Änderungen bei KfW-Programmen Energieeffizient Bauen und Sanieren 151/152, 153 und Altersgerecht Umbauen 159 sowie Baukindergeld 424

KfW Förderprogramme

Die KfW-Bank nimmt zum 1. Juni 2016 einige Änderungen beim Wohneigentumsprogrammen vor. Sie verringert die Bereitstellungsprovision in allen entsprechenden KfW-Programmen von 3 Prozent auf 1,8 Prozent pro Jahr (dies entspricht 0,15 Prozent pro Monat). Diese Änderung gilt für wohnwirtschaftliche Kreditanträge, die ab dem 01.06.2019 bei der KfW-Bank eingehen (Vertragsdatum ab 01.06.2019).

Weiterhin gibt es in den folgenden KfW-Förderprogrammen Änderungen:

  • Energieeffizient Bauen und Sanieren 151/152; 153
    Verlängerung der bereitstellungsprovisionsfreien Zeit von 6 auf 12 Monate ab 01.06.2019. Für nicht abgerufene Kreditbeträge wird also erst 12 Monate nach dem Zusagedatum der KfW-Bank eine Bereitstellungsprovision berechnet. Diese Regelung gilt für Kreditanträge, die ab dem 01.06.2019 bei der KfW-Bank eingehen.
  • Altersgerecht Umbauen – Kredit (159)
    Anpassungen in den Merkblattformulierungen, technische Mindestanforderungen und förderfähige Maßnahmen ab 01.06.2019. Die Maßnahmen sind ausschließlich durch Fachunternehmen durchzuführen. Materialkosten bei Eigenleistung werden nicht mehr anerkannt. Die Anforderungen zum Einbruchschutz werden analog zu den Merkblattbedingungen Zuschuss (455-E) angeglichen. Baugebundene Assistenzsysteme wie z. B. Bewegungsmelder sind nur noch als Maßnahme zur Barrierereduzierung im Förderbaustein 6 – Orientierung, Kommunikation und Unterstützung im Alltag – förderfähig. Die KfW-Bank fördert nun auch barrierereduzierende oder einbruchhemmende Maßnahmen für die Wohnflächenteilung durch Grundrissänderung in einem bestehenden Wohngebäude, sofern dadurch eine neue Wohneinheit entsteht.
  • Baukindergeld (424)
    Seit dem 17.05.2019 ist für das Baukindergeld (424) ein neues Merkblatt gültig. Die Änderungen betreffen die Frist zur Antragstellung sowie Präzisierungen zur Antragsberechtigung und den Fördervoraussetzungen. Weiterführende Informationen und Details finden Sie unter www.kfw.de/baukindergeld.

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Quelle: KfW-Bank

Zinskommentar Juni 2019 – Bauzinsen erreichen durch Notenbankpolitik neue Tiefststände

baufinanzierung marktlage

Die Wirtschaftsmeldungen haben sich in diesem Jahr verdüstert, was zur Folge hat, dass die Konjunkturprognosen nach unten korrigiert werden. Dazu kommt, dass sich die Inflation im Mai von der EZB-Zielmarkte von 2 Prozent wieder deutlich entfernt hat. Weiterhin bleiben auch die hohen Verschuldungsquoten und mangelnden Reformstände vieler Länder in der Europäischen Union (EU) bedenklich. Die Europäische Zentralbank (EZB) selbst kann wirtschaftliche Probleme einzelner EU-Staaten nicht dauerhaft lösen, sondern nur Zeit „erkaufen“. Mit der lockeren Geldpolitik der letzten Jahre hat die Europäische Zentralbank (EZB) nur dafür gesorgt, dass die nationalen Regierungen in der Europäischen Union (EU) Zeit haben, ihre Wettbewerbsfähigkeit mit strukturellen Reformen zu verbessern. Die wenigsten Regierungen haben leider das geldpolitische Umfeld in den letzten Jahren konsequent genutzt.

Niedrigzinsen und Reformstau werden jetzt zum Problem
In Europa liegt der Leitzins bei null Prozent und der Einlagezinssatz für die Banken sogar bei minus 0,4 Prozent. Das von der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführte billionenschwere Anleihekaufprogramm zur Ankurbelung der Wirtschaft wurde im Herbst 2018 erst eingestellt. Deshalb sind die Optionen für eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik begrenzt. Die EZB-Führung hat deshalb in ihrer letzten Sitzung auf die wirtschaftliche Entwicklung reagiert und zunächst mit einer Anpassung ihrer „Forward Guidance“ Maßnahmen eingeleitet. Dies bedeutet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins bis mindestens Mitte des Jahres 2020 nicht anhebt. Weiterhin wurden von den Währungshütern die Konditionen der ab September 2019 geplanten Langfristkredite für Banken (Targeted Longer-Term Refinancing Operations, kurz TLTRO) festgelegt. Diese Langfristkredite sollen die Kreditvergabe der Banken ankurbeln und werden bereits zum dritten Mal seit der Finanzkrise eingesetzt. Allerdings werden sie dieses Mal weniger lukrativ ausfallen als zuvor.

Zinsentwicklung über die fünf letzten Jahre

Auf dem EZB-Notenbankforum in Portugal legte Mario Draghi noch einmal nach und stellte weitere geldpolitische Maßnahmen, beispielsweise durch eine erneute Senkung des Leitzinses oder eine Neuauflage der Anleihekäufe in Aussicht. In der medialen Diskussion über die geeigneten Maßnahmen werden vermutlich auch radikalere Mittel wie das sogenannte „Helikoptergeld“ wieder diskutiert werden. Spätestens wenn die Inflation wieder in Richtung „0“ zu gehen droht, wird das Thema spruchreif sein.

Auch die Fed hat nun wieder Leitzinssenkung im Gespräch
Da sich in den USA die Konjunktur derzeit auch eintrübt, die Inflation sich ab schwächt und die jüngsten Arbeitsmarktdaten hinter den Erwartungen zurück geblieben sind, ist bei der Federal Reserve System (Fed) nicht nur eine Aussetzung der Zinserhöhungen, sondern auch wieder eine Zinssenkung auf die Tagesordnung gerückt. Allerdings hat die amerikanische Notenbank Federal Reserve System (Fed) gegenüber der Europäischen Zentralbank (EZB) mit den Zinsanhebungen im vergangenen Jahr deutlich mehr Spielraum verschafft, um nun wieder gegenzusteuern. Der Leitzins blieb zwar auf der letzten Sitzung vorerst unangetastet, doch die Zukunftsprognosen der Fed klingen weniger optimistisch und signalisieren damit eine zukünftig lockerere Geldpolitik.

