Zinskommentar Juni 2013 – Veränderungen der Zinsmärkte machen nervös

Der Leitzins liegt noch immer bei 0.25% und sollte somit für unveränderte Zinsen am Markt sorgen. Doch in den vergangenen Wochen wurde der Ausgabezins für US-Staatsanleihen von 0.5% auf 2.1% erhöht. Investoren zittern und verfolgen nervös den Markt, der trotz unveränderter Leitzinsen auf einmal mit höheren Ausgabezinsen aufwartet und Anleger in Unsicherheit bringt. Begründet wird der höhere Zins in der Erholung der Banken, welche aufgrund von Refinanzierungen zu mehr Stabilität auf dem Finanzmarkt führte und so für ein Zinserhöhung durchaus adäquat war. Immer häufiger stellt sich die Frage, ob sich Investitionen für Kleinanleger überhaupt noch lohnen oder ein Zins über der Rendite von Staatsanleihen eher für wenig Agitation aufgrund minderer Attraktivität auf den Märkten sorgt. Der Realzins ist derzeit unter der Inflationsrate angesiedelt und bringt somit für den Anleger immer einen Verlust.

Worin sich die Zinserhöhung stützt
Aufgrund der zahlreichen Aufkäufe in der letzten Zeit konnte das Niveau erhöht und ein für die Banken rentablerer Zins präsentiert werden. Riesige Aufkäufe der Notenbank sind als hauptsächliche Ursache zu betrachten. Doch kann die Erhöhung der Zinsen durchaus zur Folge haben, dass diese auf anderen Sektoren weg brechen und so für wenig Attraktivität in verschiedenen Anlagebereichen sorgen. Tritt dieser Fall ein, muss eine erneute Stützung erfolgen um den Markt aufzufangen und einen Zins-Crash zu unterbinden. Die rasche Zinserhöhung gleicht einem Strohfeuer und wird derzeit mit wachsamen Augen betrachtet. Da die Erhöhung nicht aufgrund einer tatsächlichen Stabilität auf dem Markt, sondern der gekauften Stabilität durch Notenbanken präsent ist, geht die Zinserhöhung tatsächlich mit einem hohen Risiko Hand in Hand und kann zeitnah ins Gegenteil umschlagen.

Ob sich die Konjunkturentwicklung festigt
Von einem Aufschwung in Euroland kann derzeit absolut keine Rede sein. Diese Begrifflichkeit klingt unter dem Deckmantel der erfolgten Refinanzierung und somit manuell begünstigten Erholung der Banken wie ein Hohn und nicht danach, das der Markt sich tatsächlich erholt hat und Investoren wieder Sicherheit bieten kann. Die USA sind sich den Auswirkungen auf den globalen Zinsmärkten durchaus bewusst und haben trotzdem mit einer Zinserhöhung aufgewartet. Bei einer fortschreitenden Inflation werden Notenbanken die einzigen Käufer von Anleihen sein, da der industrielle oder private Anleger keine Anleihen kauft, deren Rendite geringer als die Inflation ist. Sollte sich diese Befürchtung durchsetzen und ein alleiniger Ankauf der Anleihen von Notenbanken dominieren, wird der Zins-Crash zwangsläufig kommen und für neue Verwirrung und Unsicherheit auf den Märkten und an den globalen Börsen sorgen.

Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts


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Reparaturen zu Hause

Wer kennt das nicht? Der Wasserhahn tropft nervtötend, eine verzogene Tür klemmt, ein überlasteter Regalträger reißt aus der Verankerung oder die Heizung bleibt kalt…
Die Stiftung Warentest hat in dem Buch „Reparaturen zu Hause“ Arbeitstechniken und Anleitungen zusammengestellt, so dass man als Heimwerker viele Probleme selbst lösen kann.

