle Stabilität, wenn sie direkt Anleihen aus Krisenländern kaufen und damit auch im südlichen Europa die Wirtschaft ankurbeln. Eine fundamentale Verbesserung der finanziellen Lage in den Südländern ist derzeit aber noch nicht bekannt. Auch wenn der Finanzmarkt in Deutschland Sicherheit und eine konstante Stabilität suggeriert, sollten Investoren und Anleger jedes Risiko ausschließen und besonders bedacht handeln. Der Abwertungswettlauf der Währungen ist in vollem Gange. Auch wenn die Rettung der südlichen Ländern den deutschen Bundesbürger bisher kein Geld kostet, da die Kosten von der EZB getragen werden, grenzt die vorgegaukelte Sicherheit der Bürger schon an Schlitzohrigkeit der Regierung.

Mittelfristiger Anstieg der Bauzinsen ist zu erwarten
Das Rekordtief der Bauzinsen wird nicht auf Dauer anhalten. Schon jetzt spekuliert man über einen mittelfristigen Anstieg und die Erhöhung der Zinsen auf ein dem Markt entsprechendes Maß. Diesen Aspekt sollten vor allem Kunden vor Augen haben, die sich für eine langfristige Baufinanzierung entschließen und flexible Verzinsung im Vertrag wählen. Lange Laufzeiten sind bei Baudarlehen zu bevorzugen, wobei auch die Tilgungshöhe vorsorglich nicht zu niedrig angesetzt und optimal kalkuliert werden sollte.

Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

 

Mit der KfW lassen sich nicht altersgerechte Hürden beseitigen

In vielen Haushalten von Rentnern sind Barrieren der Alltag und erschweren nicht nur das Leben allgemein, sondern auch tägliche Dinge die sich barrierefrei einfacher erledigen lassen würden. Das Kuratoriums Deutsche Altenhilfe hat festgestellt, das rund 90 Prozent aller Haushalte mit Senioren alles andere als seniorengerecht gebaut sind. Viele Treppen, enge Bäder und ebenerdige Duschen, aber auch Türen die sich mit Rollstuhl oder Rollator begehen lassen sind eine Seltenheit. Aufgrund hoher Schwellen wird der Zugang zu Balkonen und Terrassen nicht nur mühselig, sondern in vielen Fällen schier unmöglich. Bauen Sie bereits in jungen Jahren barrierefrei, können Sie auch im hohen Alter in Ihrer Immobilie bleiben und den Lebensabend in den gewohnten 4 Wänden und in vertrauter Umgebung gestalten.

Altersgerecht modernisieren wird unterstützt
Baut man ein Eigenheim oder Mietobjekt altersgerecht um, haben Sie die Möglichkeit, hierfür eine 100-prozentige Kostenübernahme aller förderfähigen Ausbauten aus dem KfW Programm zu erhalten. Bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit sind an Zulage möglich. Aber nicht nur der komplette altersgerechte und barrierefreie Umbau, sondern auch der Angleich an altersgerechtes Wohnen in einzelnen Schritten kann vom KfW Programm gefördert werden. So lohnt sich der Antrag auf einen Zuschuss beim Einbau ebenerdiger Duschen, altersgerechter Badewannen, dem Entfernen von Türschwellen und anderen Hindernissen. Auch Bewegungsmelder für den Lichtschalter und automatisierte Rollladen dienen dem altersgerechten Wohnen und können so mit einer Zulage der KfW finanziert werden. Da die meisten Unfälle nachts auf der Suche nach dem Lichtschalter passieren, sind Bewegungsmelder eine innovative Investition und sorgen automatisch für Licht, sobald Sie den Flur oder das Badezimmer betreten.

Vor der Modernisierung beraten lassen
Für den altersgerechten Umbau gibt es eine Reihe wichtiger Faktoren die beachtet werden müssen. Dazu gehört beispielsweise auch das Anbringen von Steckdosen auf  einer Höhe von 40 Zentimetern, die auch vom Rollstuhlfahrer problemlos erreichbar sind. Interessieren Sie sich für eine Modernisierung oder einen Umbau an dem Sie auch im hohen Alter noch Freude haben, können Sie sich von unabhängigen Experten beraten lassen und  den Umbau professionell beginnen. Bei Maisonette Wohnungen empfiehlt es sich, den Wohn- und Schlafbereich auf der unteren Ebene zu errichten und so den Zugang auch im hohen Alter zu ermöglichen. Auch mit geringem Aufwand lässt sich eine altersgerechte Modernisierung ermöglichen und zum geringen Budget erledigen, nutzen Sie die Angebote der KfW und lassen sich Arbeiten fördern, die der Nutzung Ihrer Immobilie am Lebensabend dienen und barrierefreies Wohnen ermöglichen.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Thema.

