Änderung bei KfW-Programm Energieeffizient Sanieren

Zuschuesse

Bei der KfW-Bank wird es zum 01.08.2015 für die Wohnwirtschaft bei Bestandsimmobilien und Neubauten beim Programm Energieeffizient Sanieren (Programmnummer 151/152, 430) Produktverbesserungen geben. Die Verbesserungen beinhalten die folgenden Bereiche:

  • Erhöhung des Förderkreditbetrages für KfW-Effizienzhäuser auf 100.000 Euro
    Der Förderhöchstbetrag für die KfW-Effizienzhäuser wird von 75.000 Euro auf 100.000 Euro je Wohneinheit erhöht. Damit werden aufwendige Vorhaben von privaten Eigentümern an Ein- und Zweifamilienhäusern berücksichtigt, denen weiterhin eine 100%ige Förderung für ihre energetische Sanierung angeboten werden soll.
  • Erweiterung des förderfähigen Gebäudebestandes
    Förderfähig sind zukünftig – analog zum Programm Vor-Ort-Beratung des BAFA – energieeffiziente Maßnahmen an Wohngebäuden, für die vor dem 01.02.2002 der Bauantrag gestellt bzw. die Bauanzeige erstattet wurde (bislang 01.01.1995).
  • Anpassungen auch für Energieeffizient Sanieren − Investitionszuschuss (430)
    Die oben dargestellten Produktverbesserungen zum Förderhöchstbetrag und Gebäudebestand werden analog auch für den Investitionszuschuss in Energieeffizient Sanieren zum 01.08.2015 umgesetzt.

Förderprogramme KfW-BankNeue Kategorie Einzelmaßnahmen in der Energieeffizienz-Expertenliste
Für eine Förderung aus dem Programm Energieeffizient Sanieren ist ein Sachverständiger aus der Energieeffizienz-Expertenliste einzubinden. Ab sofort besteht die Möglichkeit, dass Experten sich ausschließlich für die Umsetzung von Einzelmaßnahmen eintragen. Für diese Experten vereinfachen sich die Relistinganforderungen, da diese sich auf die jeweiligen Einzelmaßnahmen beziehen. Die KfW-Bank verspricht sich hiervon einen weiteren Anschub für die Sanierung auf Basis von Einzelmaßnahmen.

Die Dokumente sind im Internet auf den Seiten der KfW-Förderprogramme eingestellt.
zu den Merkblättern

Quelle: KfW-Bank

Zinskommentar April 2015 – Leitzins weiter auf dem Tiefstand und positive Bilanz durch EZB-Anleihekaufprogramm

baufinanzierung marktlage

Die letzte Ratssitzung der EZB wurde von Mario Draghi zur Verkündung einer positiven Bilanz aus den gestarteten Anleihekäufen genutzt. Die konjunkturellen Prognosen für die Eurozone seien besser, der internationale Währungsfonds im Wachstum und auch das kommende Jahr wäre mit einer Aufwärtstendenz behaftet. Anhand dieser bisherigen Tendenzen fühlt sich die EZB im Aufwind und in der Richtigkeit ihrer Entscheidung bestätigt. Auch in den kommenden Monaten werden dementsprechend die angesetzten 60 Milliarden Euro monatlich in das Kaufprogramm investiert und am Kurs festgehalten.

Ein guter Start – und weiter?
Was für Mario Draghi geplant und gewünscht war, hat für Sie und die meisten anderen Verbraucher negative Begleiterscheinungen. Der Eurokurs ist gegenüber dem Dollar enorm gesunken, was für Finanzierungen von Geschäftsbanken zwar ein Vorteil, für den Verbraucher selbst aber ein Nachteil ist. Auch der Leitzins ist erneut auf dem Tiefstand von 0.05 Prozent angesiedelt und sorgt für unterschiedliche Reaktionen von führenden Ökonomen und Finanzexperten. Experten äußern sich über eine vorzeitige Drosselung des Kaufprogramms, auch wenn die Kapital- und Anleihenmärkte derzeit positiv reagieren und von dieser Änderung auf dem Finanzmarkt profitieren. Aktuell lehnt Draghi alle Überlegungen in diese Richtung ab und äußerte seine Fortsetzung des Kaufprogramms im Hinblick auf die Inflationsentwicklung. Hier gilt es, die Preisstabilitätsgrenze von 2,0 Prozent zu erzielen. Doch blicken Sie sich aktuell um, sind die Verbraucherpreise innerhalb der Eurozone meilenweit davon entfernt. Im Februar lag die Inflationsrate bei 0,3 Prozent und zeigt auch bisher keinerlei Tendenzen, sich der erwünschten 2,0 Prozent Marke zu nähern.