Für die amerikanische Wirtschaft ist und bleibt der Handelskonflikt mit China der größte Unsicherheitsfaktor. Deshalb hängen zinspolitische Entscheidungen auch von der weiteren Entwicklung des Zollstreits ab. Da wegen der US-Wahl Ende 2020 für Donald Trump und seiner angestrebten Wiederwahl Erfolge wichtig sind, ist damit zu rechnen, dass er sich weiter als „Deal-Maker“ profilieren wird. Es wird sein Ziel sein den Handelskonflikt mit einem guten Deal abzuschließen, um Pluspunkte bei seinen Anhängern und auch Unstimmigen im Wahlkampf feiern zu können. Bis dahin ist damit zu rechnen, dass er die Konflikte weiter am Köcheln hält. Da dies weiter auf der konjunkturellen Entwicklung lasten wird und kann mit einen oder sogar mehreren kleinen Zinssenkungen der Federal Reserve System (Fed) im zweiten Halbjahr 2019 gerechnet werden. Zumindest wird Donald Trump weiterhin den Druck auf die Fed aufrecht halten und diese notfalls für konjunkturelle Probleme verantwortlich machen.

Bei den Bauzinsen wieder neue Niedrigzinsrekorde und negative Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe
Die zehnjährige Bundesanleihe brach am 18. Juni 2019 erneut einen historischen Rekord: Die Negativrendite liegt nun bei -0,3 Prozent und es ist aktuell noch kein Ende des Sinkflugs in Sichtweite. Wenn von der Europäischen Zentralbank (EZB) konkrete Signale für eine Leitzinssenkung oder eine Wiederaufnahme des Anleihekaufprogramms gesendet werden, wird die Rendite der Bundesanleihe weiter unter Druck kommen. Auch die zehnjährigen Bauzinsen, die sich an der Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe orientieren, erreichten Ende Mai 2019 zum zweiten Mal in der Geschichte das Rekordtief von 0,68 Prozent.

Unter Zinsexperten wird erwartet, dass auch im zweiten Halbjahr 2019 von anhaltend niedrigen Bauzinsen ausgegangen werden kann. Den die Liste der ungelösten Probleme ist lang: die anhaltende Konjunkturschwäche, eine niedrige Inflation, Handelskonflikte, Verschuldungsquoten, der Brexit und andere geopolitische Risiken. Und all diese Herausforderungen sind ja in den letzten Monaten nicht kleiner geworden und dürften uns somit noch einige Zeit beschäftigen.

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Tendenz der Baufinanzierungszinsentwicklung:
kurzfristig: fallend
mittelfristig: schwankend seitwärts
langfristig: steigend

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Was den Deutschen beim Immobilienerwerb wichtig ist

Haus

Die gängigste Antwort auf die Frage, worauf es beim Hauskauf ankommt, ist immer noch „Lage, Lage, Lage“. Denn je besser die Lage ist, umso wertbeständiger ist die Immobilie. Die jährliche repräsentative Umfrage der Interhyp ist der Sache auf den Grund gegangen: Was genau ist den Deutschen etwa in Bezug auf die Lage wichtig? Und wo würden sie rund um ihren Wohntraum Abstriche machen? Im folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst.

Die Deutschen haben genaue Vorstellungen von ihrer Immobilie
Die Interhyp vermisst regelmäßig das Baufinanzierungs-Deutschland. Im Folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse der repräsentativen „Wohntraumstudie“ mit 2.100 Teilnehmern aufgegriffen. So bekommt man ein genaues Bild von den derzeitigen Trends beim Immobilienerwerb. Es wird beispielsweise deutlich, dass die Mehrheit der Deutschen eine klare Vorstellung davon hat, was für sie beim Erwerb einer Immobilie von Bedeutung ist. Dabei spielen die Lage und das Umfeld eine entscheidende Rolle. Denn fast sämtliche Befragten – nämlich 99 Prozent – haben demnach bestätigt, dass allgemein eine gute Lage sowie Behaglichkeit die wichtigsten Kriterien für die Wohnortwahl sind.

Immobilienträume der Deutschen

Die folgenden fünf Aspekte sind dabei für die Befragten von besonderer Bedeutsamkeit: 96 Prozent wünschen sich Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Einen schönen Blick aus dem Fenster und die Nähe zur Natur spielen für 94 Prozent eine entscheidende Rolle. Für 91 Prozent der Teilnehmer ist eine gute Nachbarschaft von Belang. Darüber hinaus legen neun von zehn Teilnehmer Wert auf Ärzte und Apotheken in ihrer Nähe. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr hat ebenfalls einen hohen Stellenwert und ist für 84 Prozent der Teilnehmer relevant.

Je nach Lebensphase variieren erwartungsgemäß die Einschätzungen zu den einzelnen Kriterien. So ist die kurze Fahrtzeit zur Arbeit für 90 Prozent der Berufstätigen sehr wichtig. Im Gesamtdurchschnitt ist dies allerdings nur für 63 Prozent der Befragten wichtig. In Haushalten mit Kindern wünschen sich – ebenfalls wenig überraschend – 82 Prozent der Teilnehmer Schulen und Betreuungseinrichtungen in der Nähe, im Mittel trifft das aber nur auf 40 Prozent zu.

Bei der Ausstattung besteht eine Kompromissbereitschaft
Die Deutschen sind in Bezug auf die Ausstattung letztlich eher pragmatisch eingestellt. Dabei sind kostspielige Extras wie eine Sauna oder ein Whirlpool weniger gefragt. Dagegen kommen eine Fußbodenheizung (57 Prozent) und ein Kamin (50 Prozent) für etwa jeden Zweiten als Sonderausstattung in Frage. Weit oben auf der Wunschliste stehen hingegen eine Einbauküche (78 Prozent), ein Garten (73 Prozent) und ein Balkon (67 Prozent). In diesem Zusammenhang ist es interessant, bei welchen Punkten die Deutschen in ihren Wünschen flexibel sind. So würden 63 Prozent der Teilnehmer bei der Wertigkeit der Ausstattung einen Kompromiss eingehen und bei der Größe bzw. Wohnfläche sind es immerhin 62 Prozent. Für knapp zwei Drittel der Befragten ist auch die Raumaufteilung nicht in Stein gemeißelt (68 Prozent). Beim baulichen Zustand würden hingegen nur 42 Prozent Abstriche machen. Auch der Aspekt der Altersvorsorge beim Immobilienerwerb ist wiederum für die meisten nicht verhandelbar: Nur 35 Prozent würden hier Kompromisse eingehen.

