Für die Deutschen ist der Wunsch nach dem eigenen Zuhause ungebrochen hoch

Haus

Vier von fünf Deutschen sind davon überzeugt, dass ihr Wohnglück in der eigenen Immobilie statt im Mietobjekt besteht. Doch wie genau soll das Wunschdomizil beschaffen sein, und in welcher Umgebung soll es liegen? Auch die Frage, welche Hindernisse beim Immobilienkauf von den Bundesbürger erwartet werden, wird beantwortet. In der aktuellen Wohntraumstudie der Interhyp gibt es ausführliche Antworten darauf. Hier ein intensiverer Blick auf die repräsentative Untersuchung, die nützliche Zahlen und Erkenntnisse bereit hält.

Garten ja, Sauna nein: Der Durchschnittskäufer mag es normal
Wie soll das Wunschobjekt beschaffen sein? Hier hat die Mehrheit der im Zuge der Wohntraumstudie Befragten klare Vorstellungen: Diese decken sich weitgehend mit denen aus früheren Studien: Das Einfamilienhaus ist mit 32 Prozent nach wie vor mit Abstand der beliebteste Haustyp. Energiesparhäuser und moderne Stadtwohnungen teilen sich den zweiten Platz auf der Beliebtheitsskala (jeweils 9 Prozent), gefolgt vom Bungalow, der für 8 Prozent den persönlichen Wohntraum darstellt. Auch in Bezug auf äußere Faktoren wie die Umgebung haben sich die Prioritäten nur in Nuancen verändert. Die Nähe zur Natur, nicht weitentfernte Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte sowie eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zählen wie in der Vergangenheit zu den Faktoren, die maßgeblich zur Zufriedenheit mit der Wohnsituation beitragen.

Wie in den Vorjahren wünschen sich die Deutschen vor allem eine moderne Einbauküche (77 Prozent). Viel Wert wird auch auf eine Garage und ein Gäste-WC gelegt. Auf Platz eins der zwingend notwendigen Extras landet wie in den Vorjahren der Garten (42 Prozent) und steht damit in der Gunst sogar vor Balkon oder Garage (29 Prozent/25 Prozent). Wohn-Extravaganzen hingegen sind zum Teil sogar noch weniger gefragt als früher: Nur 27 Prozent (minus 6 Prozentpunkte) wünschen sich einen Pool und gerade einmal 19 Prozent (4 Prozentpunkte weniger) eine Sauna. Die meisten Menschen brauchen also keinen Luxus, um in den eigenen vier Wänden glücklich zu sein.

Trend bei Wohneigentum zurück ins Umland

Viele Käufer haben Angst vor hohen Preisen und hohen Kosten
Laut der aktuellen Interhyp-Wohntraumstudie zählt ein attraktives Zuhause für 96 Prozent der Deutschen zu den wichtigsten Dingen im Leben – gleich nach Gesundheit (99 Prozent). Trotzdem verbinden viele Menschen den Eigenheimerwerb zunächst mit Hindernissen. 88 Prozent der Mieter befürchten unkalkulierbare Zusatz- beziehungsweise Baunebenkosten. 87 Prozent schreckt die hohe finanzielle Belastung durch den Kredit. An dritter Stelle der größten Bedenken beim Immobilienerwerb steht die Sorge, aufgrund hoher Nachfrage kein Baugrundstück zu einem angemessenen Preis zu erhalten (81 Prozent).

Die Bedenken sind nachvollziehbar, erweisen sich häufig jedoch als unbegründet. Wie die Befragung von Immobilieneigentümern im Zuge der Wohntraumstudie zeigt, bewahrheitet sich etwa die Sorge, kein passendes Baugrundstück zu bekommen vergleichsweise selten – trotz des in Bestlagen von Metropolen knappen und teuren Angebots. Im Schnitt aller Großstädte haben 85 Prozent aller „Wohnträumer“ diese Annahme – aber nur 50 Prozent der Hausbesitzer mussten beim Grundstück tatsächlich Kompromisse machen.

Was bedeuten die Zahlen für Bauherren und Immobilienkäufer?
Es zahlt sich aus, wenn wichtige Eckpunkte in Bezug auf das Grundstück und die Immobilie frühzeitig geklärt werden – am besten, bevor man mit der Suche beginnt. Mit einem gut ausgearbeiteten Finanzierungskonzept, kann man sich gegebenenfalls schnell entscheiden, ohne Gefahr laufen, hektisch eine falsche Entscheidung zu treffen. Mit der Erfahrung eines kompetenten Finanzierungsberaters können auch mögliche Ängste vor einer zu hohen finanziellen Belastung und vor unkalkulierbaren Baunebenkosten begegnet werden.

Wenn von Anfang die Finanzierung solide kalkuliert wird, bleibt der Immobilienkauf in der Regel ein planbares Unterfangen. Die Höhe der monatlichen Miete kann eine wichtige Orientierung bieten, welche Kreditrate man stemmen kann. Das Finanzierungskonzept sollte jedoch unbedingt einen Puffer enthalten, damit eine längere Bauzeit, unvorhersehbare Zusatzkosten oder veränderte Lebensumstände (etwa durch Arbeitslosigkeit) und neue Rahmenbedingungen (zum Beispiel in Form höherer Baugeldzinsen) abgefedert werden können.
Quelle: Prohyp GmbH

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