Weiter niedrige Baufinanzierungszinsen erwartet
Es bleibt abzuwarten, wie sich der Kurs bis zum Jahresende entwickelt und ob es später eine Möglichkeit gibt, die Draghi zur Überlegung einer früheren Beendigung oder geringeren Ausgaben im Zuge des Programms animiert. Wer immer noch vom Niedrigzins profitiert, sind potenzielle Bauherren mit einem Fokus auf die Baufinanzierung. Bauzinsen sind nach wie vor stabil und überzeugend günstig, sodass sich der Kauf eines Eigenheims und die Finanzierung von Immobilien nach wie vor lohnen. Auch eine Zinsfestschreibung bei Baufinanzierungen ist nach wie vor hoch im Kurs und führt dazu, dass der Hausbau zu einer sehr günstigen Investition wird.

Sinnvolle Tilgung im Finanzierungskonzept wählen
Durch das derzeitige außergewöhnlich niedrigen Zinsniveaus, bleibt ein hohes Zinsänderungsrisiko auf eine lange Finanzierungszeit bestehen. Deshalb wird empfohlen, eine Baufinanzierungen mit einer langfristigen Zinsfestschreibung abzuschließen und mit einer hohen Tilgungen zu kombinieren. Je niedriger der Zins vereinbart wird, desto wichtiger ist es, von vornherein eine höhere Anfangstilgung von mindestens zwei Prozent, besser aber noch drei Prozent zu wählen. Profitieren Sie von meinen langjährigen Erfahrungen und lassen sich für Ihre Baufinanzierung ein attraktives wie sicheres Finanzierungskonzept entwickeln.

Tendenz:
kurzfristig: leicht sinkend
langfristig: seitwärts schwankend

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Frühjahrskur fürs Eigenheim

Hausreinigung

Nach dem der Winter vorüber ist, ist es sinnvoll sich Zeit für einen Frühjahrscheck am eigenen Haus zu nehmen. Vor allem das Dach und die Ziegel, aber auch Dachrinnen, Putz, Fenster, Türen und sollten Hausbesitzer im Frühjahr überprüfen. Hierbei sollten Sie klären, welche Arbeiten nötig sind, damit Ihr Haus nicht an Wert verliert. Wichtig ist, wer sein Haus nach dem Winter optimal pflegt, erhält somit auch die Lebensdauer und den Wert.

Mängel auflisten
Die durch den Winter hervorgerufenen Mängel, sollten Sie nicht auf die lange Bank schieben, denn aus kleinen Mängeln können schnell große Probleme entwickeln. Wichtig ist, den Zustand des Daches zu prüfen oder ob an der Fassade über den Winter Schäden eingetreten sind. Auch die Dachrinnen oder loser Putz an der Fassade sollten dabei nicht vergessen werden. Oft lassen sich an der Fassade Schimmelpilz oder Algen aufgrund der Winternässe nieder.

Prioritäten richtig setzen – Dach, Fassade und Co.
Bei eventuell vorhandenen Mängeln sollten Sie Prioritäten setzen. Hier gehört vor allen Dingen das Dach. Es können sich Ziegel verschoben haben oder gar gebrochen sein. Derartige Schäden am Dach sollten Sie schnellstens beheben, um ein eventuelles Eindringen von Wasser zu verhindern. Hierbei kann die Dämmung Schaden nehmen. Auch die Fallrohre sollten auf Frostschäden untersucht und Dachrinnen von Unrat befreit werden. Wenn das Regenwasser aufgrund einer Verstopfung nicht ablaufen kann, dringt dieses in den Putz ein und verursacht dort Schäden. Türen und Fenster gehören ebenfalls mit zum Haus und hier und da zeigt sich oft, dass auch hier der Winter nicht vor halt macht. An den Außentüren kann unter der Anschlagschiene Wasser eingesickert sein und somit unter den Estrich laufen.

