KfW-Darlehen nun auch vom Versicherer

Seit dem 2. April 2012 können auch Versicherungsunternehmen bei der Baufinanzierung günstige Förderdarlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) anbieten. Bisher war die Inanspruchnahme der KfW-Darlehen nur über Kreditinstitute und Bausparkassen möglich. Erfahren Sie im Folgenden mehr über die neue Förderkreditvermittlung durch Versicherungen.

Baufinanzierungen – ein lohnendes Geschäftsfeld für Versicherungen
Vielen ist nicht bekannt, dass Versicherungsunternehmen schon seit langem ihren Kunden klassische Baufinanzierungen in Form von Hypothekendarlehen anbieten. Für die Versicherer bildet die Vergabe von Baudarlehen eine gutverzinsliche und vergleichsweise sichere Möglichkeit zur Kapitalanlage ihrer Versicherungsgelder. Für die Kreditnehmer kann die Baufinanzierung über eine Versicherungen eine attraktive Alternative oder Ergänzung zur „klassischen“ Baufinanzierung über ein Kreditinstitut darstellen. Vor allem Lebensversicherungen engagieren sich im Baufinanzierungsgeschäft. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) haben sie 2011 6,7 % ihrer Kapitalanlagen oder 50 Mrd. EUR in Form von Hypothekendarlehen vergeben.

KfW-Darlehen – die eigene Baufinanzierung optimieren
Die KfW gewährt Förderdarlehen im Baubereich für ganz unterschiedliche Zwecke, z.B. die energieeffiziente Sanierung von Immobilien oder die Wohnraummodernisierung. Da diese Kredite direkt am Kapitalmarkt refinanziert sind, gelten für sie besonders günstige Konditionen. Bisher war der Gang zur Hausbank notwendig, um in den Genuss dieser günstigen Förderkredite zu kommen, den Versicherungen war die Vermittlung von KfW-Förderdarlehen verschlossen. Dies hat sich jetzt geändert. Seit Anfang April können Versicherungen Finanzierungslösungen „aus einer Hand“ anbieten, die Versicherungsdarlehen und KfW-Förderkredite umfassen. Der bisher umständliche zusätzliche Weg zu einem Kreditinstitut oder einer Bausparkasse entfällt dann. Einige Versicherungen bieten die KfW-Darlehen bereits an. Der GdV rechnet damit, dass sich die Zahl der Versicherungen mit KfW-Förderkrediten im Lauf des Jahres noch deutlich erhöhen wird. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Versicherer, ob er KfW-Darlehen im Angebot hat, und machen Sie so Ihre Baufinanzierung noch günstiger!

Auf http://www.baufi-top.de/index.php/und-sparen.html können Sie sich mit dem Zins-Check Ihre persönlichen Fördermöglichkeiten berechnen. Probieren Sie es einfach aus.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Moin 🙂

    Also ich finde euren Beitrag zu KfW-Darlehen von Versicherungen recht Interessant. Aber wie sieht die Praxis aus?
    Also ich bin zwar kein Experte, aber ich war / bin auch gerade dabei ein Haus zu bauen und habe die KfW Förderung beantragt.
    Ich war zwar bei meiner Hausbank, aber die wollten mir erst von derartigen Darlehen abraten. (Deutsche Bank)

    Alternative Finanzierungen wären besser geeignet etc. Stimmt das, dass die Banken an KfW-Darlehen weniger verdienen? Und Sie deswegen ungern Vermittel? Wie ist mit Versicherungsgesellschaften, die agieren bestimmt ähnlich?

    Und eine kleine Ergänzung 🙂 Man kann genauso gut einen „unabhängigen Finanzberater“ aufsuchen und diesen befragen. Aber ich vertrau eher drauf, als einer Bank. Vor allem jetzt wo die unser Geld verbrennen 🙁

    Können Versicherungen eigentlich alle KfW Programme berechnen? Oder gilt das nur für Baugewerbe?

    Gruß Ivan

    P.S. ich finde eure Seite „www.baufi-top.de“ echt gut gemacht :)))

  2. Ein unabhängiger Finanzberater mag gut sein, aber auch einer, der für ein ganz bestimmtes Unternehmen tätig ist. Zumal dieser viel mehr Fachwissen für den Interessenten liefern kann, da er direkt von dem Unternehmen beauftragt wurde.

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