Zinskommentar April 2013 – Deutschland steht weiter für Sicherheit auf dem Finanzmarkt

Derzeit macht sich Unsicherheit in der Bevölkerung breit. Nachdem die Pleite von Lehmann im Jahr 2008 schon fast zur weltweiten Finanzkrise führte, haben die Zentralbanken das Ruder übernommen und den Finanzmarkt abgesichert. Die Leitzinsen sanken praktisch auf Null und ermöglichten durch den Ankauf von Staatsanleihen eine vorübergehende Sicherheit des Geldsystems. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den südlichen Ländern sanken die Zinsen durch den gemeinsamen Beschluss der EU-Politik und der Zentralbank. Die sogenannte Stabilität des Geldwert geriet aber ins Wanken und konnte in den südlichen Ländern nicht vor der Eurokrise und den damit einhergehenden Folgen bewahren.

Wie sicher sind deutsche Anlagen?
Erneut in den Fokus von Anlegern und Investoren geriet der Begriff Stabilität im Zusammenhang mit dem Finanzmarkt durch die Zypern Krise. Sind unsere Gelder bei den Banken wirklich sicher und ist der Sparer vor dem Prinzip der Enteignung geschützt? Durch weiter niedrig gehaltene Zinsen sinkt die Glaubwürdigkeit der Bank und Politik, da logisch gesehen, Zinsen ansteigen und so zur Stabilität beitragen müssten. Das historische Zinstief passt keinesfalls zur Wirtschaft die wächst und sich mit einer Inflationsrate von unter 2% zeigt. In Deutschland hätten Zinsanhebungen für mehr Glaubwürdigkeit gesorgt und dem Bundesbürger suggeriert, dass er nicht um seine Anlagen fürchten und sich der Krise auf Europas Finanzmarkt allgegenwärtig sein muss. Draghi versprach währenddessen den Spekulanten mehr finanzielle Stabilität, wenn sie direkt Anleihen aus Krisenländern kaufen und damit auch im südlichen Europa die Wirtschaft ankurbeln. Eine fundamentale Verbesserung der finanziellen Lage in den Südländern ist derzeit aber noch nicht bekannt. Auch wenn der Finanzmarkt in Deutschland Sicherheit und eine konstante Stabilität suggeriert, sollten Investoren und Anleger jedes Risiko ausschließen und besonders bedacht handeln. Der Abwertungswettlauf der Währungen ist in vollem Gange. Auch wenn die Rettung der südlichen Ländern den deutschen Bundesbürger bisher kein Geld kostet, da die Kosten von der EZB getragen werden, grenzt die vorgegaukelte Sicherheit der Bürger schon an Schlitzohrigkeit der Regierung.

Mittelfristiger Anstieg der Bauzinsen ist zu erwarten
Das Rekordtief der Bauzinsen wird nicht auf Dauer anhalten. Schon jetzt spekuliert man über einen mittelfristigen Anstieg und die Erhöhung der Zinsen auf ein dem Markt entsprechendes Maß. Diesen Aspekt sollten vor allem Kunden vor Augen haben, die sich für eine langfristige Baufinanzierung entschließen und flexible Verzinsung im Vertrag wählen. Lange Laufzeiten sind bei Baudarlehen zu bevorzugen, wobei auch die Tilgungshöhe vorsorglich nicht zu niedrig angesetzt und optimal kalkuliert werden sollte.

Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

 

Mit der KfW lassen sich nicht altersgerechte Hürden beseitigen

In vielen Haushalten von Rentnern sind Barrieren der Alltag und erschweren nicht nur das Leben allgemein, sondern auch tägliche Dinge die sich barrierefrei einfacher erledigen lassen würden. Das Kuratoriums Deutsche Altenhilfe hat festgestellt, das rund 90 Prozent aller Haushalte mit Senioren alles andere als seniorengerecht gebaut sind. Viele Treppen, enge Bäder und ebenerdige Duschen, aber auch Türen die sich mit Rollstuhl oder Rollator begehen lassen sind eine Seltenheit. Aufgrund hoher Schwellen wird der Zugang zu Balkonen und Terrassen nicht nur mühselig, sondern in vielen Fällen schier unmöglich. Bauen Sie bereits in jungen Jahren barrierefrei, können Sie auch im hohen Alter in Ihrer Immobilie bleiben und den Lebensabend in den gewohnten 4 Wänden und in vertrauter Umgebung gestalten.