Entwicklung der Hauspreise in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2013

Bei einem noch neuen Haus die Garantiephase beachten
Haben Sie Mängel gefunden und wohnen noch nicht lange in Ihrem neuen Haus kann es sein, dass die Gewährleistungspflicht noch nicht abgelaufen ist. In diesem Fall ist die Behebung der Mängel Sache der Firma, die Ihr Haus gebaut hat. Neigt sich die Garantiephase bei einem neuen Haus dem Ende zu, kann man den Check mit einer Schlussbegehung verbinden. Dafür sollte bei der Mängelfeststellung eventuell ein unabhängiger Sachverständiger vor Ort mit sein.

Richtig bauen: Ausführung Neubau und Umbau

Buchtipp

Bei Bau- oder Sanierungsprojekten ist die richtige Ausführung schwierig. Der Estrich ist zu hoch, der Keller nicht richtig dicht oder die die Heizungsanlage sorgt nicht für ausreichende Wärme im Haus. Wenn Arbeiten mangelhaft ausgeführt werden oder Abstimmungsfehler den Ablauf verzögern und die Baustelle aus dem Ruder läuft, kann dies für die Bauherren dramatische Folgen haben. Um Streitigkeiten beizulegen, Mängel zu beseitigen und neue Zeitpläne zu erstellen, wird meist viel Zeit benötigt und kostet Geld. Der Ratgeber „Richtig bauen: Ausführung Neubau und Umbau“ der Verbraucherzentralen (VZ) hilft Eigenheimbesitzern, Fehler zu vermeiden.

Kurzinfo zum Buch
Das Baustellen-Handbuch für Bauherren. Ob Neubau, Ausbau oder Umbau – der Traum von den eigenen vier Wänden kann für Bauherren schnell zum Albtraum werden: Behörden stellen sich quer, einzelne Gewerke werden nur mangelhaft ausgeführt, Abstimmungsfehler verzögern den Bauablauf, Kosten explodieren. Dieser Ratgeber begleitet Bauherren von der Einrichtung der Baustelle über die Kontrolle der einzelnen Gewerke bis hin zur Fertigstellung. Mit dem Ratgeber „Richtig bauen: Ausführung Neubau und Umbau“ der Verbraucherzentralen (VZ) wird kompetente Hilfe geboten. Das Handbuch zeigt, worauf beim Neubau oder Umbau eines Hauses besonders geachtet werden sollte, damit das Bauprojekt auf sicherem Fundament steht. Schritt für Schritt führt der Ratgeber durch alle Bauphasen.

Mehr über das Buch

Zinskommentar März 2015 – Auswirkungen der EBZ Anleihekäufe auf Finanzierungszinsen

baufinanzierung marktlage

Seit dem 09.03.2015 hat die Europäische Zentralbank ihr lange angekündigtes und vor einiger Zeit präzisiertes Anleihe-Kaufprogramm gestartet. Aktuell ist von einer Befristung bis September 2016 die Rede und der Kauf soll monatlich Schuldentitel im Wert von 60 Milliarden Euro betragen. Hintergrund dieser Aktion ist die Erhöhung der Bankenliquidität, sowie die bessere Performance der Kreditvergabe an Unternehmen und Privatkunden. Ob das Prinzip aufgeht und die Wirtschaft angekurbelt wird, lässt sich derzeit noch nicht mit klarer Tendenz sagen. Fakt ist, dass diese Maßnahmen nicht minder an der Wertminderung des Euro beteiligt sind und so nicht bei jedermann auf Akzeptanz stoßen.

Finanzierungszinsen sind rückläufig
Die EZB hat einen Nebeneffekt im Fokus, der die Anlagenkäufe aus dem Euroraum ablenken und verstärkt auf den Dollarraum konzentrieren soll. Diese Praktik wird den Euro weiter schwächen und ihn als ultimative Weichwährung präsentieren. Die Maßnahme würde die europäische Wirtschaft stärken, meint Draghi und solle die Nachfrage nach Waren europäischer Unternehmen außerhalb der Eurozone antreiben. Die Pfandbriefrenditen und die Rendite deutscher Staatsanleihen sind weiter gesunken. Doch für Baufinanzierer und Immobilien-Kreditnehmer hat dies eine durchaus positive Tendenz. Mit einer 10- jährigen Zinsbindung kann sich eine Baufinanzierung derzeit mit einer Senkung von 0,6 Prozent im Vergleich zum Status vor 6 Monaten präsentieren. Die günstigen Angebote der Baufinanzierung sind eine unverkennbare Sondersituation, die aus der Staatsschuldenkrise und den Maßnahmen der EZB entstanden ist und sie werden sich langfristig auch wieder erhöhen.