Kurzinfo zum Buch
Der Ratgeber zeigt, wie Sie Böden, Decken, Wände und Treppen renovieren, Sanitärinstallationen und Heizungsanlagen warten und reparieren sowie Probleme bei elektrischen Anlagen und Geräten sicher beheben. Dazu erfahren Sie, wie sie Türen und Fenster reparieren und auch gegen Einbrüche sichern. Mit bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen bekommen Sie praktische Hilfen zur Selbsthilfe. Werkzeug- und Materiallisten sowie viele Praxistipps verhelfen Ihnen zum Erfolg. Wir sagen: „Ran ans Werkzeug!“ Dieser Ratgeber versetzt Sie in die Lage sich selbst zu helfen, auch wenn Sie nicht zu den ambitionierten Heimwerkern gehören.
Mit der richtigen Grundausstattung an gutem Werkzeug, dem nötigen Wissen in den wichtigsten Arbeitstechniken und den fotografierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen in diesem Buch können Sie viele Probleme erfolgreich bewältigen bis hin zu einfachen Umbaumaßnahmen. Neues gibt es vor allem bei den Elektroinstallationen Stichworte Netzwerke und Energiesparen und bei den Heizungen. Auch wenn Sie eine Wohnung vor dem Auszug renovieren müssen, helfen wir Ihnen.

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Finanzierungsfehler auch bei Niedrigzins Angeboten vermeiden

Vor allem im Bereich Immobilienfinanzierung lassen sich Bauherren schnell aufgrund niedriger Zinsen zu nicht vollständig kalkulierten Entscheidungen hinreißen. Wird die eigene Finanzkraft überschätzt und sich an einen Kredit gebunden, bewahren auch besonders niedrige Zinsen nicht vor dem finanziellen Verlust und können dazu beitragen, dass die Tilgung der Raten schwerer fällt als gedacht.

Kredite auf Herz und Nieren prüfen
Um wenig adäquate Angebote auszuschließen und dem Niedrigzins nicht den hauptsächlichen Fokus bei Entscheidungen zuteil werden zu lassen, sollten potenzielle Bauherren Kreditangebote vergleichen und sich für eine geringstmögliche Restschuld entscheiden. Um wirklich vergleichen und faire Konditionen erkennen zu können, raten Spezialisten zu identischen Angaben und Vorstellungen im Rahmen der Finanzierung. Mit einer Finanzierung mit langer Zinsbindung erhält der Kreditnehmer Vorteile und die Sicherheit, in den festgesetzten 10-15 Jahren von einer Erhöhung der Zinsen verschont zu bleiben. Aber auch Nebenkosten wie Miete für die aktuelle Wohnung, Grundsteuer und sonstige finanzielle Aufwendungen außerhalb der Anschaffung von Wohneigentum sind zu beachten und haben mit der Finanzierung des Bauvorhabens als solche nichts zu tun. Durch niedrige Zinsen wird die eigene Finanzkraft nicht selten überschätzt und unrealistisch beurteilt. Alle aufgezählten Kosten müssen außerhalb dem Aufwand zur Kredittilgung zur Verfügung stehen. Der Aufwand zur Tilgung sollte also gesondert übrig und nicht Bestandteil der laufenden Ausgaben sein.

Trotz Rückzahlungen sparen
Finanzielle Rücklagen sichern nicht nur die Finanzierungsraten in der Rückzahlung in finanzschwachen Zeiten, sondern sind ebenso für Sonderaufwendungen rund um die Immobilie notwendig. Wer nicht auf finanzielle Rücklagen achtet und ausschließlich die Kreditraten zahlt, wird bei unvorhergesehenen Geschehnissen und Kosten schnell in einen finanziellen Engpass geraten und die Tilgung nicht mehr vornehmen können. Bei Verträgen mit kostenlosen Sondertilgungen und flexiblen Vertragsbedingungen können Bauherren mit weniger Problemen rechnen und die Tilgungsrate den tatsächlich zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln einfacher und ohne Mehrkosten außerordentlich begleichen.


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Baufusch – Vorbeugen, Reklamieren, Sanieren

Jeder Neubau hat laut Studien durchschnittlich 21 Problemstellen und deren Beseitigung kostet jährlich rund 1,4 Milliarden Euro. In dem neuen Ratgeber von Stiftung Warentest „Baupfusch“ bekommt man die typischen Probleme in allen Bauphasen erklärt und erhält Tipps, wo man als Bauherr genauer hinsehen sollte.