Wenn Paare ohne Trauschein eine Immobilie kaufen wollen

Was schon bei rechtlich verheirateten Paaren zum Problem wird, ist in einer “wilden Ehe” nicht einfacher zu lösen. Der Bundesgerichtshof sieht auch bei einem in der “wilden Ehe” angeschafften Vermögenswert wie einer Immobilie ein rechtlich schutzwürdiges Ausgleichsbedürfnis im Falle einer Trennung. Unverheiratet zusammen lebende Paare sind auch jenseits der 40er nicht selten zu treffen und machen rund 3 Millionen Partnerschaften ohne Trauschein aus. Bei Trennung oder im Todesfall eines Partners hat in einer Ehe das Gesetz für den Ausgleich vorgesorgt. In einer “wilden Ehe” müssen die Partner eigene Absprachen treffen und sich für den nicht vorhergesehenen Fall absichern.

Wichtige Fragen sind vor allem:

- Wer wohnt nach der Trennung weiter im Haus und wer muss die Hypothek zahlen?
- Wie werden Gewinn oder Verlust beim Verkauf der Immobilie geteilt?
- Wer hat das Recht auf Möbel und feste Einbauten?

Ansprüche nur mit Nachweis
Fehlen klare Regeln hat der BGH zwar mit zwei Urteilen eine Basis geschaffen, kann aber nicht zu Gunsten des Partners entscheiden, der vielleicht mehr in die Immobilie investiert hat. Der Schutz unverheirateter Paare ist mit der Gesetzgebung besser geworden, kann aber eine zu Lebzeiten beziehungsweise innerhalb der Beziehung getroffene Absprache nicht ersetzen. Wer einen Anspruch gerichtlich geltend machen möchte, muss diesen nachweisen und ihn anhand von alten Rechnungen belegen können. Anderenfalls kann das Gericht keine bevorzugte Entscheidung für den Antragsteller aussprechen, auch wenn sich dieser im Recht fühlt und mit dem Verlust des Hauses einen tiefen finanziellen Einschnitt in Kauf nehmen müsse.

An einen Partnerschaftsvertrag denken
Neben dem Grundbucheintrag sollte ein Partnerschaftsvertrag mit Hilfe eines Notars ausgearbeitet werden. Im Grundbuch können beide Partner zu gleichen, aber auch zu unterschiedlichen Teilen stehen. Der Eintrag zeigt aber ausschließlich den Besitz am Grundstück und an der Immobilie, nicht aber an den im Haus angeschafften Gegenständen auf. Für diese ist ein Partnerschaftsvertrag die sicherste Lösung, da sich im Vertrag eine korrekte Teilung aller angeschafften Gegenstände aufzeigen lässt.

Ohne ein Testament kann es zu Überraschungen kommen
Auch im Todesfall eines Partners ist ein Partnerschaftsvertrag von hoher Wichtigkeit. Laut der gesetzlichen Erbfolge hat der nicht verheiratete Partner kein Anrecht auf die Immobilie und muss den Ansprüchen von Kindern, Eltern oder Enkeln Vorrang gewähren. Mit einer klaren Regelung die zu Lebzeiten getroffen wird kann das Problem umgangen und das Erbrecht neu definiert werden. Am besten schreiben beide Partner ein Testament, in dem sie den Lebenspartner mit seinem Anteil an der Immobilie bedenken und so einem großen Erbschaftsstreit oder einer Erbengemeinschaft mit leiblichen Verwandten des Verstorbenen direkt aus dem Weg gehen.

Baunebenkosten sollten bei der Finanzierung berücksichtigt werden

Wer ein Haus baut, sieht sich dabei den verschiedensten Kosten gegenübergestellt. Was zunächst als Komplettpreis angeboten wird, beinhaltet dabei oft die diversen Nebenkosten nicht. Es empfiehlt sich, diese Nebenkosten schon im Vorfeld schon so genau wie möglich zu erforschen und in die Kalkulation für die Baufinanzierung mit einzuplanen. Auf diese Weise kann man unliebsame Überraschungen vermeiden.

Wo sind die Nebenkosten zu finden?
Schon vor Baubeginn kommen einige Nebenkosten auf den Bauherrn zu. Da fällt zunächst einmal die Grundbucheintragung für das neue Grundstück und die damit verbundenen Notarkosten an. Hier muss man mit etwa drei Prozent des Grundstückspreises rechnen. Danach sind etwa 100 Euro für die Erteilung der Baugenehmigung notwendig. Das Einmessen des Grundstücks schlägt mit etwa 400 Euro zu Buche. Muss vor Baubeginn aus Sicherheitsgründen eine Bodenprobe vorgenommen werden, so kostet diese zwischen 400 und 800 Euro.
Baut man ein Haus mit Keller, sammeln sich auf dem Grundstück schnell große Mengen von Erdreich an, die entsorgt werden müssen. Dafür sollte man mit 2.000 Euro rechnen. Materialien müssen sicher zum Rohbau transportiert werden. Dazu ist in der Regel die Anlage einer Baustraße aus Schotter erforderlich. Hier sollte man mit 150 Euro pro Meter Straße rechnen.