Zukunftsprognosen – worauf darf man warten?
Mit einer 10 jährigen Zinsbindung ist der Kreditnehmer erst einmal sicher und kann sich vor einer Zinserhöhung schützen. Doch der Ausblick auf die Prognosen zur Anschlussfinanzierung kommen weniger rosig einher. Anhand verschiedener Beispiele zeigt sich, dass die Niedrigverzinsung nicht primär positive Auswirkungen mit sich bringt. Je höher die offene Restschuld ist und je günstiger sich die aktuelle Rate der Baufinanzierung zeigt, umso stärker wird die Ratenhöhe in der Anschlussfinanzierung ansteigen. Bisher liegen noch keine konkreten Zahlen, wohl aber Vermutungen vor. In 10 Jahren könnte anstelle von einem Prozent wieder eine Performance dominieren, die dem Kreditnehmer eine vierprozentige Verzinsung abverlangt und so zu einer enormen Ratenerhöhung führt.

Lösungsmöglichkeiten zur Reduzierung der Restschuld oder schelleren Rückzahlung des Darlehens
Als wichtigste Empfehlung gilt, dass möglichst keine der bisher standardisierten Zinsbindung von 10 Jahren gewählt werden sollte. Als Darlehensnehmer sollte man sich die niedrigen Zinsen längerfristig sichern. Der Aufschlag zwischen einer 10-jährigen und einer 20-jährigen Zinsbindung liegt ca. nur bei 0,5 bis 0,8 Prozent. Durch die niedrigen Zinsen können Finanzierungskunden von vornherein eine höhere Tilgung vereinbaren. Es sollten mindestens 2 Prozent sein, wobei ein höherer Prozentwert noch besser wäre. Dadurch sinkt die Restschuld und dass bei historisch niedrigen monatlichenen Zinsraten. Auch die Sondertilgungsoptionen bieten die Möglichkeit der Darlehensredzierung und die Kreditnehmer profitieren langfristig durch den Zinseszinseffekt davon. Nach wie vor gilt, auch bei günstiger Verzinsung muss genau kalkuliert werden.

Tendenz:
kurzfristig: leicht sinkend
langfristig: seitwärts schwankend

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Zeit und einen Ortstermin zur Bauabnahme einplanen

Baufinanzierung

Der Fertigstellungstermin des Eigenheims ist ein besonderes Ereignis für den Bauherrn und gilt als Startschuss für die Beziehbarkeit. Doch kommt zuvor noch die Bauabnahme, der große Bedeutung zu schenken und die in Ruhe vorzunehmen ist. Am besten setzen Sie sich keinesfalls unter Druck und schließen damit aus, dass Sie mit Ihrer Unterschrift auf dem Vertrag ohne eine gründliche Bauabnahme alle Risiken und Gefahren direkt auf sich übernehmen und spätere Reklamationen und Beanstandungen ausschließen müssen. Mit dem Zeitpunkt der Abnahme beginnt die 5-jährige Gewährleistungsfrist für unvorhergesehene und zur Bauabnahme nicht erkennbare Mängel.

Warum ein Termin auf der Baustelle wichtig ist
Sie unterschreiben auch keinen Versicherungsvertrag, ohne sich vorab über die gebotenen Leistungen zu informieren. Noch wichtiger ist Ihre Kenntnis im Bezug auf die Baustelle, die nur durch einen Ortstermin aller Beteiligten und vor allem der Vertragspartner erlangt werden kann. Prüfen Sie die Immobilie und sichern sich im Zweifelsfall mit der Inanspruchnahme einer Dienstleistung vom Bausachverständigen ab. Sind alle Leistungen erbracht, ist das Haus nach den gewünschten Kriterien errichtet und wurden alle Rauchmelder eingebaut, Geländer angebracht und funktioniert die Elektrik? Besondere Aufmerksamkeit schenken Sie den Mängeln, die schon während der Bauphase reklamiert und in Ihrem Auftrag instandgesetzt wurden. Neben Ihrer Unterschrift auf dem Vertrag ist ein schriftliches Abnahmeprotokoll von Bedeutung. Hier werden alle Mängel fixiert und während der Begehung notiert. Weiter wird am Ende des Protokolls vereinbart, dass die Baufirma die Beanstandungen vor der Begleichung der Restsumme und vor Ihrer Unterschrift auf der Bauabnahme beseitigen muss.