Kurzinfo zum Buch
Mangelhafte Abdichtungen, instabiles Mauerwerk, nicht fachgerechte Wärmedämmung oder Mängel am Bau des Dachstuhls… Pfusch am Bau führt in aller Regel zu unvorhergesehenen Ausgaben, die bei knapp kalkulierten Finanzierungen das ganze Bauprojekt gefährden können. Dieser Ratgeber von bewahrt Bauherren vor Fehlern und erklärt die Möglichkeiten der Qualitätskontrolle. Der von Stiftung Warentest entwickelte Baustellen-Check zeigt die schlimmsten Bausünden und klassifiziert sie nach Häufigkeit des Auftretens sowie nach Aufwand, der betrieben werden muss, um den Pfusch zu entdecken. Außerdem erfahren Sie, wie ein Mangel sachgerecht behoben wird. Die Bauabnahme und wie Sie Konflikte gütlich oder aber vor Gericht lösen, sind eigene Themen in diesem Ratgeber. Adressen und Musterdokumente im Serviceteil geben Ihnen weitere Hilfestellungen, damit Sie sorgenfrei ins neue Zuhause einziehen können.

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Zinskommentar Mai 2013 – Welche Auswirkungen der Leitzins von nur noch 0,5% auf die Baufinanzierung hat

Stetige Inflation und die Eurokrise in den Südländern haben dazu geführt, dass der Leitzins der EZB um weitere 0,25% gesenkt wurde. Die deutsche Politik mit Frau Merkel an der Spitze gilt als Befürworter des gesenkten Leitzins und gerät so in die Kritik der Wirtschaft. Mario Draghi hingegen weist den Druck der Politik von sich und distanziert sich davon, dass die Zinssenkung ein Produkt der Forderungen aus Deutschland und anderen nicht schwachen EU Staaten ist. Laut Informationen soll die EZB sogar dafür plädieren, das Liquiditätshaltung mit einem Strafzins bedacht wird. Banken freuen sich natürlich über den erneut gesenkten Leitzins und erhalten von der EZB Konditionen, die auf einem erkennbaren und noch nie dagewesenen Rekordtief angesiedelt sind. Die Kreditvergabe in den Südländern soll mit niedrigen Zinsen wieder in Gang gebracht und so ein wirtschaftlicher Aufschwung ermöglicht werden. Doch ob diese Theorie aufgeht oder die Wirtschaft noch schwächer wird, ist derzeit nicht erkennbar. Bekannt aber ist, dass die Banken ihre Zinsen an den Endverbraucher noch erhöht haben, obwohl sie selbst das Geld von der EZB zu äußerst niedrigen Konditionen erhalten.

Trotz niedrigem Leitzins höhere Kreditzinsen?
Die Politik sieht die Schuld bei der EZB , während diese die Schuld von sich weist. Durch eine hohe Arbeitslosigkeit und Inflation in den Krisenländern gehen die Preise für Immobilien zurück, Neueinrichtungen oder Anschaffungen sind nicht zu bewerkstelligen und wirken sich natürlich und sichtbar auf die Wirtschaft in den Krisenländern aus. Lauter werden die kritischen Stimmen zu Frau Merkel, die trotz mehrfacher Aufforderung nicht an ihrem Konzept und den Aussagen zur Sparpolitik für Krisenländern, sowie zur Sanierung von Staatsfinanzen festhält. Inwieweit sich der Rückhalt der Politik auch auf die deutsche Wirtschaft auswirkt und welchen Einfluss die niedrigen Leitzinsen auf Dauer ausüben werden, ist derzeit noch ungewiss. Es sieht danach aus, dass die Nullzins Politik der EZB die Sparmaßnahmen unnötig erscheinen und sie von der Agenda der Krisenländer nehmen lässt. Vor allem arbeitslose Bürger in den Krisenländern schimpfen über Sparmaßnahmen und fühlen sich in ihrer persönlichen Freiheit durch politische Strenge eingeschränkt.