Kompromisse beim Immobilienerwerb

Bezüglich des Wohnorts fällt auf, dass die meisten an Bekanntem fest halten. Knapp zwei Drittel (69 Prozent) der Befragten einer kleinen bzw. mittleren Stadt leben genau in dieser am liebsten, für die Befragten auf dem Land bzw. in einem Dorf ist der Wert fast identisch. Etwas anders verhält es sich mit den Großstädtern, den nur die Hälfte von ihnen möchte dort wohnen bleiben. Wer seine Wünsche und Bedürfnisse kennt, tut sich leichter damit, die passende Finanzierung auszuloten. Scheuen Sie sich deshalb also nicht, ihren Wohntraum mit dem Baufinanzierungsberater auszuarbeiten. So können Sie vielleicht auch gemeinsam Lösungsansätze entwickeln, falls der Wunsch nicht eins zu eins in die Realität umgesetzt werden kann.

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Zinskommentar Mai 2019 – Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) steigt und die Bauzinsen bewegen sich in Richtung historischer Tiefstände

baufinanzierung marktlage

In den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurde vom 23. bis 26. Mai 2019 gewählt, wieder erwarten inklusive Großbritannien, die ursprünglich am 29. März 2019 bereits aus der EU ausgetreten sein wollten. Die britische Premierministerin Theresa May hatte bis zuletzt versucht, die Wahlteilnahme zu verhindern, allerdings ohne Erfolg. Die Briten mussten im Eiltempo nicht nur die Wahl selbst, sondern auch den Wahlkampf organisieren. Wie sich bereits in den Umfragen abzeichnete, wurden die regierenden Tories als auch die Oppositionspartei Labour für das Brexit-Chaos von den Briten abgestraft. Stattdessen konnte die neu gegründete Brexit-Partei von Austritts-Vorkämpfer Nigel Farage stärkste Kraft werden.

Damit ziehen zahlreiche erbitterte EU-Gegner zumindest vorübergehend ins EU-Parlament ein. So können diese bis zum Austritt wichtige Entscheidungen, etwa über den Haushalt oder die Wahl der neuen EU-Kommission, blockieren und die EU damit lähmen. Auch in anderen Mitgliedstaaten haben sich die Vorhersagen bestätigt, die ein Erstarken der rechten und europakritischen Parteien prognostizierten. Die rechtspopulistischen Parteien haben insgesamt zulegt, wobei der Zuwachs für die Finanzmärkte allerdings zu verkraften ist. Die Finanzmärkte hatten ja bereits einen gewissen Zulauf der rechtsextremen Parteien eingepreist und der Zuwachs reicht nicht aus, dass wichtige Positionen mit Populisten besetzt werden.

EZB-Inflationsziel weiter weit weg und Statistisches Bundesamt überrascht mit positiven Wirtschaftsdaten
Die Kerninflation stieg im Euroraum im April zwar leicht von 1,0 Prozent im März auf 1,3 Prozent an, gleichzeitig wurde allerdings von der EU-Kommission die Wirtschaftswachstumsprognose in der EU erneut nach unten korrigiert. Es ist nicht abzusehen, dass die positive Entwicklung der Inflation anhält und sich die Kerninflation in diesem Jahr nachhaltig in Richtung der angestrebten zwei Prozent oder gar darüber bewegen wird. Denn selbst die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet keine Konsolidierung der Inflation und behält deshalb die expansive Geldpolitik zur Unterstützung der Wirtschaft bis auf weiteres bei. Aktuell beraten die europäischen Notenbänker darüber, welche geldpolitischen Maßnahmen zur Verfügung stehen, um die Banken von den Folgen der jahrelangen Niedrigzinspolitik zu entlasten.

Zinsentwicklung über die fünf letzten Jahre

In Deutschland stagnierte im vierten Quartal 2018 das Wachstum des BIP, ging im dritten Quartal 2018 sogar um 0,2 Prozent zurück. Deshalb waren für das erste Quartal 2019 die Erwartungen eher weniger positiv. Nun hat das Statistische Bundesamt mit erfreulichen Zahlen überrascht, denn die deutsche Wirtschaft konnte im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent zulegen. Vor allem die boomende Baubranche und konsumfreudige Verbraucher waren für das Wachstum verantwortlich. Allerdings sollte das positive erste Quartal nicht darüber hinwegtäuschen, dass insgesamt für das Jahr 2019 eher mit einem schwachen Jahr für Deutschland gerechnet wird. Denn Deutschland ist nach wie vor stark vom Export abhängig und deshalb wirkt sich die erneute Eskalation des Handelskonfliktes zwischen den USA und China sowie mögliche US-Strafzölle auf europäische Fahrzeuge besonders negativ aus. Hinzu kommt, dass die für Deutschland wichtige Automobilindustrie vor zahlreichen Herausforderungen steht und einen fundamentalen Wandel zu anderen Antriebstechniken und neuen Mobilitätskonzepten gestalten muss. Allerdings klemmt es nicht nur bei den deutschen Unternehmen, sondern auch bei der Bundesregierung. Denn die Ambitionslosigkeit und der Reformstau dieser und der letzten Bundesregierung führen immer mehr zu Standortnachteilen für Unternehmen. Auch fehlt es an wichtigen Zukunftsinvestitionen in Bildung, Infrastruktur oder Wohnen und die deutsche digitale Infrastruktur ist im Vergleich zu anderen Industrienationen nicht mehr konkurrenzfähig.

Im Handelskonflikt zwischen den USA und China verschärft sich die Lage wieder
Auf dem G20-Gipfel im Dezember 2018 in Argentinien trafen sich der chinesische Staatschef Xi Jingping und US-Präsident Donald Trump und einigten sich auf eine Art Waffenstillstand. Seither kamen immer wieder vorsichtige Hoffnungen auf eine Entspannung des Zollstreites auf. Jedoch haben die vergangenen Tage das Gegenteil aufgezeigt: Der Handelskonflikt wird von beiden Seiten weiter geschürt und droht zu eskalieren. Die USA haben die Einfuhrgebühren für chinesische Produkte im Wert von 200 Milliarden Dollar von zehn auf 25 Prozent angehoben. In einem weiteren Schritt könnten die Zölle sogar auf alle Importe aus China ausgeweitet werden. China reagierte prompt und kündigte zusätzliche Zollabgaben auf amerikanische Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar ab Juni an. Trotz der Handelsstreitigkeiten entwickelte sich auch das US-amerikanische BIP im ersten Quartal überraschend positiv. Man darf allerdings nicht Vergessen, dass das Wachstum immer noch zu einem großen Teil auf die massiven Steuersenkungen von Donald Trump zurückzuführen ist. Bei einer Ausweitung des Handelskonfliktes mit China, kann man davon ausgehen, dass sich die US-Konjunktur ebenfalls eintrüben wird. Da dieses Szenario gerade wieder wahrscheinlicher ist, kann man von der amerikanische Notenbank weiterhin den Beobachtungsmodus erwarten. In der letzten Sitzung Ende April ist der Leitzins von der Federal Reserve System (Fed) vorerst unangetastet geblieben.

