Zinskommentar Dezember 2013 – Leitzins bleibt bei 0,25 Prozent und Bauzinsen erhöhen sich

Die Notenbanker befinden sich im Krisen-Modus und verzichten auf eine weitere Senkung der Leitzinsen. Mit 0,25 Prozent ist der Leitzins bereits auf einem historische Tief, sodass eine erneute Lockerung der Geldpolitik derzeit ausgeschlossen scheint. Die anfängliche Sorge zur Investitions- und Konsumbereitschaft hat sich zwar minimiert, doch bleiben die Augen wachsam auf der Inflationsentwicklung der Eurozone haften. Lang andauernde Teuerungsraten sind weiterhin ein Thema, welches durchaus als Risiko betrachtet wird. Die Inflationsprognose für 2014 tendiert weiter nach unten. Auch wenn die Banken derzeit zu einem rekordverdächtig niedrigen Zinssatz Gelder von der EZB beziehen, kommt zu wenig von dieser Liquidität in der Wirtschaft an. In mehreren südeuropäischen Mitgliedsstaaten der EU, herrscht derzeit eine straffe Kreditklemme vor.

Wo führt die Teuerung hin?
Draghi und Co. haben im Dezember nicht gehandelt und sind sich der Abwärtsrisiken durchaus bewusst. Sobald man einen Aufwärtstrend beobachtet, würde man geldpolitisch aktiv werden, so Draghi gegenüber der Politik und Wirtschaft. Derzeit diskutieren Notenbanker über einen Strafzins für Geschäftsbanken, die ihr Geld sicher bei der EZP parken und es nicht in der Wirtschaft einsetzen. Hiermit möchte man der Liquidität nachhelfen, die sich aus der lockeren Geldpolitik ergeben hat und eigentlich für ein steigendes Wirtschaftswachstum gedacht war. Die Refinanzierung verschuldeter Staaten und die Ankurbelung der europäischen Wirtschaft stehen auch im kommenden Jahr im Fokus der Notenbanker. Bisher profitieren Eigenheimer von niedrigen Zinsen und utopisch günstigen Krediten.  Auch wenn sich Hausbauer weiter auf die EZB verlassen können, wird sich die Verzinsung der Finanzierung in Zukunft an einigen weiteren Faktoren orientieren. Die Erholung der Konjunktur hat nicht nur in der Eurozone, sondern auch in den USA einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Zinsen. Steigert sich also die Wirtschaft, wird auch die lockere Geldpolitik zurückgefahren und der Kreditnehmer muss bei einer Baufinanzierung mit höheren Zinsen rechnen.

Jetzt noch bauen lohnt sich
Auch wenn die Kurskorrektur derzeit noch auf sich warten lässt, steht sie bereits in den Startlöchern. Schon im vergangenen Sommer bekamen Baufinanzierer einen kleinen Vorgeschmack auf die Zinserhöhung, die in den Sommermonaten um einen halben Prozentpunkt anstieg. Bisher zeigt sich die Baufinanzierung mit einer Verzinsung von unter 3 Prozent. Die meisten Baufinanzierer präsentieren den Kredit mit 2,6 Prozent für ein zehnjähriges Hypothekendarlehen. Im kommenden Jahr wird sich vor dem Komma wieder eine 3 befinden, sodass die Bauzinsen mit einem sichtbaren Anstieg gezeichnet sind. Wer jetzt noch baut und sich eine fest verzinste Baufinanzierung von unter 3 Prozent sichert, kann in den kommenden 10 Jahren entspannt abwarten und muss sich nicht vor einer Anhebung seiner Verzinsung fürchten. Auch wenn kein Grund zur Panik besteht, müssen Sie mit dem Abschluss einer Baufinanzierung nicht länger als nötig warten und haben jetzt die Chance, die vorhandene Zinsersparnis zu nutzen.

Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Zinsentwicklung über ein Jahr

Zinsentwicklung letzte 12 Monate

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