Altersgerecht modernisieren wird unterstützt
Baut man ein Eigenheim oder Mietobjekt altersgerecht um, haben Sie die Möglichkeit, hierfür eine 100-prozentige Kostenübernahme aller förderfähigen Ausbauten aus dem KfW Programm zu erhalten. Bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit sind an Zulage möglich. Aber nicht nur der komplette altersgerechte und barrierefreie Umbau, sondern auch der Angleich an altersgerechtes Wohnen in einzelnen Schritten kann vom KfW Programm gefördert werden. So lohnt sich der Antrag auf einen Zuschuss beim Einbau ebenerdiger Duschen, altersgerechter Badewannen, dem Entfernen von Türschwellen und anderen Hindernissen. Auch Bewegungsmelder für den Lichtschalter und automatisierte Rollladen dienen dem altersgerechten Wohnen und können so mit einer Zulage der KfW finanziert werden. Da die meisten Unfälle nachts auf der Suche nach dem Lichtschalter passieren, sind Bewegungsmelder eine innovative Investition und sorgen automatisch für Licht, sobald Sie den Flur oder das Badezimmer betreten.

Vor der Modernisierung beraten lassen
Für den altersgerechten Umbau gibt es eine Reihe wichtiger Faktoren die beachtet werden müssen. Dazu gehört beispielsweise auch das Anbringen von Steckdosen auf  einer Höhe von 40 Zentimetern, die auch vom Rollstuhlfahrer problemlos erreichbar sind. Interessieren Sie sich für eine Modernisierung oder einen Umbau an dem Sie auch im hohen Alter noch Freude haben, können Sie sich von unabhängigen Experten beraten lassen und  den Umbau professionell beginnen. Bei Maisonette Wohnungen empfiehlt es sich, den Wohn- und Schlafbereich auf der unteren Ebene zu errichten und so den Zugang auch im hohen Alter zu ermöglichen. Auch mit geringem Aufwand lässt sich eine altersgerechte Modernisierung ermöglichen und zum geringen Budget erledigen, nutzen Sie die Angebote der KfW und lassen sich Arbeiten fördern, die der Nutzung Ihrer Immobilie am Lebensabend dienen und barrierefreies Wohnen ermöglichen.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Thema.

Wenn Paare ohne Trauschein eine Immobilie kaufen wollen

Was schon bei rechtlich verheirateten Paaren zum Problem wird, ist in einer „wilden Ehe“ nicht einfacher zu lösen. Der Bundesgerichtshof sieht auch bei einem in der „wilden Ehe“ angeschafften Vermögenswert wie einer Immobilie ein rechtlich schutzwürdiges Ausgleichsbedürfnis im Falle einer Trennung. Unverheiratet zusammen lebende Paare sind auch jenseits der 40er nicht selten zu treffen und machen rund 3 Millionen Partnerschaften ohne Trauschein aus. Bei Trennung oder im Todesfall eines Partners hat in einer Ehe das Gesetz für den Ausgleich vorgesorgt. In einer „wilden Ehe“ müssen die Partner eigene Absprachen treffen und sich für den nicht vorhergesehenen Fall absichern.

Wichtige Fragen sind vor allem:

– Wer wohnt nach der Trennung weiter im Haus und wer muss die Hypothek zahlen?
– Wie werden Gewinn oder Verlust beim Verkauf der Immobilie geteilt?
– Wer hat das Recht auf Möbel und feste Einbauten?

Ansprüche nur mit Nachweis
Fehlen klare Regeln hat der BGH zwar mit zwei Urteilen eine Basis geschaffen, kann aber nicht zu Gunsten des Partners entscheiden, der vielleicht mehr in die Immobilie investiert hat. Der Schutz unverheirateter Paare ist mit der Gesetzgebung besser geworden, kann aber eine zu Lebzeiten beziehungsweise innerhalb der Beziehung getroffene Absprache nicht ersetzen. Wer einen Anspruch gerichtlich geltend machen möchte, muss diesen nachweisen und ihn anhand von alten Rechnungen belegen können. Anderenfalls kann das Gericht keine bevorzugte Entscheidung für den Antragsteller aussprechen, auch wenn sich dieser im Recht fühlt und mit dem Verlust des Hauses einen tiefen finanziellen Einschnitt in Kauf nehmen müsse.