Die Bauzinsen nähern sich weiter dem bisherigen Allzeittief an
Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe war Anfang Mai 2019 für wenige Tage wieder in einem leicht positiven Bereich. Allerdings erreichte sie am 14. Mai mit -0,06 Prozent wieder einen weiteren Tiefstand. Der Bauzinssatz für ein 10-jähriges Hypothekendarlehen orientiert sich an der Rendite der Bundesanleihe und bewegt sich daher ebenfalls weiter bergab: 0,78 Prozent markieren einen erneuten Tiefststand und die Bauzinsen nähern sich damit ihrem Allzeittief von 0,68 Prozent aus dem Oktober 2016 an. Bereits seit Februar 2019 liegt der Top-Zins für eine zehnjährige Festschreibungszeit konstant unterhalb der 1-Prozent-Marke. Eine Lösung des Handelskonfliktes oder der Brexit-Frage ist aktuell nicht in Sicht ist. Diese und weitere Unsicherheiten, wie die Verschuldung Italiens und der Ausgang der vergangenen Europawahl, dämpfen die Konjunktur und die Inflation. Deshalb kann für das Jahr 2019 weiter mit niedrigen Bauzinsen gerechnet werden und auch ein stärkeres Aufwärtspotenzial ist nicht in Sicht.

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Sonderregeln bei den Aufbewahrungsfristen von Belegen für Immobilieneigentümer

Baumängel

Für Privatpersonen stellt sich gerade zum Jahresanfang immer wieder die Frage nach Aufbewahrungsfristen für Belege bzw. Rechnungen: Welche Belege können weggeworfen werden und für welche hat man Aufbewahrungspflichten zu beachten? Die Aufbewahrungsfristen sind vor allem wichtig wegen der Verjährung. Unter Verjährung versteht man, dass ein Rechtsanspruch nicht mehr durchgesetzt werden kann. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre und beginnt zum Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Das bedeutet, das Ende 2019 somit Ansprüche verjährt sind, die im Jahr 2016 entstanden sind. Anders ausgedrückt heißt dies, dass die Belege dazu im Jahr 2020 vernichtet werden können. Denn wegen der regelmäßigen Verjährung können keine Ansprüche mehr durchsetzt werden.

Rechnungen können in der Regel nach maximal vier Jahren entsorgt werden
Allerdings muss man ein paar gesetzliche und versicherungstechnische Sonderfälle beachten.

  • Kontoauszüge: Bei den Kontoauszügen und anderen Bankbelegen gibt es für Privatpersonen, anders als für Unternehmen, nur in Ausnahmefällen eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht. So besteht bei Einkünften von mehr als 500.000 Euro im Jahr eine besondere Aufbewahrungsfrist für Kontoauszüge von sechs Jahren. Dazu hat im Jahr 2006 das Bundesfinanzministerium den Finanzämtern eine klare Anweisung erteilt (IVA7 – S 0317 – 4/05): Wenn ein Steuerpflichtiger einen Kontoauszug vorlegt, den eine Bank im unveränderbaren PDF-Format erstellt hat, gilt die Nachweispflicht als erfüllt.

Steuererklärung digital erledigen

  • Kassenbeleg bei Privatkauf: Beim Kauf von Verbrauchsgütern, wie Möbel, Kameras oder TV-Geräten, beträgt die Gewährleistungsfrist zwei Jahre ab der Übergabe an den Verbraucher. Für den Fall eines Mangels benötigt man zur Reklamation einen geeigneten Nachweis darüber, wann und wo die Ware gekauft wurde, was am besten mit dem Kassenbon möglich ist. Deshalb müssen in diesem Fall die Belege mindestens für zwei Jahre aufbewahrt werden. Ist der Hausratgegenstand innerhalb einer Hausratversicherung abgedeckt, dann sollten die Belege über die gesamte Gebrauchsdauer aufbewahrt werden. Dies kann elektronisch als Bild oder eingescannt erfolgen, um bei Bedarf Nachweise vorlegen zu können.
  • Handwerkerrechnung: Bei Handwerkerrechnungen greift die allgemeine Verjährungsfrist, die eine Aufbewahrung von mindestens drei Jahre vorgibt. Für Handwerkerrechnungen, die Leistungen beinhalten, welche mit dem Bauwerk verbunden sind, gilt für Immobilieneigentümer eine Aufbewahrungsfrist von fünf Jahren. Denn bei Bauwerken gilt eine gesetzlich vorgeschriebene fünfjährige Verjährungsfrist. Für alle anderen Handwerkerrechnungen sind die Zahlungsbelege oder andere beweiskräftige Unterlagen zwei Jahre lang aufzubewahren. Vertragspolicen von laufenden Versicherungen, beispielsweise für den Hausrat oder das Wohngebäude, sind dauerhaft aufzubewahren. Hierbei ist es wichtig, dass der Versicherungsschein, die Versicherungsbedingungen und alle Nachträge aufzubewahren sind.

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Baugeldkonditionen profitieren von der anhaltenden Nullzinspolitik der EZB

Europäische Zentralbank

Die Europäische Zentralbank (EZB) und auch die US-Notenbank Federal Reserve System (Fed) haben zuletzt klare Signale gesendet, dass für dieses Jahr keine Leitzinsanhebungen mehr geplant sind. Welche Bedeutung hat dies für die Bauzinsen und die Immobilienpreise? Wie beeinflusst die aktuelle Zinssituation die Finanzierungsstrategie von Bauherren, Immobilienkäufern und derzeitige Anschlussfinanzierer? Hier ein Überblick inklusive Finanzierungstipps.