Auswirkungen für Deutschland beim Immobilienkauf
Die Nullzins Politik zeichnet sich in Deutschland auf zwei verschiedenen Ebenen ab. Während Sparer um ihre Zinsen gebracht werden und enttäuscht reagieren, boomt der Markt für Immobilien mit rekordverdächtig günstigen Preisen. So werden auch vielerorts Immobilien angeschafft, die nicht als überlegter Kauf, sondern aufgrund enorm niedriger Konditionen und praktisch kaum Zinsen erfolgen. Bei 10-jährigen Pfandbriefsätzen von 1,6 Prozent sind die Hypothekenkredite auf einem historisch tiefem Niveau angelangt und bieten enorme Finanzierungsvorteile, wenn die Finanzierung langfristig ausgelegt wird. Es besteht jedoch die Gefahr, dass dadurch in den Euro-Kernländern die nächsten Immobilienblasen entstehen können. Künstlich tief gehaltene Zinsniveaus verleiten zu spekulativen Käufen und falschen Investitionen. Wenn in München oder Frankfurt inzwischen für Mehrfamilienhäuser oder Kapitalanlagewohnungen die 40-fache Jahresmiete bezahlt wird, so ist dies nur nachvollziehbar, wenn die Zinsen auf dem derzeitigen Niveau bleiben. Bei einer Normalisierung des Zinsniveaus würde der Multiplikator wieder Richtung der langfristigen Durchschnitte des 15-fachen gehen, wodurch erhebliche Preisrückgänge die Folge wären.

Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts

 


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Änderung bei KfW-Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren

Für die Qualitätsverbesserung von Energieberatungen sowie energetischen Fachplanungen und Baubegleitungen für Sanierungen und Neubauten können seit Ende 2011 Sachverständige in der Energieeffizienz-Expertendatenbank für Förderprogramme des Bundes (BMVBS, BMWi, BAFA und KfW) unter der Webseite www.energie-effizienz-experten.de (nachfolgend: Expertenliste) abgerufen werden. Mehr als 4.000 Experten haben sich bereits in diese zentrale und qualitätsgesicherte Liste eintragen lassen.

Zur weiteren Unterstützung der Qualitätssicherung wird die Anwendung der Expertenliste wie folgt ausgebaut:

1. Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung: Verbindliche Anwendung der Expertenliste ab 01.06.2013
2. Energieeffizient Bauen und Sanieren: Verbindliche Anwendung der Expertenliste ab 01.02.2014
3. Energieeffizient Bauen und Sanieren: Qualifizierung für Sachverständige durch Online-Seminare der KfW ab Juni 2013

Weitergehende Informationen finden Sie hier.

Quelle: KfW-Bank


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Das Bauherren-Handbuch – In sieben Schritten ins eigene Haus

Die meisten Menschen bauen nur einmal im Leben. Sie benötigen dafür einen versierten und unabhängigen Partner. Das Buch von Stiftung Warentest „Unser Bauherren-Handbuch“ erklärt alles, was um das Bauen wichtig ist. Hier wurde eine Menge Wissen zum Thema Hausbau, Planung und Finanzierung zusammen getragen.

Kurzinhalt des Buches
Möglichst grün, aber doch stadtnah? Wo das eigene Haus stehen soll, wie es aussehen soll und was man sich leisten kann, sind die Fragen, die sich jeder Bauherr stellt. Das Bauherren-Handbuch ist ein unabhängiger Ratgeber für alle, die sich den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen wollen. Von „Grundstück finden“ über „Finanzierungskonzept ausarbeiten“ und „Baugenehmigung einholen“ bis hin zu „Garten gestalten“, „Haustechnik auswählen“ und „Wasseranschluss legen“: Alles wird detailliert beschrieben, dazu gibt es Checklisten, Beispielrechnungen und Planungshilfen. So können zukünftige Eigenheimbesitzer ihre Entscheidungen treffen und sich mit Architekten, Handwerkern und Banken auf Augenhöhe austauschen. Die Stiftung Warentest hat ihr ganzes Wissen zum Thema Hausbau, Planung und Finanzierung in dieses Buch gepackt. Mehr braucht man nicht, damit das große Projekt zum Erfolg wird.