Anzahl der Baufertigstellungen neuer Wohngebäude nach Gebäudetyp in Deutschland im Jahresvergleich 2007 und 2013

Bauabnahme mit allen Vertragspartnern vor Ort durchführen
Ohne einen Vorort-Termin sollten Sie nichts unterschreiben und sichergehen, dass Ihr Auftrag mit allen Faktoren zur Sicherheit und den vereinbarten Standards erledigt wurde. Um sich darüber in Kenntnis zu setzen, empfiehlt sich die gemeinsame Bauabnahme mit einem Sachverständigen, Ihnen als Bauherrn und der beauftragten Baufirma, die Ihren Auftrag ausgeführt hat.

Zinskommentar Februar 2015 – Ankauf von Staatsanleihen im Fokus der EZB

baufinanzierung marktlage

Bereits seit Jahresende wird es erwartet und nun erfolgte die Bestätigung. Die letzte Ratssitzung der EZB diente dazu, das Kaufprogramm für Staatsanleihen und andere Wertpapiere aus der Eurozone näher zu beleuchten. Monatlich 60 Milliarden Euro sollen von März 2015 bis September 2016 in den Kauf fließen und den jeweiligen Kapitalanteilen der EZB an den Mitgliedsstaaten anlehnen.

Lockerung im Finanzkreislauf – welche Folgen?
Der Finanz Kreislauf lockert sich und eine Anregung der Wirtschaft soll als Folge eintreten. Das in Umlauf befindliche Geld der Zentralbank erhöht sich und soll primär in die Wirtschaft und an Unternehmen fließen. Ob sich die Darlehensoptionen tatsächlich verbessern oder ob eine Änderung ausbleibt, ist derzeit noch abzuwarten und kann mit keiner klaren Tendenz benannt werden. Mario Draghi sorgt sich um die Inflationsdynamik der Eurozone, was die Entscheidung der EZB für die geldpolitische Maßnahme in Form der Anleihenkäufe begünstigte. Eine anhaltende Deflation soll abgewendet und die Inflationsrate in Richtung des Ziels von 2 Prozent bewegt werden. Der Verbraucher bemerkte im Dezember eine Senkung der Verbraucherpreise, die auch an der Wirtschaft nicht spurlos vorbeiging und zum Jahresende ein negatives Ergebnis bescherte. Kritiker der EZB gehen mit Überzeugung davon aus, dass das Kaufprogramm in Kombination mit dem Leitzins von 0.05 Prozent kaum eine Wirkung zeigen wird. Auch die Befürchtung, dass die zusätzlichen Mittel lediglich im Aktien- und Immobilienmarkt einen Aufschub bringen und nicht beim Verbraucher oder bei Unternehmen ankommen, zählt derzeit zu den heiklen Themen.

Positive Tendenzen durch mehr Geld im Umlauf?
Wenn es nach den Kritikern geht, bleiben positive Aspekte vollständig aus und eine Änderung des Wirtschaftsmarktes ist nicht in Aussicht. Baufinanzierer müssen ebenfalls keine Änderung befürchten, da sich der Ankauf von Staatsanleihen in keiner Form auf die Zinsen für Pfandbriefe oder ein Baudarlehen auswirken. Bauzinsen sanken weiter und wurden in der letzten Ratssitzung der EZB als Beschluss mit zehnjähriger Festschreibung behandelt. Zu Beginn des Februars zeigte sich der Zinssatz mit einer Höhe von 1.06 Prozent und war dementsprechend überzeugend. Weiter bleibt es abzuwarten, ob das mehr zur Verfügung stehende Geld in der realen Wirtschaft ankommt und nicht nur den Banken und Finanzinstituten, sondern in erster Linie den produzierenden Unternehmen, sowie unter dem Strich auch den Verbrauchern in Form von Krediten und günstigen Darlehen zugute kommt. Bisher ist keine positive Veränderung diesbezüglich zu beobachten.