Welche Zinspolitik verfolgt die EZB derzeit?
Der EZB-Leitzins für die kurzfristige Liquiditätsversorgung der Banken liegt nach wie vor bei null Prozent und dies wird sich voraussichtlich auch nicht so schnell ändern. Die Europäische Zentralbank (EZB) erklärte vor kurzem, dass sie bis mindestens Ende dieses Jahres nicht vor hat, eine Zinserhöhung vorzunehmen. Außerdem ließ sie durchblicken, dass sie diesen Kurs gegebenenfalls erneut verlängern könnte. Ob die Leitzinsen im kommenden Jahr angehoben werden, hängt hauptsächlich von der konjunkturellen Entwicklung ab. Je schwächer die Konjunktur, umso unwahrscheinlicher ist es, dass die Zentralbank mit einer Zinsanhebung kreditfinanzierte Investitions- und Konsumaktivitäten verteuert und damit die Wirtschaft möglicherweise bremst. Derzeit sehen die EZB-Volkswirte die wirtschaftliche Entwicklung in Europa eher skeptisch und rechnen etwa bei der Inflation auch künftig mit einem Wert unterhalb der gewünschten Zielmarke von zwei Prozent.

Entwicklung Leitzins, 10-jährige Bundesanleihe und Inflation der letzten 12 Jahre

Wie beeinflussen die Niedrigzinsen die Immobilienpreise und Mieten?
Die Zinsen für Geldanlagen verharren parallel zu den Leitzinsen sowie den Marktzinsen für Baudarlehen auf einem historisch niedrigem Niveau. Das sorgt einerseits dafür, dass für viele Menschen der Traum vom eigenen Zuhause in greifbare Nähe rückt. Andererseits fördert der vergleichsweise günstige kreditfinanzierte Eigenheimerwerb die Nachfrage, da es an rentablen Alternativen fehlen. In vielen Großstädten und Ballungszentren, wo auch aufgrund von anhaltendem Zuzug und zu wenig Bauland Wohnraum fehlt, wirkt sich das wiederum auf die Immobilienpreise und Mieten aus. Aus einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung geht hervor, dass allein in Berlin mehr als 300.000 Wohnungen fehlen, in den Großstädten beziffert die Studie den Wohnungsmangel auf rund zwei Millionen Einheiten. So lange diese Lücke klafft, ist mit einer Entspannung am Wohnungsmarkt kaum zu rechnen. Mehrere Umfragen und Analysen gehen in absehbarer Zeit weiter von teils stark steigenden Preisen in begehrten Lagen aus. Allerdings sollten Immobilienfinanzierer ihre Planung jedoch nicht von einer prognostizierten Preisentwicklung abhängig machen. Entscheidend ist vielmehr, dass sie die Finanzierung langfristig tragen können.

Welche Zinsentwicklung prognostizieren die Experten?
Da die Konjunktur lahmt und die Prognosen eher düster sind, halten Analysten deshalb einen kurz- und mittelfristigen Zinsanstieg in der Mehrheit für wenig wahrscheinlich. Laut des aktuellen Interhyp-Bauzins-Trendbarometers, das auf der Befragung von Zinsexperten von Bankenpartnern basiert, geht die überwiegende Mehrheit von kurzfristig gleichbleibenden Zinsen aus. Auf Sicht von einem Jahr rechnet gut die Hälfte mit einem leichten Anstieg der Bauzinsen. Die übrigen Marktbeobachter prognostizieren wiederum gleichbleibende oder sogar leicht rückläufige Finanzierungszinsen.

Bauzinsentwicklung über die fünf 12 Jahre

Welche Auswirkungen hat das Niedrigzinsumfeld auf die Finanzierungsstrategie?
Deshalb dürfte es sich für viele Bauherren und Anschlussfinanzierer lohnen, angesichts des Niedrigzinsniveaus die Zinsen langfristig festzuschreiben. Angst das man sich zu lange bindet, muss man in der Regel nicht haben. Denn wenn nach der vollständigen Darlehensauszahlung mindestens 10 Jahre vergangen sind, können Kreditnehmer gemäß § 489 BGB den Vertrag mit einer Frist von sechs Monaten kündigen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen. Sondertilgungskontingente sowie die Möglichkeit, die Tilgung zu verändern bieten zusätzliche Flexibilität. Für wen eine absolute Planungssicherheit wichtig ist, der sollte ein Volltilgerdarlehen als eine Option mit berücksichtigen. Volltilgerdarlehen sind derzeit so günstig wie schon lange nicht mehr.

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Zinskommentar April 2019 – Für Europa wird es bei der aktuellen Wirtschaftslage ungemütlich

baufinanzierung marktlage

In Europa jagt seit Monaten eine negative Wirtschaftsmeldung die nächste. Weltweit kühlt die Konjunktur ab, die europäischen Inflationsraten sinken wieder und die deutschen Exporte brechen ein. Anfang April 2019 tagte der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank. IWF-Chefin Christine Lagarde teilte bereits im Vorfeld mit, dass sich die Weltwirtschaft in einer heiklen Lage befände und warnte vor verschlechterten Wachstumsbedingungen. Deshalb stellen sich Angesichts der zahlreichen schlechten Nachrichten aktuell nicht nur Finanzexperten die Frage: Wie schlimm wird es eigentlich? Es ist klar, dass es um das derzeitige Wirtschaftswachstum nicht gut bestellt ist. Blickt man jedoch etwas mehr in die Zukunft, so sehen die Prognosen für 2020 bei weitem nicht so düster aus. Obwohl langfristige Tendenzen deutlich unsicherer als kurz- und mittelfristige Vorhersagen sind, können sich viele der aktuellen Unsicherheitsfaktoren, wie etwa der Handelsstreit oder der Brexit, bis zum kommenden Jahr aufgelöst haben. Bis dahin kann es allerdings auf den Finanzmärkten durchaus noch einmal ungemütlich werden. Vor allem ein ungeregelter Brexit würde die europäische Wirtschaft massiv belasten.

Mario Draghi warnt auf der letzten EZB-Sitzung vor Risiken und entlastet Banken
Auf seiner März-Sitzung passte die Europäische Zentralbank (EZB) bereits den geldpolitischen Ausblick an und entschied, dass der Leitzins bis mindestens 2020 bei 0 Prozent bleibt. An diesem Ausblick gab es auch in der aktuellen Sitzung keine Änderung. Experten gehen davon aus, dass die Normalisierung der Geldpolitik sogar noch länger auf sich warten lassen könnte. Aufgrund der zahlreichen Unsicherheitsfaktoren sind kurz- und mittelfristig keine nachhaltigen positiven Impulse für die Wirtschaft zu erwarten. Auch die Kerninflation im Euroraum ist im März 2019 wieder auf 1 Prozent gesunken und hat sich damit deutlich von der 2-Prozent-Zielmarke der EZB entfernt. Hinzu kommt, dass das vermutlich anhaltende Brexit-Chaos oder ein ungeregelter Austritt das Wirtschaftswachstum sogar noch weiter ausbremsen könnte. Deshalb ist wohl ein erster Zinsschritt nicht vor Mitte 2020 zu erwarten und ein Ende der niedrigen Zinsen ist damit nicht in Sichtweite. Dies sorgt bei privaten Anlegern und auch den Banken Unbehagen aus, denn der Einlagezins liegt seit 2014 weiter bei -0,4 Prozent. Die Folge ist, dass europäische Banken einen Strafzins zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Mario Draghi kündigte auf der letzten Sitzung jedoch an, dass sich die EZB die Nebenwirkungen des Strafzinses näher ansehen und über mögliche Entlastungen beraten wird.