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Durch den Bauvertrag sicher bauen

Fehler und Probleme beim Bauvorhaben können nicht nur hohe Kosten verursachen, sondern auch zu gerichtlichen Streitigkeiten führen. Oftmals enthält ein vom Anbieter gefertigter Bauvertrag schon Lücken und kann somit nicht dafür genutzt werden, als Bauherr zu seinem Recht zu gelangen und sich dabei auf einen lückenlosen Vertrag zu berufen.

Gratis Bauverträge als Muster
Die Eigentümergemeinschaft Haus & Grund hat in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband des Baugewerbes den Bauvertrag aktualisiert und als gratis Vertragsmuster zur Verfügung gestellt. Für Bauunternehmen empfiehlt Haus & Grund Vorstand Kornemann, den Bauvertrag am Muster zu orientieren und so für mehr Sicherheit beim Bauen, sowie für mehr Vertrauen beim Kunden zu sorgen. Nach der Optimierung der Verträge sind sie anwenderfreundlich und auch ohne ein Studium in Bauwissenschaften für ihre Nutzer verständlich. Durch die übersichtliche Gestaltung und klare Struktur lässt sich Seriosität bescheinigen und Vertrauen aufzeigen.

Leistungen per Bauvertrag vereinbaren
Mit den richtigen Tipps und Informationen zum Ausfüllen der Verträge ist es einfach, für den Hausbau, aber auch für beauftragte Arbeiten zur Sanierung, zum Aus- oder Umbau, einen einheitlichen Bauvertrag auszufüllen und alle wichtigen Fakten vertraglich und somit rechtlich bindend, festzuhalten. Um sich vor Pfusch am Bau zu schützen, sollten Bauherren auf den Vertrag bestehen.

Beide Verträge können unter http://www.hausundgrund.de/ sowie http://www.zdb.de/ als PDF-Datei im Internet heruntergeladen und direkt am Bildschirm ausgefüllt werden.

Folgekosten nach dem Immobilienkauf nicht außer Acht lassen

Möchten Sie bald Eigentümer einer Immobilie sein ist es ratsam, bereits im Zuge der Finanzierung einen langen Rattenschwanz an Folgekosten einzukalkulieren. Nicht jede Immobilie kann gleich nach dem Kauf bezogen, sondern muss im Vorfeld vom Eigentümer durch eine Sanierung oder umfassende Renovierung bewohnbar gemacht werden. Experten wie Stefan Walter, seines Zeichens Jurist der Eigentümerschutzgemeinschaft Haus und Grund in Deutschland warnt davor, die Folgekosten zu unterschätzen und viel zu leichtfertig und unüberlegt zum Eigentümer einer Immobilie zu werden.

Fehlerhafte Kalkulation führt in die Schuldenfalle
Auch wenn das Eigenheim als sichere Investition für die Zukunft gilt und mietfreies Wohnen für den Eigentümer und seine Familie ermöglicht, steht mietfrei nicht für kostenlos. Steuern, Gebühren und Betriebskosten, aber auch Rücklagen zur Instandhaltung der Immobilie sollten vom potenziellen Eigentümer schon vor dem Kauf kalkuliert werden. Auch ist die Frage nach der Finanzierung, sollte sich am bisherigen Einkommen oder der Situation des Eigentümers etwas ändern, nicht von der Hand zu weisen und im Vorfeld zu bedenken. Walter verweist auf die Vorsicht und erwähnt, dass sich Grundkosten und Nebenkosten nicht aufheben und außer Acht gelassen werden können. Auch wenn der Eigentümer der Immobilie mietfrei wohnen kann, muss er neben der Tilgung der Finanzierung bedenken, dass monatlich laufende Kosten zu zahlen und oftmals nicht günstiger sind, als die bisher vom Einkommen gezahlte Miete.

Heizkosten und Abwasser Gebühren in allen Städten unterschiedlich
Steigende Strompreise, sowie hohe Kosten für Heizung und Abwasser müssen vom Eigentümer einer Immobilie ebenfalls bezahlt werden. Auch die Müllentsorgung liegt in der Hand der Eigentümer und ist kein Bestandteil eines Vertrages, wie es bei der Mietwohnung in der Regel der Fall ist. Als Eigentümer müssen Sie auch über adäquate Versicherungen für Ihr Eigenheim nachdenken und die Kosten hierfür ebenfalls in die Kalkulation einfließen lassen. Nach Tilgung der Finanzierungsraten, den monatlichen Kosten für Ihr Eigenheim und dem Geld, welches Sie auch als Eigentümer einer Immobilie für sich und Ihre Familie zum Leben benötigen, muss immer noch eine Rücklage zu bilden und so ein Polster für Instandhaltungsarbeiten am Haus zu schaffen sein. Eigentümer sind für alle Kosten allein selbst verantwortlich.