An einen Partnerschaftsvertrag denken
Neben dem Grundbucheintrag sollte ein Partnerschaftsvertrag mit Hilfe eines Notars ausgearbeitet werden. Im Grundbuch können beide Partner zu gleichen, aber auch zu unterschiedlichen Teilen stehen. Der Eintrag zeigt aber ausschließlich den Besitz am Grundstück und an der Immobilie, nicht aber an den im Haus angeschafften Gegenständen auf. Für diese ist ein Partnerschaftsvertrag die sicherste Lösung, da sich im Vertrag eine korrekte Teilung aller angeschafften Gegenstände aufzeigen lässt.

Ohne ein Testament kann es zu Überraschungen kommen
Auch im Todesfall eines Partners ist ein Partnerschaftsvertrag von hoher Wichtigkeit. Laut der gesetzlichen Erbfolge hat der nicht verheiratete Partner kein Anrecht auf die Immobilie und muss den Ansprüchen von Kindern, Eltern oder Enkeln Vorrang gewähren. Mit einer klaren Regelung die zu Lebzeiten getroffen wird kann das Problem umgangen und das Erbrecht neu definiert werden. Am besten schreiben beide Partner ein Testament, in dem sie den Lebenspartner mit seinem Anteil an der Immobilie bedenken und so einem großen Erbschaftsstreit oder einer Erbengemeinschaft mit leiblichen Verwandten des Verstorbenen direkt aus dem Weg gehen.

Baunebenkosten sollten bei der Finanzierung berücksichtigt werden

Wer ein Haus baut, sieht sich dabei den verschiedensten Kosten gegenübergestellt. Was zunächst als Komplettpreis angeboten wird, beinhaltet dabei oft die diversen Nebenkosten nicht. Es empfiehlt sich, diese Nebenkosten schon im Vorfeld schon so genau wie möglich zu erforschen und in die Kalkulation für die Baufinanzierung mit einzuplanen. Auf diese Weise kann man unliebsame Überraschungen vermeiden.

Wo sind die Nebenkosten zu finden?
Schon vor Baubeginn kommen einige Nebenkosten auf den Bauherrn zu. Da fällt zunächst einmal die Grundbucheintragung für das neue Grundstück und die damit verbundenen Notarkosten an. Hier muss man mit etwa drei Prozent des Grundstückspreises rechnen. Danach sind etwa 100 Euro für die Erteilung der Baugenehmigung notwendig. Das Einmessen des Grundstücks schlägt mit etwa 400 Euro zu Buche. Muss vor Baubeginn aus Sicherheitsgründen eine Bodenprobe vorgenommen werden, so kostet diese zwischen 400 und 800 Euro.
Baut man ein Haus mit Keller, sammeln sich auf dem Grundstück schnell große Mengen von Erdreich an, die entsorgt werden müssen. Dafür sollte man mit 2.000 Euro rechnen. Materialien müssen sicher zum Rohbau transportiert werden. Dazu ist in der Regel die Anlage einer Baustraße aus Schotter erforderlich. Hier sollte man mit 150 Euro pro Meter Straße rechnen.

Die Nebenkosten bei der Finanzierung
Auch mit den Bankkosten ist zu rechnen. Nach drei Monaten fallen für den verbleibenden Darlehnsbeträge nämlich Bereitstellungszinsen an und für die bereits ausgezahlte Summe müssen Zinsen entrichtet werden. Oft werden diese Beträge einfach mit dem Darlehen verrechnet, jedoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass die verbleibende Summe dadurch kleiner wird.
Auch während der Bauphase kommen noch einmal ganz erhebliche Nebenkosten auf den Bauherren zu. Die größten Ausgaben sind hier für den Anschluss des Hauses an das öffentliche Versorgungsnetz zu erwarten. Dazu gehören, sowohl Wasser, Abwasser, Strom, als auch Kabelanschluss und Internet. Hierfür muss man gut und gerne mit 8.000 Euro rechnen.
Zusätzlich ist mit etlichen kleineren Kosten zu rechnen. Ein Baubegleiter, eine Miettoilette für die Bauarbeiter und eine Versicherung bringen Kosten mit sich, die sich summieren.

Eine genaue Kalkulation der Baunebenkosten ist kaum möglich

Wie sich aus diesen verschiedenen Posten erkennen lässt, ist es sehr schwer, die Baukosten genau zu berechnen. Das macht es natürlich schwer, die Summe zu bestimmen, die man bei der Bank aufnehmen muss. Berechnet man diese zu knapp, kann es sein, dass das Geld ausgeht, bevor der Bau beendet ist. So sollte man den Kredit besser so berechnen, dass ein kleines Polster verbleibt und bei der Bank vereinbaren, dass die nicht gebrauchte Summe innerhalb eines bestimmten Rahmens ohne zusätzliche Kosten und Gebühren zurückgezahlt werden kann.

Nutzen Sie meinen Budgetrechner um Ihre Finanzierungskosten zu kalkulieren.

Zinskommentar März 2013 – Der Zinsmarkt in Italien prägt sich als entscheidender Faktor in Europa aus

Der Ausgang der Wahl in Italien hat gezeigt, was das Land eigentlich vom Druck der EU und EZB in Sachen Sparkurs hält. Laut Angela Merkel hätte Mario Monti gewinnen sollen, doch erreichte dieser nur 10% der Wählerstimmen. In der EU galt er als Schlüssel zur Vertrauenswürdigkeit des Landes. Doch die Italiener wünschen keine Steuererhöhung, keine Liberalisierung und auch keinen Euro. Die Mitbestimmung der EU und wie Italien meint, gezielt Berlin, wird nicht akzeptiert und daher stehen Euro-kritische Parteien mit 60% der Wählerstimmen vorne. Egal wie sich die Wahl letztendlich gestalten wird, der Sozialabbau und die Sparmaßnahmen werden aufhören. Nach Italien zeigt auch Spanien Unmut und wird aufgrund 30% Arbeitslosigkeit und davon 50% Jugendarbeitslosigkeit wahrscheinlich nicht länger an der Troika festhalten.

Keine Erhöhung der Leitzinsen in Sicht
Da Sparkurs und Erhöhung der Abgaben wie sie geplant waren so nicht durchsetzbar sind stellt sich die Frage, was genau nun in Italien zur Schuldenregulierung getan wird. Durch Mario Draghi hat Italien bereits die Macht in der EZB übernommen. Wenn Reformen nicht funktionieren hat er bewiesen, wie einfach er die Notenpresse anwerfen kann. Der Niedrigzins bleibt erhalten und nicht einmal Deutschland hat wohl Interesse an einer starken Währung, wie es derzeit den Anschein macht. Da Deutschland als Bollwerk für alle Krisenländer präsent ist, bleiben auch hier die Kapitalmarktzinsen historisch niedrig. Von einer Wiederherstellung des Wirtschaftsmarktes in Europa ist die EU anhand der Mehrheit an Krisenländern noch weit entfernt und ein Ausgang der Eurokrise somit noch nicht abzuschätzen. Die südländische Allianz wird immer stärker und Deutschland selbst ist isoliert. Wohin dieser Weg führt bleibt abzuwarten, ebenso seine Auswirkungen auf ein gemeinsames und starkes Europa. Das Regierungschaos Italiens wird sich durch den Ankauf weiterer Staatsanleihen nicht mindern, sondern erneut zuspitzen.

Weitere Zinssenkung mit hohem Risiko verbunden
Darlehensnehmer einer Baufinanzierung in Deutschland profitieren weiter von der derzeitigen Entwicklung und investieren aufgrund der Rekordtiefe der Zinsen immer mehr in Immobilien. Den tiefen Zinsen gegenüber steht ein stabiler bis tendenziell steigender Immobilienpreis in den Städten. Noch niedrigere Zinsen würden das Risiko erhöhen und sollten nicht auf der Agenda stehen. Vielmehr sollten Baufinanzierungskunden darauf bauen, Tilgungsraten schnell und in angemessener Höhe zurückzuzahlen und die Baufinanzierung kalkulierbar und überschaubar zu halten. Ob hier längere Laufzeiten oder eine hohe Tilgungsrate fokussiert werden, sollte anhand der Zielstellung potenzieller Bauherren, sowie ihren finanziellen Möglichkeiten vor der Darlehensaufnahme konkret und realisierbar kalkuliert werden. 

Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

Rolle als Bauherr – Freiheit oder Risiko?

Im Leben eines Menschen gibt es viele Ziele. Ein Ziel, welches wohl jeder Mensch hat, ist es irgendwann mal in den eigenen vier Wänden zu leben. Bestenfalls sollte das natürlich ein Haus sein und noch besser, wenn es neu gebaut wird, damit es perfekt und individuell an die eigenen Erwartungen angepasst werden kann. Doch der Bau eines eigenen Hauses ist auch direkt mit einem großen finanziellen Aufwand und harter Arbeit verbunden. Dabei gibt es natürlich die unterschiedlichsten Systeme ein Haus zu bauen bzw. es bauen zu lassen, wodurch auch die Finanzierungen sich unterscheiden. Einerseits gibt es natürlich die Möglichkeit den Bau auf einen Bauträger zu übertragen, welchen man für die gewünschten Leistungen bezahlt. Eine weitere Möglichkeit ist es, selber als Bauherr zu agieren und den Bau des Hauses selbst in die Hand zu nehmen, doch gehen mit der Freiheit des eigenen Baus auch mehr Risiken einher?

Was muss ich als Bauherr alles leisten?
Als Bauherr hat man grundsätzlich noch mehr Arbeit als ein Bauträger, der für den Bau eines solchen Hauses beauftragt werden kann. Der erste Schritt ist es, ein Grundstück zu finden, auf welchem man das Haus bauen kann. Dies ist allerdings ein geringes Problem, was auch meistens nicht vom Bauträger erledigt wird, da ein Bauherr sich im Normalfall selber darum kümmert. Daraufhin kann bzw. sollte ein Architekt beauftragt werden, um die Grundrisse für das Haus festzulegen und den Bau zu konstruieren. Sind die verwaltungstechnischen Dinge geregelt, hat man die Freiheit die Umsetzung des Baus, soweit wie es geht selbst zu gestalten und für gewisse Leistungen eine Firma zu beauftragen. Im Grunde genommen muss man diesen Prozess bei jedem Teil des Hauses durchführen und überlegen, inwieweit man selber die Umsetzung erledigen könnte, sodass die Kosten nicht so hoch sind.

Vorteile und Nachteile als eigener Bauherr
Der gravierende Nachteil liegt wohl darin, dass man als Bauherr die Risiken eingehen muss, selbst sehr viel Verantwortung zu tragen. Sollte etwas in der Planung schief laufen oder man selber das Projekt finanziell nicht mehr stemmen können, muss man als Bauherr selber dafür aufkommen, sodass zu keinem Zeitpunkt die Fertigstellung des Hauses garantiert ist. Dadurch ergibt sich auch der Nachteil der Abhängigkeit von den beauftragen Firmen und deren Zuverlässigkeit. Für die Planung als Bauherr spricht natürlich der finanzielle Vorteil, wodurch mindestens die Kosten für einen Bauträger und diverse Verträge mit diesem entfallen, außerdem sind der eigenen Entfaltung beim Bau des Hauses keine Grenzen gesetzt. Auch die Kosten für Teilarbeiten können entfallen, wenn man diese selber erledigt.

Beim Immobilienkauf kann eine alte Wohngebäudeversicherung zur Kostenfalle werden

Beim Immobilienkauf wird häufig in der Eile die bestehende Wohngebäudeversicherung vom Verkäufer übernommen. Doch dies sollte nie unbedacht und ohne einen vorherigen Vergleich erfolgen, da sonst böse Überraschungen und hohe Kosten drohen.
Niemals sollte ein Hausbesitzer daran glauben, dass ihm das Schicksal nicht übel mitspielt. Ein Wohnungsbrand, ein Defekt in der Gasleitung, aber auch äußere Einflüsse können zur vollständigen Zerstörung der Immobilie führen. Ist dann kein adäquater Versicherungsschutz gegeben, können Hauseigentümer unverschuldet in eine Schuldenfalle geraten und alles verlieren.

Nicht an der Wohngebäudeversicherung sparen
Immobilien als Investition in Sachwerte stehen seit der Finanzkrise hoch im Kurs. Doch wird dabei häufig vergessen, die günstig erworbene Immobilie ansprechend abzusichern und mit einer Wohngebäudeversicherung umfassend zu schützen. Dies gilt natürlich nicht nur beim Hauskauf, sondern sollte auch bei einer Eigentumswohnung nicht vernachlässigt werden. Eine umfassende und vor finanziellen Verlusten schützende Wohngebäudeversicherung sollte vorhanden sein. Bei einer Eigentumswohnung ist in der Regel die Gemeinschaft der Eigentümer versichert. Sollte der Umstand oder die Höhe der Versicherung unklar oder nicht ausreichend sein, kann in einer Eigentümerversammlung die Thematik Wohngebäudeversicherung angesprochen und sich über adäquate Angebote unterhalten werden. Die Kosten für eine Wohngebäudeversicherung im Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen überzeugt mit fairen Konditionen, da die Gesamtkosten unter den Eigentümern geteilt werden. Bereits beim Kauf sollten Interessenten den Versicherungsschutz prüfen und sich die Police zur Wohngebäudeversicherung vorlegen lassen.

Innerhalb von 4 Wochen wechseln
Der Wechsel in eine neue Versicherung sollte nicht auf die lange Bahn geschoben werden. Nach dem Immobilien- oder Eigentumswohnungskauf hat der Käufer nur 4 Wochen Zeit, die Versicherung des Vorbesitzers zu kündigen und in ein besseres Angebot zu wechseln. Ein umfassender Schutz ist bei einigen Gesellschaften bereits für 150 Euro im Jahr zu erhalten und schließt die Elementarversicherung ein. Rund 30% aller Eigentümer zahlen die Elementarversicherung zur Wohngebäudeversicherung zusätzlich. In einer neuen Police ist diese bereits enthalten und führt somit nicht zu zusätzlichen Kosten.

Keine Verträge von vor der Jahrtausendwende übernehmen
Besonders unsicher und im Schadensfall teuer sind Policen zur Wohngebäudeversicherung, die schon vor der Jahrtausendwende bestanden haben. Die alten Policen sehen in vielen Fällen eine Absicherung von nicht über 60% vor, was für den Eigentümer im Versicherungsfall immer zum Nachteil ist und den finanziellen Ruin bedeuten kann.
Angebote vergleichen und rechtzeitig wechseln hilft Sparen und sorgt für ausreichenden Versicherungsschutz. Die gewählte Wohngebäudeversicherung sollte zu 100% dem Wert der Immobilie entsprechen und alle wichtigen Aspekte zur optimalen Absicherung im Schadensfall enthalten.

Bei der Anschlussfinanzierung kann durch Vergleichen bares Geld gespart werden

Immobilienbesitzer kennen das Problem. Der Kredit läuft aus und von der Bank kommt ein Brief, in dem eine Anschlussfinanzierung geboten wird. Oft aus Bequemlichkeit, häufig aber aus Unwissenheit wird die Anschlussfinanzierung angenommen und nicht verglichen, ob ein Angebot mit günstigerer Zinsfestschreibung auf dem Markt überzeugt und sich besser und effizienter für eine Anschlussfinanzierung eignen würde.

Eine günstige Zinsfestschreibung spart viel Geld
Banken verschweigen gerne, dass der Kreditnehmer bei einer anderen Bank hohe Kosten sparen und durch eine Umschuldung eine viel attraktivere Zinsfestschreibung nutzen könnte. Mit einer Abtretung der Restschuld hat der Kreditnehmer einen maximalen Kostenaufwand von 0,3%. Diese niedrige Gebühr steht oft in keinem relevanten Vergleich zur Zinsfestschreibung, die beim anderen Kreditgeber weitaus attraktiver als bei der Hausbank ist. Es lohnt daher nicht, das erhaltene Angebot kompromisslos anzunehmen und eine hohe Anschlussfinanzierung zu wählen, ohne sich über eine Ersparnis bei einer Umschuldung mit günstiger Zinsfestschreibung zu informieren.

Hier macht Vergleich reich
Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass mehr als die Hälfte aller Baufinanzierenden eine Menge Geld verschenken und aus oben genannten Gründen auf eine günstige Zinsfestschreibung durch den Bankenwechsel verzichten. Nach der Laufzeit der Zinsfestschreibung bei der kreditgebenden Bank ist es ratsam, sich über günstige Angebote zu informieren. Selbst bei einer Differenz von 0,1-0,2% kann ein Wechsel lohnen und eine Ersparnis zu ermöglichen. Bei einem Kredit von 150.000 Euro kann die Ersparnis bei einer Laufzeit von 10 Jahren rund 3.000 Euro, bei einer Laufzeit von 15 Jahren sogar 4.000 Euro betragen.

Jetzt günstige Angebote unterbreiten
Wenn Sie mit Ihrer Bank verhandeln und eine Umschuldung zu einer anderen Bank nicht beanspruchen möchten, sollten Sie ein Angebot unterbreiten und eine adäquate Zinsfestschreibung vorschlagen. In einigen Fällen wird die Bank Ihr Angebot beherzigen und Sie als Kunden mit einer günstigen Zinsfestschreibung bei einer geplanten Anschlussfinanzierung zum Baukredit behalten.

Mit meinem Zins-Check können Sie sich einen kostenfreien Marktüberblick verschaffen, welcher Zinssatz in Ihrem persönlichen Fall aktuell möglich wäre.

Verbesserungen bei den KfW-Förderprogrammen

Die KfW Bank teilt mit, dass sich folgende Förderprogramme ändern:

Verbesserung der Förderung im KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ (Programm-Nr. 430)
Am 12.12.2012 hat der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat das Vermittlungsverfahren über eine steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden für gescheitert erklärt. Das Bundeskabinett hat als Alternative zu der steuerlichen Förderung am 19.12.2012 eine verbesserte Zuschussförderung für hocheffiziente Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“ beschlossen, die insbesondere Sanierungsanstrengungen von selbstnutzenden Wohneigentümern unterstützt. Mit der Bereitstellung der Mittel aus dem Energie- und Klimafonds kann ab sofort eine verbesserte Förderung für die Durchführung von Einzelmaßnahmen und besonders ambitionierter Effizienzhaus-Standards im KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ (Programm-Nr. 430) angeboten werden.

Die verbesserte Zuschussförderung auf einen Blick:

KfW-Effizienzhaus 55:

  • Anhebung des Investitionszuschusses von 20% auf 25% der förderfähigen Investitionskosten von max. 75.000 Euro pro Wohneinheit
  • Max. Zuschussbetrag: 18.750 Euro (bisher: 15.000 Euro) pro Wohneinheit

KfW-Effizienzhaus 70:

  • Anhebung des Investitionszuschusses von 17,5% auf 20% der förderfähigen Investitionskosten von max. 75.000 Euro pro Wohneinheit
  • Max. Zuschussbetrag: 15.000 Euro (bisher: 13.125 Euro) pro Wohneinheit

Einzelmaßnahmen:

  • Anhebung des Investitionszuschusses von 7,5% auf 10% der förderfähigen Investitionskosten von max. 50.000 Euro pro Wohneinheit
  • Max. Zuschussbetrag: 5.000 Euro (bisher: 3.750 Euro) pro Wohneinheit

Diese erhöhten Zuschüsse werden rückwirkend für alle Anträge, die nach dem Beschluss der Bundesregierung ab dem 20.12.2012 bei der KfW eingegangen sind, zugesagt. Die Zuschusshöhen für die weiteren KfWEffizienzhaus-Standards bleiben unverändert.

Für das Programm antragsberechtigt sind wie bisher natürliche Personen als Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie von Eigentumswohnungen. Alle weiteren Programmbedingungen bleiben unverändert bestehen.

Erhöhung der Tilgungszuschüsse für KfW-Effizienzhäuser 55 und 70 im KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ ab 01.03.2013 (Programm-Nr. 151)
Analog zur verbesserten Förderung in der Zuschussvariante passen wir auch die Förderung für die Umsetzung energetisch anspruchsvoller KfW-Effizienzhäuser im Kreditprogramm an. Ab 01.03.2013 werden die Tilgungszuschüsse für die KfW-Effizienzhäuser 55 und 70 angehoben.

Die verbesserte Förderung auf einen Blick:

KfW-Effizienzhaus 55 (Programm-Nr. 151):

  • Anhebung des Tilgungszuschusses von 12,5% auf 17,5% des Zusagebetrages

KfW-Effizienzhaus 70 (Programm-Nr. 151):

  • Anhebung des Tilgungszuschusses von 10% auf 12,5% des Zusagebetrages Die Tilgungszuschüsse für die weiteren KfW-Effizienzhaus-Standards bleiben unverändert. Anträge zu den verbesserten Förderbedingungen können ab 01.03.2013 bei der KfW gestellt werden. Aus technischen Gründen können die von der Anhebung der Tilgungszuschüsse betroffenen Zusagen erst ab 01.04.2013 erteilt werden. Alle Anträge, die bis zum 28.02.2013 (einschließlich) bei der KfW eingehen, werden nach den derzeitigen Programmbedingungen entschieden.

Quelle: KfW Bank

Zinskommentar Februar 2013 – Der erstarkende Euro und seine Auswirkungen auf die Weltwirtschaft

Japans Ankündigung soviel Geld wie notwendig zu drucken, damit die Inflation von 2% erhalten bleibt, wird natürlich nicht ohne Konsequenzen bleiben und die Weltwirtschaft nachhaltig verändern. Hohe Ankäufe von Staatsanleihen und eine Nullzinspolitik sollen die Wirtschaft steigernd beeinflussen. Das der Dollar damit geschwächt und die Drittmärkte gestärkt werden, wird von der Politik und Wirtschaft dabei in Kauf zu nehmen. Auch die Teuerung von Importen, welche dadurch eher unattraktiv gestaltet werden, spielen in der neuen Finanzpolitik eine wichtige Rolle. Selbst der Yen hat an Stärke zugenommen und durch diese Finanzpolitik an Wert gewonnen. Als Verlierer ist der Euro zu sehen, der im Vergleich zum Dollar schwach wirkt und aufgrund der Eurokrise als Anlagewährung wenig gefragt ist und als unsicher gilt.

Welche Wirkungen schwächere Konjunkturen auf die Eurozone ausüben
Seit Draghis Ankündigung alles zu tun um den Euro als gemeinsame Währung zu erhalten, stieg die Zuversicht und damit auch die Kaufkraft des Euro geringfügig an. Der Euro hat sich gegenüber dem Dollar stabilisiert und stieg an. Derweil gab Japan die Botschaft kund, so viele Noten zu drucken wie nötig und keine Limitierung einzuhalten. Dadurch erlitt der Yen eine drastische Wertminderung, die auch für Europa nicht ohne Spuren blieb. Diese Entwicklung wirkt sich schädlich für die Eurozone aus, da mit dieser Finanzpolitik das Ziel verfolgt wird, den Absatz von Wirtschaftsgütern im Ausland zu fördern und konkurrenzlos auf dem Markt zu sein. Größere Spannungen der Politik werden sich auf Dauer nicht vermeiden lassen und in Folge der bewussten Schwächung von Währungen eintreten.
Für Länder die dem Euro angehören, ist diese Tendenz brisant und keinesfalls zu unterschätzen. Schon jetzt ist die Wettbewerbsfähigkeit für Euroland eine große Herausforderung, welche noch ansteigen wird. Vor allem auch im Hinblick auf Problemzonen im Euro, ist der Anstieg zu hoch und führt zu problematischen Exportbedingungen. Das bisher gute Wirtschaftswachstum in Deutschland könnte sich ausbremsen und durch die günstigen Angebote aus Drittländern an Wertigkeit verlieren. Hier würde eine Stagnation des Wirtschaftswachstums in Folge dafür sorgen, das eine erneute Eurokrise durch die neue Finanzpolitik auch auf Deutschland zurollt.

Lange Zinsbindungen bevorzugen
Kunden für Baufinanzierungen werden auch in kommender Zeit nicht auf niedrige Zinsen verzichten müssen und daher vor allem aus Langzeitverträgen profitieren. Trotzdem steigt die langfristige Unsicherheit, welche sich aus dem Zinsgefuge ergibt und eine Normalisierung der Kapitalmärkte nicht in absehbare Aussicht stellt. Zukünftige Belastungen aus Immobilienkäufen lassen sich mit langfristiger Kalkulation stabilisieren.

Tendenz:
Kurzfristig: abwärts
Mittelfristig: seitwärts