Zinsentwicklung über die fünf letzten Jahre

Dem Sorgenkind Italien droht eine Rezession
Die Probleme Italiens sind in der öffentlichen Debatte über das Brexit-Chaos in den Hintergrund gerückt. Es wurde kaum wahrgenommen, dass sich die wirtschaftliche Lage in Italien zwischenzeitlich weiter verschärft hat: Eine gestiegene Arbeitslosigkeit, die Binnennachfrage und der Export schwächeln und die OECD prognostiziert für 2019 sogar ein Rezessionsjahr. Auch die weiterhin erhebliche Staatsverschuldung von mehr als 130 Prozent des BIP und die gleichzeitig steigenden Staatsausgaben der rechtspopulistischen Regierung sorgen für dunkle Wolken am Himmel. Das mühsam mit der EU verhandelte Defizitziel wird Italien mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich verfehlen. Eine Gefahr einer Schuldenkrise wegen der negativen Wirtschaftsdaten sehen Experten allerdings nicht. Denn die EZB wird die Zinsen niedrig halten, so dass sich Italien weiterhin extrem günstig refinanzieren kann. Und auch wenn sich die wirtschaftliche Situation trotzdem deutlich verschlechtern würde, so haben die europäischen Währungshüter noch die Option, durch weitere Ankäufe italienischer Anleihen das Land zu unterstützen.

Die Nachfolge von Mario Draghi ist weiter offen – Jens Weidmanns Chancen steigen wieder
Die EZB-Präsidentschaft von Mario Draghi endet in einem halben Jahr und wer seine Nachfolge antritt, ist noch völlig unklar. Derzeit deutet vieles darauf hin, dass die Chancen als Nachfolger für Bundesbank-Chef Jens Weidmann wieder steigen, denn das Amt des EU-Kommissionspräsidenten wird auch in diesem Jahr neu besetzt. Emmanuel Macron brachte für diese Position jüngst den Chefunterhändler der EU für den Brexit Michel Barnier und die derzeitige IWF-Chefin Christine Lagarde ins Gespräch. Beide sind deutlich profilierter als der deutsche Kandidat Manfred Weber. Sollte es dadurch zu einem französischen Kommissionspräsidenten kommen, könnte dies im Gegenzug bedeuten, dass Frankreich nicht nur keinen Anspruch auf die Draghi-Nachfolge erhebt, sondern quasi als Gegenleistung für Webers ‚Verzicht‘ möglicherweise einen deutschen Kandidaten für die EZB-Präsidentschaft unterstützen würde. Denn selbst die bisherige Kritik der südeuropäischen Staaten am geldpolitischen „Falken“ Jens Weidmann legt sich langsam.

Bauzinsen bleiben weiter im Keller
Da die Anleger aktuell verunsichert sind und einen Wirtschaftsabschwung fürchten, ist in den letzten Wochen zunehmend in die als sicher geltende zehnjährige Bundesanleihe investiert worden. Dadurch ist die Rendite der Anleihe im März zeitweise wieder in den negativen Bereich gefallen. Damit kann man sagen, dass die Anleger dafür zahlen, dem deutschen Staat Geld leihen zu dürfen. Der Top-Zinssatz bei den 10-jährigen Hypothekendarlehen bewegt sich weiter bergab und hat mit 0,79 Prozent Ende März einen erneuten Tiefststand erreicht. Und es könnte noch weiter bergab gehen. Denn solange die politische Unsicherheit anhält, wird es weder bei der Rendite der Bundesanleihe noch bei den Bauzinsen nachhaltig bergauf gehen. Dazu kommt, dass mit jeder negativen Wirtschaftsmeldung die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Zinsen noch weiter nach unten gehen.

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Frühjahrscheck für das Eigenheim

Hausreinigung

Wenn der Frühling anfängt und das Wetter wieder besser wird, empfiehlt sich für Hauseigentümer ein eingehender Frühjahrscheck für das eigene Haus und vorhandene Nebengebäude. Dies beginnt beim Dach und den Ziegeln, aber auch Dachrinnen, Putz, Fenster, Türen sollten vom Hausbesitzer im Frühjahr überprüft werden. Hierbei sollten Sie klären, welche Arbeiten nötig sind, damit Ihr Haus nicht an Wert verliert. Wichtig ist, wer sein Haus nach dem Winter optimal pflegt, erhält somit auch die Lebensdauer und den Wert.

Durch eine Bestandsaufnahme erst einmal die Mängel auflisten
Ob es ein kalter oder warmer Winter war ist nicht entscheidend. Die durch den Winter hervorgerufenen Mängel sollten nicht auf die lange Bank geschoben werden. Aus kleinen Mängeln können sich schnell große Probleme entwickeln. Wichtig ist, den Zustand des Daches zu prüfen oder ob an der Fassade über den Winter Schäden eingetreten sind. Auch die Dachrinnen oder loser Putz an der Fassade sollten dabei nicht außer Acht gelassen werden, denn an der Fassade lassen sich oft Schimmelpilz oder Algen aufgrund der Winternässe nieder.

Hausbesitzer planen Investitionen ins Eigenheim

Checkliste für die Prüfung:

  • Dach und Fassade: Sind Dachziegel lose oder beschädigt, gibt es Undichtigkeiten in der Dacheindeckung, hat die Fassade Risse oder offene Stellen.
  • Regenrinnen und Fallrohre: Entfernen von Laub und Schutz, Suche nach Frostschäden
  • Solar- und Photovoltaik-Anlagen: Verschmutzungen an den Modulen reinigen, Prüfung der Bauteile
  • Fenster: Prüfung und Wartung der Dichtungen, Abschmieren der Mechanik
  • Holzelemente: Ist das Holz von Fensterläden, Carports oder Balkonen noch intakt oder schon angefault
  • Bäume: Trockene und beschädigte Äste entfernen
  • Gartenbewässerung: Leitungen durchspülen und Rohre, Wasserhähne auf Frostschäden prüfen.
  • Heizung: Die Heizungsanlage einem prüfenden Blick unterziehen, Reparaturen oder Erneuerungen lassen sich am besten in der heizfreien Zeit erledigen
  • Rauchmelder: Sind diese noch funktionstüchtig, sind die Batterien noch ausreichend geladen

Prioritäten richtig setzen – Dach, Fassade und Co. 
Wenn vorhandene Mängel entdeckt werden, sollten Sie für Abarbeitung Prioritäten setzen. Hier gehört vor allen Dingen das Dach. Durch Wind und Wetter können sich Ziegel verschoben haben oder gar gebrochen sein. Derartige Schäden am Dach sollten Sie schnellstens beheben, um ein eventuelles Eindringen von Wasser zu verhindern, denn die Dämmung kann dadurch Schaden nehmen. Auch die Fallrohre sollten auf Frostschäden untersucht und Dachrinnen von Unrat befreit werden. Wenn das Regenwasser aufgrund einer Verstopfung nicht ablaufen kann, dringt dieses in den Putz ein und verursacht dort Schäden. Türen und Fenster gehören ebenfalls mit zum Haus und hier und da zeigt sich oft, dass auch hier der Winter nicht vor halt macht. An den Außentüren kann unter der Anschlagschiene Wasser eingesickert sein und somit unter den Estrich laufen.

Bei einem noch neuen Haus die Garantiephase beachten
Haben Sie Mängel gefunden und wohnen noch nicht lange in Ihrem neuen Haus kann es sein, dass die Gewährleistungspflicht noch nicht abgelaufen ist. In diesem Fall ist die Behebung der Mängel Sache der Firma, die Ihr Haus gebaut hat. Neigt sich die Garantiephase bei einem neuen Haus dem Ende zu, kann man den Check mit einer Schlussbegehung verbinden. Dafür sollte bei der Mängelfeststellung eventuell ein unabhängiger Sachverständiger vor Ort mit sein.

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Immobilienfinanzierung – Sicherheitspuffer für die Bank

Grundbuch

Wenn man eine Immobilie kaufen oder ein Haus bauen möchte, dann ist man in aller Regel auf ein größeres Bankdarlehen angewiesen. Ein Bankdarlehen gibt es aber meist nur für ausreichend Sicherheiten. Bei einer Immobilienfinanzierung ist das wichtigste Mittel für die Besicherung die Grundschuld. Deshalb spielt die Grundschuld bei Darlehen für Häuslebauer oder Häuslekäufer eine wichtige Rolle.

Aber was ist die Grundschuld eigentlich?
Mit einer Grundschuld sichert sich die Bank das Recht zu, eine belastete Immobilie zu verpfänden, wenn das Darlehen trotz der Fälligkeit nicht zurückgezahlt wird. Dadurch gehört die Immobilie allerdings nicht der Bank, wie es im Volksmund heißt. Der Bank wird es lediglich ermöglicht, die Immobilie gegen den Willen des Eigentümers an den Meistbietenden zu versteigern oder die Erträge, wie beispielsweise Mieteinnahmen, für sich zu beanspruchen. Die Höhe der Sicherheit ergibt sich aus der Höhe der Grundschuld, dem sogenannten Nennbetrag und den Grundschuldzinsen. Die Grundschuldzinsen betragen meist 12 bis 18 Prozent. Allerdings hat dieser hohe Zinssatz nichts mit den Darlehenszinsen zu tun, sondern ist vielmehr eine Art Sicherheitspuffer für die finanzierende Bank. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass die abgesicherten Forderungen wegen anfallender Verzugszinsen, Vollstreckungskosten und sonstigen Kosten den ursprünglichen Betrag übersteigen. Die Bank darf aus dem Versteigerungserlös nur das behalten, was tatsächlich aus dem Darlehensverhältnis geschuldet wird.

Ein Zuhause schaffen verbinden viele mit Haus bauen

Häufig sichert sich die Bank auch den Zugriff auf sonstiges Vermögen
Die finanzierende Bank verlangt meist neben der Verpfändung des Grundstücks oftmals auch noch ein persönliches Schuldanerkenntnis des Darlehensnehmers. Die Bank erhält dadurch einen Zugriff auf das sonstige Barvermögen und das Arbeitseinkommen. Dies ist dann ein zusätzliches, von der Grundschuld unabhängiges Sicherungsmittel. Dadurch kann die finanzierende Bank grundsätzlich frei wählen, in welche Vermögensgegenstände eine Vollstreckung vorgenommen wird. Ein fester Bestandteil der Grundschuldurkunde ist auch die „Unterwerfung des Darlehensnehmers unter die sofortige Zwangsvollstreckung, und zwar sowohl hinsichtlich der Grundschuld als auch hinsichtlich des persönlichen Schuldanerkenntnisses“. Die Bank sichert sich damit einen Vollstreckungstitel gegen den Darlehensnehmer und kann die Zwangsvollstreckung einleiten, ohne vorher vor Gericht ziehen und ein Urteil erstreiten zu müssen.

Eine notarielle Beurkundung ist immer zu enpfehlen
Als Darlehensnehmer sollte man auch ein besonderes Augenmerk auf die sogenannte Zweckerklärung richten, welche auch Sicherungsabrede oder Sicherungsvertrag genannt wird. In dieser vertraglichen Vereinbarung wird von der Bank und dem Darlehensnehmer festgelegt, für welche Forderungen die Grundschuldurkunde und das persönliche Schuldanerkenntnis als Sicherheit dienen sollen. Häufig handelt es sich nicht nur um Ansprüche aus dem abgeschlossenen Darlehensvertrag, sondern auch alle weiteren Forderungen, die die Bank jetzt oder zukünftig gegen den Darlehensnehmer hat. Es ist allerdings auch möglich, dass die Zweckerklärung auf das konkrete Darlehensverhältnis beschränkt wird. Eine solche „enge Zweckerklärung“ muss aber vorab mit der Bank verhandelt werden. Mit Blick auf die Grundschuld und insbesondere die Zwangsvollstreckungsunterwerfung empfiehlt sich auf jeden Fall eine notarielle Beurkundung. Denn das Ganze kann gravierende Folgen für den Darlehensnehmer haben, weshalb man sich bestmöglich absichern sollte. Deshalb ist es sinnvoll einen Notar als unabhängigen Berater bei der Beurkundung hinzuziehen. Denn der Notar kann auf die Bedeutung der einzelnen Regelungen und auf die damit verbundenen rechtlichen Konsequenzen hinweisen.

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Zinskommentar März 2019 – Brexit … denn sie wissen nicht was sie tun – Baufinanzierer profitieren davon

baufinanzierung marktlage

Großbritannien sollte eigentlich am 29. März aus der Europäischen Union (EU) austreten. Die britische Politik treibt das Brexit-Chaos weiter auf die Spitze und glänzt mit Entscheidungsunfähigkeit. Bisher hat man es nur geschafft, sowohl gegen den Brexit-Deal als auch gegen den No-Deal-Brexit zustimmen und lediglich eine Verschiebung des Austrittsdatums zu beschließen. Die Fristverlängerung wurde zwar unter Auflagen von den 27 EU-Ländern angenommen, ändert aber an der Sache nichts, dass die britische Politik nicht weiß was sie will und immer mehr auf einen harten Brexit zusteuert.

Brexit-Ausgang weiterhin unsicher

Die Lage für die Europäische Union (EU) ist mittlerweile schwierig: Einerseits kann man den Sinn der Verlängerung in Frage stellen. Denn die britische Politik ist so gespalten, dass es eher an ein Wunder grenzen würde, dass eine Eignung in den kommenden Wochen zustande kommt. Denn der weiterhin größte Streitpunkt ist der sogenannte Backstop, also die Garantie für eine offene Grenze zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland, bis ein Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien geschlossen ist.

Andererseits hätte auch ein ungeregelter Brexit schwerwiegende Folgen für alle Seiten. Denn viele europäische Unternehmen sind auf ein No-Deal-Szenario nicht ausreichend vorbereitet. Auch auf die Europawahl Ende Mai 2019 könnte ein harter Brexit seine Schatten werfen und den Populisten auftrieb verschaffen. Und dann sind da noch die Finanzmärkte die einen harten Brexit am meisten fürchten, da dies zu unabsehbaren Folgen und einer extremen Volatilität mit Abwärtspotenzial sorgen würde. Für aktuelle Baufinanzierer dürften dann in diesem Fall die Bauzinsen neue Tiefstände erreichen. Eine weitere längere Fristverlängerung und neue Verhandlungen mit der EU wären für beide Seiten die sinnvollste Lösung. Dies sorgt zwar weiter für Unsicherheit, der Effekt ist allerdings überschaubar, da sich die Märkte inzwischen darauf eingestellt haben.

Entwicklung Leitzins, 10-jährige Bundesanleihe und Inflation der letzten fünf Jahre

EZB sieht keine Zinserhöhung für 2019 und gibt neue Geldspritzen für Banken
Auch mit dem Frühlingsanfang haben sich die Wirtschaftsaussichten nicht gebessert. So haben die fünf Wirtschaftsweisen in Deutschland gerade die Wachstumsprognose auf 0,8 Prozent halbiert. Auch die europäischen Notenbanker der Europäische Zentralbank (EZB) haben in ihrer Sitzung vom 7. März 2019 auf die schwache Konjunktur reagiert und ihren Zinsausblick angepasst. So bleibt der Leitzins bis zum Jahresende 2019 bei null Prozent und man kann damit rechnen, dass sogar bis mindestens Mitte 2020 der Leitzins auf seinem Rekordtief bleiben könnte. Denn die negativen Einflussfaktoren auf die wirtschaftliche Entwicklung bestehen vorerst weiter und es fehlen positive konjunkturelle Aussichten. Sollten mehrere wichtige europäische Volkswirtschaften in eine Rezession abrutschen, ist es auch denkbar, dass es zu einer Wiederaufnahme der Anleihekäufe kommen kann.

Auch die im Vorfeld bereits diskutierten Pläne zu einer Neuauflage der sogenannten TLTROs, welche im Jahr 2014 erstmals zum Einsatz kamen, wurden in der EZB-Sitzung im März 2019 konkretisiert. Diese sollen verhindern, dass im Zuge einer Konjunkturabkühlung von den Banken Kredite zögerlicher vergeben werden. Im September 2019 wird nun ein neues Programm starten. Die EZB hat mit ihrer derzeitigen Zinspolitik schon massiv zu Marktverzerrungen beigetragen. Allerdings haben zahlreiche Volkswirtschaften in der Euro-Zone die erkaufte Zeit nicht für Strukturreformen genutzt und sich an die „Droge billiges Geld“ gewöhnt. Deshalb wird der Entzug von dieser „Droge“ noch länger auf sich warten lassen.

Auch die Fed stellt für 2019 keine weiteren Zinsschritte in Aussicht und wartet erst einmal ab
Das Wirtschaftswachstum schwächt sich auch in den USA etwas ab und die Inflation ging zuletzt auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren zurück. Deshalb beschlossen die amerikanischen Währungshüter der Federal Reserve System (Fed) in ihrer geldpolitischen Sitzung am 20. März 2019, dass sie den Leitzins im laufenden Jahr 2019 nicht weiter erhöhen werden. Im Gegensatz zur Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich die Federal Reserve System (Fed) durch ihre vergangenen Zinserhöhungen wieder einen Handlungsspielraum verschafft und kann diesen bei Bedarf mittelfristig auch für Zinssenkungen nutzen. Die weitere Entwicklung der amerikanischen Konjunktur und der damit verbundenen Geldpolitik hängt stark vom weiteren Verlauf der Handelskonflikte ab.

Mit den Bauzinsen geht es weiter bergab und sie erreichen neue Tiefstände
Die Unsicherheit mit dem Brexit, sorgt nach wie vor dafür, dass Anlagegelder verstärkt in sichere Anlagen investiert werden. Deshalb ist die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe im März weiter gesunken und lag zwischenzeitlich bei nur noch 0,06 Prozent. Den absoluten historischen Tiefpunkt erreichte sie bisher im Jahr 2016, nach dem Brexit-Referendum am 23. Juni 2016. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe rutschte damals für mehrere Wochen sogar unter die 0-Prozent-Grenze. Der Top-Zinssatz bei den 10-jährigen Hypothekendarlehen bewegt sich weiter unter der Ein-Prozent-Marke und liegt aktuell bei 0,85 Prozent. Nach wie vor ist kein nennenswertes Aufwärtspotential für die Bauzinsen zu erkennen. Durch die Unsicherheiten vom Brexit könnten die Zinsen kurzfristig sogar noch weiter nach unten gedrückt werden.

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Die Forward-Darlehen-Strategie

Tendenz der Baufinanzierungszinsentwicklung:
kurzfristig: fallend
mittelfristig: schwankend seitwärts
langfristig: steigend

Zinsentwicklung über die fünf letzten Jahre

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