Weiter historisch niedrige Baufinanzierungszinsen
Für Baufinanzierungsinteressenten bieten die ansprechenden Zinskonditionen auch die Möglichkeit, sich langfristige Zinsbindungen über 20 Jahre und darüber hinaus sichern zu können. So kann man sich gegen Zinssteigerungen absichern und über einen langen Zeitraum seine Zins- und Tilgungskosten sicher planen. Diese Möglichkeit für die Nutzung des aktuell niedrigen Zinsniveaus bietet sich natürlich auch für Haus- und Wohnungsbesitzer mit einer bereits bestehenden Finanzierungen. Wenn das Baudarlehen in den nächsten 12 bis 60 Monaten ausläuft, kann man mit einem Forward-Darlehen die aktuellen Zinsen für die Zukunft absichern.

Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
langfristig: seitwärts schwankend

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Silikon-Fugen kann man selbst erneuern

Wenn sich Schimmel in dunklen Flecken auf Silikonfugen bildet, müssen diese erneuert werden. Wie das geht, erklärt die DIYAcademy in Köln. Zuerst wird mit der feststehenden Klinge eines „Fugenhai-Silikonentferners“ der schimmlige Dichtstoff aus den Fugen gekratzt. Hartnäckige Silikonreste lassen sich mit Silikon-Entferner beseitigen.

Dann werden die betroffenen Stellen mit einem Schwamm oder Lappen und etwas Spiritus gereinigt, um Überreste des Dichtstoffs und des Silikonentferners zu beseitigen. Um eine saubere und gerade Fuge zu erhalten, sollten die Fugenränder abgeklebt werden. Nun geht es an den „Neuaufbau“ der Silikonfuge. Dabei wird bei der eingelegten Silikonpatrone in der Halterung leicht auf den Dosierhebel gedrückt, bis das Silikon heraustritt. Der Dichtstoff ist gleichmäßig und ohne Absetzen in die Fuge zu füllen. Zuletzt wird überschüssige Dichtmasse langsam mit einem Fugenglätter abgezogen.

Gründe für die Beschäftigung mit Do-It-Youself-Aktivitäten

Zinskommentar Januar 2015 – EZB sorgt weiter für niedrige Baufinanzierungszinsen

baufinanzierung marktlage

Im Dezember hat die EZB die Wachstumsaussichten und Inflationsrate in der Eurozone nach unten korrigiert und den Ausblick auf 2015 kurzfristig verändert. Aktuell rechnet die Zentralbank mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 0,7 – nicht wie erwartet um 1,2 Prozent. Das Wirtschaftswachstum war ursprünglich für 2015 mit 1,6 Prozent angegeben, wird anhand aktueller Berechnungen und Prognosen aber lediglich 1 Prozent betragen. Doch nicht nur 2015, sondern auch 2016 soll weiter im Zeichen der schwächelnden Wirtschaft stehen und kommt mit abgesenkten Prognosen.

Konflikte und Krisen mit einflussnehmender Wirkung
Der primäre Fokus lenkt sich derzeit auf die anstehenden Wahlen in Griechenland, sowie den vielfach diskutierten Austritt der Griechen aus der Eurozone. Aber auch die Ukraine zeigt sich mit Besorgnis erregender Tendenz, da ein Ende der Krise derzeit nicht in Aussicht steht.
In der Preisstabilität hat sich die EZB mit ihrer Schätzung der Teuerungsrate enorm verschätzt, denn die fallenden Ölpreise und das schwache Wirtschaftswachstum halten die Teuerung zurück und sorgten für einen Rückgang der Verbraucherpreise. Derzeit denkt die EZB massiv über den Ankauf von Staatsanleihen nach, deren Pro oder Kontra am 22.01.2015 in der Ratssitzung beschlossen wird. Der Finanzmarkt blickt mit einer gesunden Skepsis auf diese Worte und befürchtet einen weiteren Abstieg der eh schon niedrigen Renditen. Der Ankauf von Staatsanleihen würde sich auf die Renditen für Pfandbriefe, aber auch auf die Zinsen für Baufinanzierungen auswirken. Es stellt sich die Frage, ob die EZB Maßnahmen im Kapitalmarkt bereits verrechnet wurden, denn seitdem auf den Ankauf von Staatsanleihen gedrängt wird, sind die Renditen enorm gefallen.

