Nachrüstpflicht für Rauchmelder

Rauchwarnmelder

Rauchmelder sind heute in Neubauten sowie bei vor kurzem umgebauten Altbauten in vielen Bundesländern Pflicht. Für Bestandsbauten besteht allerdings in einigen Bundesländern noch eine Übergangsfrist. Alle Hausbesitzer in Bremen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen mussten bis Ende 2015 nachgerüstet haben. Für Rheinland-Pfalz, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein ist die Frist zum Nachrüsten bereits schon früher verstrichen. Für Hausbesitzer in Nordrhein-Westfalen und im Saarland läuft die Nachrüstfrist noch bis Ende 2016. Für Bayern läuft die Nachrüstfrist noch bis Jahresende 2017 und in Thüringen sogar bis Ende 2018. In Berlin und Brandenburg gibt es noch gar keine gesetzlichen Regelungen. In Sachsen müssen bei Neu- und Umbauten seit dem 1. Januar 2016 Rauchmelder eingebaut werden, jedoch gibt es für Bestandsbauten noch keine Vorgaben.

Rauchmelderpflicht

Fehlende Rauchmelder können bei einem Feuerschaden zu Problemen mit dem Versicherer führen
Zur Installation der Rauchmelder sind Eigentümer und Vermieter verpflichtet. Kommt man der der Nachrüstpflicht dauerhaft nicht nach, so begeht man nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern kann unter Umständen die sogenannte Obliegenheitspflicht seiner Hausrat- oder Gebäudeversicherung verletzen. Im Ernstfall bedeutet dies: Wer den Rauchmelder nicht einbaut, muss im Unglücksfall unter Umständen mit empfindlich geringeren Schadenserstattungen rechnen.

Auf den richtigen Kauf und Einbau achten
Sie sollten nur Rauchmelder kaufen, die mit CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sind. Beachten Sie jedoch, dass das CE-Zeichen keine qualitative Aussage trifft. Es besagt nur, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf. Inzwischen hat sich am Markt ein neues Prüfzeichen nur für Rauchmelder etabliert: Das „Q“ ist ein unabhängiges und herstellerneutrales Qualitätszeichen für hochwertige Rauchmelder, die für den Langzeiteinsatz besonders geprüft wurden. Folgende Leistungsmerkmale sind für diese Rauchmelder ausschlaggebend:

  1. Geprüfte Langlebigkeit und Reduktion von Falschalarmen
  2. Erhöhte Stabilität, z. B. gegen äußere Einflüsse
  3. Fest eingebaute Batterie mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer

Rauchmelder gehören am besten in der Raummitte an die Zimmerdecke. Sie sollten mindestens einen halben Meter von der Wand entfernt hängen. An Dachschrägen werden die Rauchmelder am besten etwa 50 Zentimeter unterhalb des höchsten Punktes montiert. Die Geräte sollten nicht in der Nähe von Zugluft, Luftschächten und Klimaanlagen installiert werden, da dort der Rauch im Brandfall abzieht.

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4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Rauchmelder können im Ernstfall Leben retten. Gerade nachts, wenn alle Bewohner schlafen und der gefährliche Rauch sich in der Wohnung ausbreitet, gibt der Rauchmelder ein Alarmsignal, sodass alle rechtzeitig die Wohnung verlassen können. Deswegen verstehe ich nicht, warum erst Gesetze darüber erlassen werden müssen, denn eigentlich sollte sich die Installation von selbst verstehen. Sicherheit geht in jedem Fall vor.

  2. Natürlich sind Rauchmelder wichtig, und der Grundgedanke hinter der Rauchmelderpflicht ist auch richtig, nur die Umsetzung vieler Vermieter ist teilweise völliger Nonsens. da geht es nicht um die Sicherheit der Bewohner sondern darum möglichst billig der Verordnung nachzukommen.

  3. Pingback: Beim Immobilienkauf kann eine alte Wohngebäudeversicherung zur Kostenfalle werden | efinanz24

  4. Hallo,

    Danke für dieses wirklich sinnvollen Blogeintrag, der einen anregt die Augen zu öffnen!
    Bei Rauchmelder sollte man wirklich nicht auf eins, zwei Euro achten, schließlich geht es hier um die eigene Sicherheit.
    Ich habe mich hierzu auch schon auf anderen Seiten informiert, wie http://www.welcher-rauchmelder.com/ und werde definitiv lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

    Gruß Karl

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