Vom eigenen Heim ohne Trauschein

Mittlerweile leben in der Republik über 2 Millionen Menschen in einer Lebensgemeinschaft. Auch diese Paare verspüren den Wunsch nach einem eigenen Heim ohne dabei heiraten zu müssen. Bei einer Trennung oder beim Ableben des eigenen Partners kann es jedoch zu einigen unvorhersehbaren Überraschungen kommen.
Im Gegensatz zu Ehen sieht das Gesetz bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften keine speziellen Regelungen bei Trennungen vor. Eine Zuordnung oder ein möglicher Ausgleich des Vermögens bei einer Trennung wird somit nicht in Betracht gezogen. Demnach können zwar unverheiratete Paare eine Immobilie erwerben, jedoch richten sich die gesamten Eigentumsverhältnisse nur nach den jeweiligen Anteilen im Grundbuch. Die Finanzierungsbeiträge der Partner werden somit nicht berücksichtigt.

Absichern ist sehr empfehlenswert
Deshalb wird jenen nichtverheirateten Personen immer eine Absicherung empfohlen, die durch einen Vertrag geregelt ist. Im Falle einer Trennung ist eine gemeinsam gekaufte Immobilie in 99 Prozent der Fälle eine große Streitigkeit. Jener Partner, der die Immobilie verlässt wird im Normalfall nicht mehr bereit sein, die Ausgaben dafür zu tragen. Das Gesetz verlangt jedoch von beiden Miteigentümern die Lasten zu tragen. Dies ist unabhängig von einer Trennung. Wenn der Erwerb zusätzlich von einem Darlehen finanziert wird, so sieht es schlecht für beide Partner aus, denn in diesem Fallen muss die gesamte Kreditsumme getilgt werden. Auch ein Auszug ändert an diesem Falle nichts. Bei Uneinigkeiten kommt es anschließend nicht selten zu einer Zwangsversteigerung. Dies ist der letzte Ausweg und meist wird ein hoher Wertverlust damit erzielt und beide Ex-Partner verlieren an finanziellen Mitteln.

Risiken minimieren – Bei Lebensgemeinschaft Vertrag aufsetzen
Ein hohes Risiko besteht immer dann, wenn nur ein Partner die Renovierung oder den Hausbau finanziert. Rein rechtlich gehört das Gebäude jedoch dem, der der Grundstückseigentümer ist. Eine sehr verzwickte Situation für die streitenden Paare. Während diesem Zeitpunkt will meist auch keiner mehr zurückstecken. Hier kann ein notariell beglaubigter Partnerschaftsvertrag eine hohe Sicherheit für beide in der Lebensgemeinschaft schaffen. In derartigen Verträgen können die verschiedensten Punkte eingearbeitet werden. Hauptsächlich wird jedoch eingegliedert, wer im Falle einer Trennung die Immobilie weiterhin bewohnen darf und welche Schulden wer und wie übernimmt. Diese Verträge geben eine sehr hohe Sicherheit und sind nahezu undenkbar geworden. Auch Punkte wie Veräußerungserlöse der Immobilie können genau geregelt werden, sodass an einem späteren Zeitpunkt Streitigkeiten für dieses Objekt außen vor bleiben. Die notarielle Beurkundung ist jedoch maßgebend, ansonsten würde der Vertrag keine Bedeutung haben.

Auch bei Todesfällen vorsorgen
Viele Personen in einer Lebensgemeinschaft übersehen den Punkt des Ablebens. Schließen Sie daher einen notariellen Erbvertrag, sodass sie wenigstens ein Bleiberecht in Ihrer eigenen Immobilie erwirken können. Je sicherer Ihre Vorsichtsmaßnahmen desto besser Ihre Zukunft.