Schwankungen auf den Zinsmärkten irritieren
Während Deutschland und die Eurozone weiter zittert und mit starken Schwankungen auf dem Zinsmarkt leben muss, ist in den USA von einer Wende der Geldpolitik zur Jahresmitte die Rede.
Immobilienkäufer mit dem Fokus auf eine Finanzierung können immer noch günstig investieren, denn die Zinsen sind seit Dezember für Verträge mit zehnjähriger Zinsfestschreibung auf rund 1,30 Prozent gesunken. Sparer sind weiter die Leidtragenden, da die Verzinsung von Sparguthaben aktuell nicht einmal die Inflation aufwertet und sich das Geld auf der Bank dementsprechend minimiert. Wer in Immobilien investiert, sollte die aktuelle Gelegenheit nutzen und sich vor allem auf Baufinanzierungen mit langer Laufzeit und Flexibilität im Vertrag entscheiden. Auch Volltilgungsdarlehen sind im Kommen und bieten sich anhand der günstigen Bauzinsen optimal an. Wer noch nicht über die empfohlene Eigenkapitalquote von 20 bis 30 Prozent verfügt, muss bei diesen Konditionen trotzdem nicht auf das Eigenheim verzichten und kann die niedrigen Zinsen als großen Vorteil betrachten. Jedoch muss bei höheren Beleihungswerten  mit erhöhten Zinskosten kalkuliert werden und auch die Anforderungen an die Bonität des Kunden nehmen zu. Deshalb sollte im Vorfeld auf jeden Fall geprüft werden, ob die Zinsrate langfristig getragen werden kann. Denn irgendwann werden die Zinsen auch wieder ansteigen.

Tendenz:
kurzfristig: sinkend
mittelfristig: seitwärts schwankend

Zinsentwicklung über ein Jahrmehr Informationen über FMH

Neue Grunderwerbsteuern seit dem 1. Januar 2015

Grunderwerbssteuer

Nach der letzten Grunderwerbsteuererhöhung in Hessen, haben nun auch Nordrhein-Westfalen und das Saarland die Grunderwerbsteuer ab dem 1. Januar 2015 von 5 bzw. 5,5 auf 6,5 Prozent erhöht wird. Wer jetzt in Nordrhein-Westfalen und im Saarland ein Haus, ein Grundstück oder eine Wohnung kauft, muss mehr ausgeben als bisher. Für Nordrhein-Westfalen ist es nach 2011 und das Saarland nach 2013 eine Erhöhung in relativ kurzer Zeit. So viel verlangt sonst nur noch Schleswig-Holstein.

Die Bundesländer lassen die Preise steigen
Von beiden Landesregierungen wurden die Steuererhöhung mit der geplanten Senkung der Neuverschuldung und dem Einhalten der Schuldenbremse im Jahr 2020 begründet. Dies ist sicher nur ein vorgeschobener Grund, denn wegen des derzeitigen Immobilienbooms bringt die Grunderwerbsteuer den Bundesländern immer mehr Geld ein. Im Jahr 2005 betrugen die Einnahmen 4,8 Milliarden Euro und werden auf geschätzte 9,2 Milliarden Euro in diesem Jahr ansteigen. Die Grunderwerbsteuer lag in Deutschland bis 1996 einheitlich bei 2 Prozent und wurde dann auf 3,5 Prozent erhöht. Wegen einer Änderung im Grundgesetz im Zuge der Föderalismusreform setzen die Bundesländer seit 2006 die Höhe der Grunderwerbsteuer selbst fest.

Hier die aktuellen Steuersätze im Überblick:
◾Baden-Württemberg: 5 Prozent
◾Bayern: 3,5 Prozent
◾Berlin: 6 Prozent
◾Bremen: 5 Prozent
◾Brandenburg: 5 Prozent
◾Hamburg: 4,5 Prozent
◾Hessen: 6 Prozent
◾Mecklenburg-Vorpommern 5 Prozent
◾Niedersachsen: 5 Prozent
◾Nordrhein-Westfalen: 6,5 Prozent (alt: 5 Prozent)
◾Rheinland-Pfalz: 5 Prozent
◾Saarland: 6,5 Prozent (alt: 5,5 Prozent)
◾Sachsen: 3,5 Prozent
◾Sachsen-Anhalt: 5 Prozent
◾Schleswig-Holstein: 6,5 Prozent
◾Thüringen: 5 Prozent

In diesen Fällen müssen Sie keine Grunderwerbsteuer zahlen:
◾bei einer Erbschaft
◾bei einer Schenkung
◾bei einem Verkauf zwischen Personen, die in gerader Linie direkt verwandt sind, also zwischen Eltern und ihren Kindern oder zwischen Ehepartnern, nicht aber zwischen Geschwistern