Der Bausparvertrag als Finanzierung für das neue Eigenheim

Viele Hausbanken bieten Ihren Kunden den Bausparvertrag als Finanzierungsmöglichkeit für das neue Eigenheim an. Entweder als Tilgungsersatz oder zur Sicherung des Zinses bei der Anschlussfinanzierung.

Ist der Bausparvertrag noch zeitgemäß?

Der Bausparvertrag hat eine lange Tradition in Deutschland. Der Bausparvertrag gilt in Deutschland als sichere Finanzierungsmöglichkeit für das neue Eigenheim. Wir kennen alle die Aussagen unserer Großeltern, das Sie früher auch schon das Haus mit dem Bausparvertrag finanziert haben. Macht es genauso, dann seid Ihr auf der sicheren Seite und Ihr könnt den günstigen Finanzierungszins nutzen und braucht euch keine Sorgen machen.

Die Zeiten ändern sich. Durch Immobilien- und Finanzkrisen sind die Zinsen für eine Finanzierung für ein Eigenheim auf historisch niedrigem Niveau. Der Vorteil eines Bausparvertrages liegt darin,  dass man sich schon bei Abschluss des Vertrages einen günstigen Zinssatz sichert und dabei unabhängig ist, von der aktuellen Zinsentwicklung. Weiterhin hat man die Möglichkeit Sonderzahlungen leisten zu können, ohne Vorfälligkeitszinsen zu zahlen. Dafür muss man jedoch Abstriche machen bei der Verzinsung seines Guthabens und eine lange Ansparzeit in Kauf nehmen. Ein weiterer Nachteil ist die nicht garantierte Zuteilungszeit.

Soll ich meine Finanzierung des neuen Hauses auf einen Bausparvertrag ausrichten?

Jetzt wo die Zinsen für eine Finanzierung so günstig sind wie nie, ist dies nicht zu empfehlen. Erst ab einem Zins von ca. 7,5 Prozent macht es Sinn Bausparverträge mit in die Finanzierung zu integrieren. Der Bausparvertrag eignet sich besonders für spätere Modernisierungsarbeiten am Objekt. In diesem Fall sollte die Bausparsumme aber nicht höher als 20-30 Tausend Euro liegen.

Vergleicht man heute ein normales Bankdarlehen mit einem Bauspardarlehen, so ist bei der aktuellen Zinsentwicklung ein Bankdarlehn günstiger.

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