Frühjahres-Check für das Eigenheim

Hausreinigung

Für Hauseigentümer ist es nach dem Winter Zeit einen Frühjahrscheck an Haus und Hof vorzunehmen. Vor allem das Dach und die Ziegel, aber auch Dachrinnen, Putz, Fenster, Türen und sollten Hausbesitzer im Frühling unter die Lupe nehmen. Hierbei sollte als erstes geklärt werden, welche Arbeiten nötig sind, damit Ihr Haus nicht an Wert verliert. Aber auch versicherungstechnische Belange sollten überprüft werden. Angeknackste Äste in Bäumen oder leere Batterien in Rauchmelden können den Versicherungsschutz gefährden.

Mit einer Bestandsaufnahme die Mängel ermitteln
Ob der Winter kalt oder warm war ist dabei völlig unerheblich, denn der Winter kann an Gebäuden in vielfältiger Weise seine Spuren hinterlassen. Beispielsweise können bei einem milden Winter mit regnerischem Wetter das Dach und die Fassade von Nässe durchfeuchtet sein. Bei wintertypischen Temperaturen können durch Frost Risse im Mauerwerk entstehen oder zu losen Dachziegeln und beschädigten Dachrinnen führen.

Sparpotenzial Gebäudehülle Einfamilienhaus

Folgende Punkte sollten überprüft werden:

  • Dach und Fassade: Sind Dachziegel lose oder beschädigt, gibt es Undichtigkeiten in der Dacheindeckung, hat die Fassade Risse oder offene Stellen.
  • Regenrinnen und Fallrohre: Entfernen von Laub und Schutz, Suche nach Frostschäden
  • Solar- und Photovoltaik-Anlagen: Verschmutzungen an den Modulen reinigen, Prüfung der Bauteile
  • Fenster: Prüfung und Wartung der Dichtungen, Abschmieren der Mechanik
  • Holzelemente: Ist das Holz von Fensterläden, Carports oder Balkonen noch intakt oder schon angefault
  • Bäume: Trockene und beschädigte Äste entfernen
  • Gartenbewässerung: Leitungen durchspülen und Rohre, Wasserhähne auf Frostschäden prüfen.
  • Heizung: Die Heizungsanlage einem prüfenden Blick unterziehen, Reparaturen oder Erneuerungen lassen sich am besten in der heizfreien Zeit erledigen
  • Rauchmelder: Sind diese noch funktionstüchtig, sind die Batterien noch ausreichend geladen

Prioritäten setzen für die Mängelbeseitigung 
Bei eventuell vorhandenen Mängeln sollten Sie Prioritäten setzen. Hier gehört vor allen Dingen das Dach. Es können sich Ziegel verschoben haben oder gar gebrochen sein. Derartige Schäden am Dach sollten Sie schnellstens beheben, um ein eventuelles Eindringen von Wasser zu verhindern. Hierbei kann die Dämmung Schaden nehmen. Auch die Fallrohre sollten auf Frostschäden untersucht und Dachrinnen von Unrat befreit werden. Wenn das Regenwasser aufgrund einer Verstopfung nicht ablaufen kann, dringt dieses in den Putz ein und verursacht dort Schäden. Türen und Fenster gehören ebenfalls mit zum Haus und hier und da zeigt sich oft, dass auch hier der Winter nicht vor halt macht. An den Außentüren kann unter der Anschlagschiene Wasser eingesickert sein und somit unter den Estrich laufen.

Auf die Gewährleistungspflicht achten
Haben Sie Mängel gefunden und wohnen noch nicht lange in Ihrem neuen Haus kann es sein, dass die Gewährleistungspflicht noch nicht abgelaufen ist. In diesem Fall ist die Behebung der Mängel Sache der Firma, die Ihr Haus gebaut hat. Dafür sollte bei der Mängelfeststellung eventuell ein unabhängiger Sachverständiger vor Ort mit sein.

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Energielabel für den alten Heizkessel
Fördermittel für Neubau und Umbau
Reparaturen zu Hause

Bildnachweis

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*