Die Nebenkosten bei der Finanzierung
Auch mit den Bankkosten ist zu rechnen. Nach drei Monaten fallen für den verbleibenden Darlehnsbeträge nämlich Bereitstellungszinsen an und für die bereits ausgezahlte Summe müssen Zinsen entrichtet werden. Oft werden diese Beträge einfach mit dem Darlehen verrechnet, jedoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass die verbleibende Summe dadurch kleiner wird.
Auch während der Bauphase kommen noch einmal ganz erhebliche Nebenkosten auf den Bauherren zu. Die größten Ausgaben sind hier für den Anschluss des Hauses an das öffentliche Versorgungsnetz zu erwarten. Dazu gehören, sowohl Wasser, Abwasser, Strom, als auch Kabelanschluss und Internet. Hierfür muss man gut und gerne mit 8.000 Euro rechnen.
Zusätzlich ist mit etlichen kleineren Kosten zu rechnen. Ein Baubegleiter, eine Miettoilette für die Bauarbeiter und eine Versicherung bringen Kosten mit sich, die sich summieren.

Eine genaue Kalkulation der Baunebenkosten ist kaum möglich

Wie sich aus diesen verschiedenen Posten erkennen lässt, ist es sehr schwer, die Baukosten genau zu berechnen. Das macht es natürlich schwer, die Summe zu bestimmen, die man bei der Bank aufnehmen muss. Berechnet man diese zu knapp, kann es sein, dass das Geld ausgeht, bevor der Bau beendet ist. So sollte man den Kredit besser so berechnen, dass ein kleines Polster verbleibt und bei der Bank vereinbaren, dass die nicht gebrauchte Summe innerhalb eines bestimmten Rahmens ohne zusätzliche Kosten und Gebühren zurückgezahlt werden kann.

Nutzen Sie meinen Budgetrechner um Ihre Finanzierungskosten zu kalkulieren.

Zinskommentar März 2013 – Der Zinsmarkt in Italien prägt sich als entscheidender Faktor in Europa aus

Der Ausgang der Wahl in Italien hat gezeigt, was das Land eigentlich vom Druck der EU und EZB in Sachen Sparkurs hält. Laut Angela Merkel hätte Mario Monti gewinnen sollen, doch erreichte dieser nur 10% der Wählerstimmen. In der EU galt er als Schlüssel zur Vertrauenswürdigkeit des Landes. Doch die Italiener wünschen keine Steuererhöhung, keine Liberalisierung und auch keinen Euro. Die Mitbestimmung der EU und wie Italien meint, gezielt Berlin, wird nicht akzeptiert und daher stehen Euro-kritische Parteien mit 60% der Wählerstimmen vorne. Egal wie sich die Wahl letztendlich gestalten wird, der Sozialabbau und die Sparmaßnahmen werden aufhören. Nach Italien zeigt auch Spanien Unmut und wird aufgrund 30% Arbeitslosigkeit und davon 50% Jugendarbeitslosigkeit wahrscheinlich nicht länger an der Troika festhalten.

Keine Erhöhung der Leitzinsen in Sicht
Da Sparkurs und Erhöhung der Abgaben wie sie geplant waren so nicht durchsetzbar sind stellt sich die Frage, was genau nun in Italien zur Schuldenregulierung getan wird. Durch Mario Draghi hat Italien bereits die Macht in der EZB übernommen. Wenn Reformen nicht funktionieren hat er bewiesen, wie einfach er die Notenpresse anwerfen kann. Der Niedrigzins bleibt erhalten und nicht einmal Deutschland hat wohl Interesse an einer starken Währung, wie es derzeit den Anschein macht. Da Deutschland als Bollwerk für alle Krisenländer präsent ist, bleiben auch hier die Kapitalmarktzinsen historisch niedrig. Von einer Wiederherstellung des Wirtschaftsmarktes in Europa ist die EU anhand der Mehrheit an Krisenländern noch weit entfernt und ein Ausgang der Eurokrise somit noch nicht abzuschätzen. Die südländische Allianz wird immer stärker und Deutschland selbst ist isoliert. Wohin dieser Weg führt bleibt abzuwarten, ebenso seine Auswirkungen auf ein gemeinsames und starkes Europa. Das Regierungschaos Italiens wird sich durch den Ankauf weiterer Staatsanleihen nicht mindern, sondern erneut zuspitzen.

Weitere Zinssenkung mit hohem Risiko verbunden
Darlehensnehmer einer Baufinanzierung in Deutschland profitieren weiter von der derzeitigen Entwicklung und investieren aufgrund der Rekordtiefe der Zinsen immer mehr in Immobilien. Den tiefen Zinsen gegenüber steht ein stabiler bis tendenziell steigender Immobilienpreis in den Städten. Noch niedrigere Zinsen würden das Risiko erhöhen und sollten nicht auf der Agenda stehen. Vielmehr sollten Baufinanzierungskunden darauf bauen, Tilgungsraten schnell und in angemessener Höhe zurückzuzahlen und die Baufinanzierung kalkulierbar und überschaubar zu halten. Ob hier längere Laufzeiten oder eine hohe Tilgungsrate fokussiert werden, sollte anhand der Zielstellung potenzieller Bauherren, sowie ihren finanziellen Möglichkeiten vor der Darlehensaufnahme konkret und realisierbar kalkuliert werden. 

Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts