Beim Ausbau des Dachbodens einen Statiker hinzuziehen

Ausbau Dachboden

Der Trend zu Dachausbauten hält an. Durch den Dachausbau kann in einem bestehenden Haus neuer und heller Wohnraum geschaffen werden. Jedoch funktioniert das nicht immer. „Nicht jeder Dachboden ist für einen Ausbau geeignet“, warnt Bauingenieur Uwe Angnes, Vorstandsmitglied der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz. Ein Statiker sollte unbedingt vor Planungsbeginn prüfen, ob das Dachgeschoss die zusätzliche Belastung tragen kann. Denn ein Ausbau des Dachbodens für Wohnzwecke bedeutet vor deutlich mehr Gewicht.

Ein Fachmann sollte die Mehrbelastung vorher bestimmen
Ein neuer, schalldämmender Bodenbelag, möglicherweise eingezogene neue Zwischenwände und schwere Möbel drücken kräftig auf die oberste Geschossdecke. Und der Dachausbau mit zusätzlicher Wärmedämmung sowie neuer Unterdecke bringt höhere Lasten für den Dachstuhl. „Nur ein Fachmann kann bestimmen, welche Belastung überhaupt möglich ist und ob ein Ausbau ohne großen Zusatzaufwand infrage kommt“, betont Angnes. Auch den weiteren Verlauf vom Bauantrag bis zur Fertigstellung sollte ein Fachmann begleiten, rät die Ingenieurkammer.

hausmodernisierung

Behördliche Genehmigungen einholen
Ein Dachausbau ist rechtlich nämlich wie ein Neubau einzustufen. „Die Nutzungsänderungen muss man sich zunächst vom Bauamt genehmigen lassen“, so Angnes. Wenn äußere Änderungen anfallen, wie der Einbau von Dachgauben, muss auch dies zuvor beantragt, berechnet und genehmigt werden. Das gilt ebenso für weniger aufwendige schräge Fenster, die zwischen die Dachsparren gesetzt werden. „Auch sie bringen viel Licht in das ausgebaute Dach und sind zudem kostengünstiger“, weiß der Experte. Als Variante gibt es bodentiefe Fenster, bei denen die eine Hälfte nach oben geklappt wird, die andere nach vorn. „So entsteht mit einem Handgriff ein kleiner Mini-Balkon“, sagt Bauingenieur Uwe Angnes.

Auf eine sorgfältige Ausführung der Bauarbeiten achten
Genau geplant und sorgfältig ausgeführt werden muss auch die Dachdämmung. „Wer hier spart, zahlt dann am Ende drauf‘, fährt das Vorstandsmitglied der Ingenieurkammer fort. Denn nur, wenn Wärmedämmung und Dampfsperre richtig verlegt sind, bleibt das Material dann auch dauerhaft trocken und es entsteht kein Schimmel.

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Quelle: ING – Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz

Bei den Bauzinsen weiter günstige Aussichten – auch bei moderatem Anstieg

Zinsbindung

Die Bauzinsen bewegten sich in den letzten 12 Monaten auf einem historisch niedrigem Niveau. Während das Jahr 2015 mit Baudarlehenszinsen unter zwei Prozent zu Ende gegangen ist, stellt sich für viele Bauherren, Immobilienkäufer und Anschlussfinanzierer die Frage, ob die Zinsen weiterhin so billig bleiben. Als Baufinanzierungsberater kann ich zwar nicht in die Zukunft blicken – aber eines steht fest: Trotz der eingeleiteten Zinswende in den USA und der weiteren Zinssenkung, sowie die Ausweitung des Staatsanleihen-Ankaufprogrammes der Europäischen Zentralbank (EZB) ist das Aufwärtspotenzial bei den Kreditzinsen begrenzt. Es wird voraussichtlich zwar teurer, aber nicht teuer.

Rückblick für den Ausblick
Um ein Gefühl für die Zinslandschaft in den nächsten zwölf Monaten zu bekommen, lohnt ein Blick in den Rückspiegel. Denn das Jahr 2015 hat mehr als einmal gezeigt, wie unberechenbar Politik und Wirtschaft sind und wie schnell sich Prognosen ändern können. Nach Euro-, Banken- oder Ukrainekrise in den Vorjahren – und deren Auswirkungen – prägte in diesem Jahr vor allem die Griechenlandkrise das Geschehen. Die Sorge um den sogenannten Grexit schickte die Märkte ebenso mehrfach auf Berg- und Talfahrt wie die Sorge um einen Zusammenbruch des Chinabooms oder der VW-Abgasskandal. Das Auf und Ab spiegelte sich 2015 in der Zinsentwicklung wider – wobei sich die wirtschaftlichen Rahmendaten in Europa als schlecht genug erwiesen haben, um in Kombination mit der lockeren Zinspolitik der EZB die Zinsen insgesamt unten zu halten. Maßgeblich prägte in 2015 zudem der massive Ankauf von Staatsanleihen das Zinsumfeld.

Zinsen bis Frühjahr 2015 im freien Fall
Begonnen hatte das Jahr 2015 mit Zinssätzen von rund 1,6 Prozent für zehnjährige Darlehen. Bis zum Frühjahr 2015 fielen sie dann auf ein historisches Tief. Die DGZF-Rendite für zehnjährige Pfandbriefe – die Orientierungsgröße für den Verlauf der Baugeldzinsen – erreichte im April 2015 sogar den niedrigsten Wert seit ihrer Veröffentlichung. Nach April sind die Bauzinsen wieder gestiegen, wofür es weniger fundamentale Gründe gab als vielmehr Spekulationen um eine zu hohe Bewertung deutscher Papiere bei geringen Renditeerwartungen. Die Folge: Die Pfandbriefrenditen in Deutschland zogen an. Banken mussten sich etwas teurer refinanzieren als im Frühjahr. Doch nachdem sich Immobilienkredite von Mai bis zum Sommer 2015 um rund 0,5 Prozentpunkte verteuert hatten, bröckelten die Zinsen in der zweiten Jahreshälfte erneut.

Zins-SWAP-Sätzen

Zinsverfall im Herbst
Auch im Herbst 2015 zeigte sich, dass die EZB ihr selbst gestecktes Inflationsziel von nahe zwei Prozent selbst durch ihre expansive Geldpolitik nicht erreicht. Einerseits deckelte der das gesamte Jahr über niedrige Ölpreis die Teuerungsrate. Andererseits blieben Arbeitsmarkt- und Konjunkturzahlen in Europa trotz einiger Lichtblicke zu schwach, um eine Trendwende bei den Zinsen hierzulande einzuleiten.

Der Blick in die Zukunft
Auch wenn ein Blick in die Zinszukunft schwierig ist, und allein die politischen Ereignisse wie der Kampf gegen den Terror oder die Flüchtlingskrise das Marktgeschehen kurzfristig beeinflussen können: Aller Voraussicht nach kann auch in den kommenden Monaten Fremdkapital zu sehr günstigen Konditionen aufgenommen werden. Die Zinswende in den USA wurde zwar im Dezember 2015 eingeläutet, jedoch sind die damals anvisierten weiteren Zinsschritte schon wieder in die Länge geschoben worden und werden nicht so schnell erfolgen. Die jüngsten EZB-Entscheidungen mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik zeigt jedoch, dass die Zinslandschaft in Europa vorerst günstig bleiben muss, um die Konjunktur anzukurbeln und die Inflation anzuheizen. Die Baufinanzierungskonditionen werden schwanken und mittelfristig etwas steigen. Mit wirklich hohen Zinsen bei Immobilienkrediten muss jedoch vorerst nicht rechnen werden. Trotzdem sollte man wachsam bleiben, den politische Geschehnisse können schnell zu anderen Marktgegebenheiten führen.

Hierzu kann ich meine Forward-Darlehen-Strategie empfehlen. Alle Interessenten mit einer Anschlussfinanzierung in meiner Forward-Darlehen-Strategie, haben im April/Mai 2015 als ein starker Anstieg bei den Baufinanzierungszinsen erfolgte, innerhalb weniger Tage die Forward-Darlehen abgeschlossen und sich somit die günstigen Zinsen gesichert. Auf dieses Niveau sind wir zwar im März 2016 wieder zurückgekommen, aber eine Garantie dafür gab es im Frühjahr 2015 nicht. Auf jeden Fall ist es wichtig, bei Zinsschwankungen nach oben schnell zu handeln.

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Zusatzdarlehen für bereits finanzierte Immobilien

Darlehen

Ein Hausbau ist immer mit finanziellen Risiken verbunden, weil im Vorfeld nie ganz klar ist, wie hoch die Kosten im Endeffekt ausfallen. Unerwartete Ausgaben überschreiten oft das Budget und das der Betrieb nicht still steht, empfiehlt sich ein Zusatzdarlehen für bereits finanziere Immobilien.

Den Immobilien Kredit aufstocken wäre unklug
Ein Hausbau ist häufig mit Stress und Veränderungen verbunden. Zu Ende der Bauphase, wenn es um die Inneneinrichtung geht, will der eine oder andere Immobilienbesitzer eventuell doch andere Möbel oder teure Fliesen im Badezimmer. Auch der nachträgliche Einbau einer speziellen Heizungsanlage oder Klimaanlage reißt ordentliche Löcher ins Budget. Die meisten gehen bei solch einem Anlagen zu ihrer Bank und versuchen den Immobilienkredit einfach aufzustocken. Im ersten Moment klingt diese Möglichkeit nach einer unproblematischen Lösung. Bei näherer Betrachtung lohnt sich der Schritt in den meisten Fällen nicht. Das liegt daran, weil meist ein höherer Zinssatz zu Tragen kommen, ferner muss die Darlehenssumme im Grundbuch verändert werden, wo weitere Kosten hinzukommen. Bei geringen Zusatzsummen macht es mehr Sinn, auf einen Privatkredit zu setzen.

Renovierung der eigenen vier Wände

Einen praktischen Kreditvergleich im Internet durchführen
Privatkredite gibt es bei zahlreichen Banken. Dementsprechend ist Qual der Wahl. Wer nicht alle Filialen in der Umgebung abklappern möchte, macht direkt im World Wide Web einen Kreditvergleich. Dort werden die besten Kredite samt Zinssätze aufgelistet und die meisten lassen sich in kurzer Zeit beantragen. Allerdings gibt es wie immer Vor- und Nachteile im Leben, so auch bei der Frage, ob sich ein Kredit aus dem Internet wirklich lohnt.

Vorteile:
Wie bereits erwähnt, wer im Internet nach einem Kredit sucht, muss nicht von A nach B fahren, sondern bekommt die besten Angebote am Silbertablett serviert. Ferner werden die aktuellen Zinssätze dargestellt und gegenüber gestellt. Im Web gibt es ferner Kredite von Privat die teils noch günstigere Konditionen ermöglichen.

Online Kredit Nachteile:
Wer einen guten Draht zu seinem Bankbetreuer hat, wird womöglich bei der Hausbank besser davon gekommen, weil die Konditionen dort noch günstiger sind als im Web. Wer ganz sicher sein möchte, vergleicht im Internet und lässt sich direkt ein Angebot vom Betreuer erstellen.

Ein weiterer Nachteil ist das fehlende Betreuungsangebot bei Direktbanken. Zwar kann man sich am Telefon beraten lassen, dennoch ist diese nicht so umfangreich wie vor Ort. Während des Vertragsabschlusses kommt es ferner vor, dass teure Zusatzleistungen angeboten werden. Zum Beispiel Versicherungen, die wo anders günstiger wären. Viele klicken auf Ja, weil sie glauben, es handelt sich um ein tolles Angebot. Deswegen gilt im Web, alles doppelt und dreifach kontrollieren und die AGB in aller Ruhe studieren. Bevor die zahlreichen Formulare unterschrieben werden, sollte noch einmal genau gecheckt werden, ob die Zinssätze mit dem Online Angebot übereinstimmen. Etwaige Zusatzkosten verstecken sich auch zu häufig in den Verträgen.

Wer günstige Konditionen haben möchte, aber auf eine persönliche Betreuung wert legt, vergleicht bestenfalls nur jene Kredite, die von den Filialbanken angeboten werden. Wurde der passende Ratenkredit gefunden, einfach einen Termin ausmachen und den Kredit fixieren.

Fazit:
Der Hausbau sollte nicht stillstehen, weil das Budget knapp wird. Durch einen praktischen Ratenkredit lässt sich ohne Risiko das Bauguthaben aufstocken, um die notwendigen Baumaßnahmen ohne Probleme durchzuführen. Die Alternative wäre, gewisse Dinge erst später einzubauen, doch in den meisten Fällen zahlt sich dies nicht aus. Im Endeffekt kommen wieder Umbauarbeiten auf einen zu, wo ein Ratenkredit die bessere Wahl darstellt.

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Zinskommentar April 2016 – Kontroverse Diskussionen um letzte EZB Sitzung

baufinanzierung marktlage

Mit einem Leitzins auf einem einmaligem Rekordtief von 0,00 Prozent, sowie der umfangreichen Ausweitung der Liquidität durch die EZB sind Diskussionen entstanden, die Sorgen und Ängste bei Anlegern und generell in der Bevölkerung schüren. So ist nach IWF-Chefvolkswirt Obstfelder die Rede von einer steigenden Arbeitslosigkeit, sobald die Zinsen wieder ansteigen. Kritiker hingegen weisen auf die Bildung von Preisblasen an den Finanzmärkten hin und stehen der Niedrigzinspolitik äußerst skeptisch gegenüber. Ebenso ist von einer gefährlichen Vermischung der Geld- und Fiskalpolitik die Rede, wie sich Bundesbankpräsident Weidmann äußerte. Egal in welche Richtung man aktuell denkt, die Sorgen haben sich seit der vergangenen EZB Sitzung gesteigert, da unüberschaubare Einflüsse bis in den Bereich Altersvorsorge und Lebensqualität reichen könnten.

Gegensatz USA – graduelle Erhöhung des Leitzins in 2016
Auch die US-Notenbank Fed tagte am 16. März und hat sich darüber geäußert, dass langsam erfolgende Zinsschritte die Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent erweitern und den Leitzins systematisch erhöhen werden. Die Konjunkturabkühlung in China, sowie der absolut niedrige Ölpreis und die hohe Volatilität der Finanzmärkte. Ursprünglich ging die Notenbank Fed von insgesamt vier Zinserhöhungen aus, doch aktuelle Prognosen sprechen lediglich noch von zwei Erhöhungen des Leitzins. Also bleibt auch das Zinsniveau in den USA auf längere Sicht niedriger und wird nicht so schnell erhöht, wie es noch bei der letzten Sitzung den Anschein erweckte.

Zinsentwicklung über ein Jahr

Realistische Objektpreise für Immobilienkäufer wichtig
Für den Immobilienmarkt bringt die aktuelle Niedrigzinspolitik einige Vorteile. Auch die wirtschaftlich stabile Situation bleibt nicht ungeachtet und ermöglicht Immobilienkäufe, die im Raum der Eurozone absolut günstig und vorteilhaft sind. Dennoch sollten Sie auf die Objektpreise achten und Angebote wählen, die in ihrer Konditionsstruktur realistisch bewertet sind. Durch niedrige Bauzinsen verstärkt sich der Fokus auf das sogenannte Betongold noch weiter und lockt immer mehr Verbraucher auf den Immobilienmarkt, was die Immobilienpreise nach oben treibt. Nehmen Sie eine realistische Einschätzung des Objektwertes vor und beantworten Sie sich ehrlich die Frage „Wie viel Haus kann ich mir leisten?“
Es sollte immer ein Eigenkapitalanteil von rund 20 Prozent in die Finanzierung eingebracht und das niedrige Zinsumfeld für eine höhere Tilgung genutzt werden.

Die KfW-Bank erweitert das Programm „Energieeffizient Bauen“
Seit dem 1. April 2016 sind Neuerungen bei dem Programm „Energieeffizient Bauen“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wirksam. Nun können Käufer und Bauherren von KfW-Energieeffizienzimmobilien bei dem Darlehen einen Förderhöchstbetrag von 100.000 Euro und eine Zinsbindung von 20 Jahren nutzen. Weiterhin werden Tilgungszuschüsse gewährt: Beispielsweise sind das bei einem KfW-Effizienzhaus 40 Plus 15 Prozent der Darlehenssumme, bis zu 15.000 Euro pro Wohneinheit.

Tendenz der Baufinanzierungszinsentwicklung:
kurzfristig: seitwärts
langfristig: seitwärts

Entwicklung Leitzins und Inflation

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Sonderkündigungsrecht für Forwarddarlehen nach §489 BGB

Recht

Die Möglichkeit, Darlehensverträge nach Ablauf von 10 Jahren Zinsbindungsfrist – gerechnet ab Vollauszahlung des Darlehens – gemäß §489 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) vorzeitig mit einer Frist von 6 Monaten zu kündigen, ist allgemein bekannt.

Das Landgericht Bochum hat in seinem Urteil vom 15.09.15 (AZ I-1 O 68/15) entschieden, dass der § 489 BGB (1) 2. in bestimmten Fällen auch auf Verträge für Forward Darlehen wörtlich anwendbar ist, nämlich dann, wenn ein bestehender Vertrag bei der bisher finanzierenden Bank (vorzeitig) verlängert wird.
In diesem Fall tritt der Zeitpunkt der neuen Vereinbarung an die Stelle des Auszahlungstermins und nicht der Beginn der neuen Zinsbindungsfrist.

Entwicklung der Baufinanzierungszinsen von 1993 bis 2016

In der Praxis bedeutet dies, dass ein Kunde, der am 30.11.2005 ein Forward Darlehen per 01.12.2008 mit einer Zinsbindung bis 30.11.2018 bei seinem bisherigen Finanzierungspartner abgeschlossen hat, den Darlehensvertrag bereits am 30.11.2015 beenden kann. Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig.

Beachten sollte man, dass sich das Urteil darauf bezieht, dass auf einen bestehenden Darlehensvertrag beim gleichen Finanzierungsinstitut ein Forward-Darlehen abgeschlossen wurde.

LG Bochum · Urteil vom 14. September 2015 · Az. I-1 O 68/15

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Zinskommentar März 2016 – Erneute Leitzinssenkung und weitere Lockerung der Geldpolitik

baufinanzierung marktlage

Der 10. März 2016 hat den Finanzmarkt verändert und einige neue Maßnahmen in der Geldpolitik mit sich gebracht. In der jüngsten EZB Sitzung hat Mario Draghi nicht nur auf eine Leitzinssenkung auf 0,0 Prozent bestanden, sondern die gesamte Geldpolitik der Eurozone mit einem umfangreichen Portfolio an Maßnahmen weiter gelockert. Banken die ihr Geld bei der EZB einlagern, zahlen anstatt der bisherigen 0,3 Prozent nun 10 Basispunkte mehr, sodass das Geldparken mit 0,4 Prozent berechnet wird. Auch die Erhöhung der Anleihekäufe war ein Thema, mit dem sich in der EBZ Sitzung intensiv beschäftigt wurde. Bisher wurden 60 Milliarden Euro monatlich ausgegeben, nun wurde auf 80 Milliarden Euro aufgestockt. Dabei werden fortan auch Anleihen von Unternehmen ins Programm einbezogen und zusätzlich gibt es ein neues Programm, bei dem Geschäftsbanken Refinanzierungsgeschäfte nutzen können. Damit sind die Kreditzinsen so niedrig wie die Strafzinsen, die für Einlagen gefordert werden.

Lockerung soll Kreditvergabe ankurbeln
Sinn und Zweck der erneuten Lockerung der Geldpolitik soll die höhere Vergabe von Krediten sein. Diese wiederum sollen die Wirtschaft ankurbeln, das Wachstum steigern und für die Erreichung des langfristig gesetzten Inflationsziel sorgen. Auch eine Vermeidung der Deflation steht auf der Agenda und sollte, geht es nach Draghi, durch diese Maßnahmen möglich sein. Ein weiterer Beschluss richtet sich auf die Ausweitung der Liquidität, in deren Hintergrund das abgeschwächte Wirtschaftswachstum steht. Sinkende Preise sollen dabei helfen, das eigentliche Primärziel zu erreichen und den Markt zu stabilisieren. Allein beim Ölpreis lag die Inflationsrate im Euroraum bei 0,2 Prozent und zeigt sich somit in weiter Entfernung des eigentlichen Ziels von 2 Prozent. Aufgrund der vorliegenden Fakten wurde die Prognose korrigiert, sodass die Inflation in diesem Jahr mit 0,1 Prozent anstatt der bisher erwarteten 1 Prozent angegeben wurde.

Zinsentwicklung über ein Jahr

Auswirkungen auf Banken und den Sparer
Schon im Vorfeld der Sitzung hat Draghi für Nervosität gesorgt und mit seinen Ankündigungen der Maßnahmen Unruhe bei Banken und Sparern hervorgerufen. Da die Maßnahmen selbst viel drastischer als die Prognose sind, könnten die Folgen für Sparer und Banken enorm sein. Vor allem Lebensversicherungen und langfristige Sparpläne mit geringem Risikofaktor sind vom Niedrigzins betroffen und bringen nicht den Gewinn, der von Sparern erhofft und bei Anlage von Geldern eigentlich erwartet würde. Während in Europa die EZB den Leitzins gerade auf den historischen Tiefstwert von 0,00 Prozent gesenkt hat, hat auf der anderen Seite des Atlantiks die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die weiteren angekündigten Leitzinserhöhungen erst einmal ausgesetzt.

Kommt es durch die EZB-Leitzinssenkung zu einem weiteren Rückgang der Baufinanzierungszinsen
Was des Sparers Leid, ist des Bauherren Freud. Wir befinden uns im historischen Vergleich immer noch bei sehr günstigen Baugeld-Konditionen. Die Absenkung des EZB-Leitzinses hat jedoch keinen direkten Einfluss auf die Baufinanzierungszinsen. Einen zinssenkenden Einfluss könnte höchstens die Ausweitung des Anleihekaufprogramms haben, denn dadurch steigen die Kurse bei den Staatsanleihen, wodurch deren Renditen fallen. Da sich die Renditen von Pfandbriefen an den Staatsanleihen orientierenden, können dadurch auch die Baufinanzierungszinsen sinken. Als Empfehlung für Darlehensnehmer bleibt weiterhin der Tipp, sich gegen das zukünftige Zinsänderungsrisiko abzusichern. Das bedeutet lange Zinsbindungen und eine Tilgung von zwei bis drei Prozent für eine schnelle Schuldenfreiheit in Kombination mit Sondertilgungsmöglichkeiten.

Tendenz der Baufinanzierungszinsentwicklung:
kurzfristig: seitwärts
langfristig: seitwärts

Entwicklung Leitzins und Inflation

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Bis 100.000 Euro für 20 Jahre fest von der KFW

förderkredite

Die KfW Bank wird am 01.04.2016 das Programm 153 „Energieffizientes Bauen“ neu auflegen und erhöht sowohl die Zinsbindungszeit von bisher 10 auf 20 Jahre als auch die Darlehenssumme von bisher 50.000 EUR auf 100.000EUR.

Föderung im Rahmen des „CO2-Gebäudesanierungsprogramms“ des BundesFörderprogramme KfW-Bank
Auf Grund der gestiegenen Anforderungen gemäß EnEV 2014 entfällt die KfW-Förderung für den Standard „KfW-Effizienzhaus 70“. Anträge können noch bis zum 31.03.2016 (Antragseingangsdatum bei der KfW Bank) gestellt werden. Dafür wird – neben den bereits bestehenden Förderstandards KfW-Effizienzhaus 55 und 40 – ein weiterer Standard „KfW-Effizienzhaus 40 Plus“ mit einem attraktiven Tilgungszuschuss angeboten. Der Förderhöchstbetrag pro Wohneinheit wird von 50.000 Euro auf 100.000 Euro angehoben. Für die 20- und 30-jährigen Kreditlaufzeiten wird eine 20-jährige Zinsbindungsvariante eingeführt. Parallel zum Darlehen kann man den Zuschuss „Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung (431)“ beantragen.

Wie wird die KfW-Förderung beantragt
Der folgende Film erklärt, welche Maßnahmen die KfW Bank im Bereich energieeffizientes Bauen und Sanieren bzw. altersgerechtes Umbauen fördert, welche Formen der Förderung die KfW Bank bietet und wie Sie die Förderung erhalten.

Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite der KfW Bank.
https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/index-2.html

Profitieren Sie von meinem Insiderwissen und vereinbaren Sie bei Fragen oder Unterstüzung zu diesem Thema einen Termin zur Online-Beratung oder treten Sie unverbindlich mit mir in Kontakt. Sie errreichen mich telefonisch unter 0621 4608490 oder per E-Mail ok@baufi-top.de.

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Im Eiltempo zur Schuldenfreiheit

Hypothekenzinsen

Hausbesitzer können sich jetzt Topzinsen für den Rest ihrer Darlehenslaufzeit sichern – und das schon für Jahre im Voraus. Als Immobilienbesitzer mit einem Restdarlehen, die in absehbarer Zeit eine Anschlussfinanzierung benötigen, können sich die Hände reiben. Die Zinsen haben im Vergleich zu vor 10 Jahren einen ordentlichen Satz nach unten gemacht. Kostete ein Darlehen 2006 noch zwischen 4 und 5 Prozent Zinsen, so sind es heute gerade noch 1,5 bis 2 Prozent. Wer seine Zinsersparnis in die Tilgung steckt kann in circa 15 Jahren seine Schulden los sein.

4 Tipps für die schnelle Entschuldung

Tipp Nr. 1: Bei der Anschlussfinanzierung die bisherige Rate beibehalten. Denn wer seine Zinsersparnis in die Tilgung steckt, kann in circa 15 Jahren seine Schulden los sein.

Tipp Nr. 2: Prüfen ob ein Volltilgerdarlehen möglich ist. Das bringt zusätzliche Vorteile:

  • Planungssicherheit bis zur kompletten Darlehensrückführung
  • Zinsrabatte von bis zu 0,20 Prozentpunkte

Tipp Nr. 3: Hat man ein Darlehen mit einer Zinsbindung von mehr als 10 Jahren abgeschlossen, so kann man dieses 10 Jahre nach Vollauszahlung unter Einhaltung einer Frist von 6 Monaten kündigen. Derzeit lohnt es sich fast immer, solche Darlehen möglichst früh umzuschulden.

Tipp Nr. 4: Benötigen das Anschlussdarlehen erst 2017 oder später, können man schon heute ein Forward-Darlehen abschließen und sich so die aktuell niedrigen Zinsen sichern. Die Zinsaufschläge für Forward-Darlehen sind derzeit mit 0,01 bis 0,02 Prozentpunkte pro Monat extrem niedrig. Bei einigen Finanzierungsanbietern sind aktuell sogar 12 Monate Vorratszeitraum aufschlagsfrei.

Baufinanzierungszinsen Entwicklung 2004 bis 2016

Hierzu kann ich meine Forward-Darlehen-Strategie empfehlen. Alle Interessenten mit einer Anschlussfinanzierung in meiner Forward-Darlehen-Strategie, haben im April/Mai 2015 als ein starker Anstieg bei den Baufinanzierungszinsen erfolgte, innerhalb weniger Tage die Forward-Darlehen abgeschlossen und sich somit die günstigen Zinsen gesichert. So ein kurzfristiger Anstieg kann jederzeit wieder erfolgen und dann kann schnell gehandelt werden.

Nutzen auch Sie die Forward-Darlehen-Strategie und informieren sich hier.

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Nachrüstpflicht für Rauchmelder

Rauchwarnmelder

Rauchmelder sind heute in Neubauten sowie bei vor kurzem umgebauten Altbauten in vielen Bundesländern Pflicht. Für Bestandsbauten besteht allerdings in einigen Bundesländern noch eine Übergangsfrist. Alle Hausbesitzer in Bremen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen mussten bis Ende 2015 nachgerüstet haben. Für Rheinland-Pfalz, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein ist die Frist zum Nachrüsten bereits schon früher verstrichen. Für Hausbesitzer in Nordrhein-Westfalen und im Saarland läuft die Nachrüstfrist noch bis Ende 2016. Für Bayern läuft die Nachrüstfrist noch bis Jahresende 2017 und in Thüringen sogar bis Ende 2018. In Berlin und Brandenburg gibt es noch gar keine gesetzlichen Regelungen. In Sachsen müssen bei Neu- und Umbauten seit dem 1. Januar 2016 Rauchmelder eingebaut werden, jedoch gibt es für Bestandsbauten noch keine Vorgaben.

Rauchmelderpflicht

Fehlende Rauchmelder können bei einem Feuerschaden zu Problemen mit dem Versicherer führen
Zur Installation der Rauchmelder sind Eigentümer und Vermieter verpflichtet. Kommt man der der Nachrüstpflicht dauerhaft nicht nach, so begeht man nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern kann unter Umständen die sogenannte Obliegenheitspflicht seiner Hausrat- oder Gebäudeversicherung verletzen. Im Ernstfall bedeutet dies: Wer den Rauchmelder nicht einbaut, muss im Unglücksfall unter Umständen mit empfindlich geringeren Schadenserstattungen rechnen.

Auf den richtigen Kauf und Einbau achten
Sie sollten nur Rauchmelder kaufen, die mit CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sind. Beachten Sie jedoch, dass das CE-Zeichen keine qualitative Aussage trifft. Es besagt nur, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf. Inzwischen hat sich am Markt ein neues Prüfzeichen nur für Rauchmelder etabliert: Das „Q“ ist ein unabhängiges und herstellerneutrales Qualitätszeichen für hochwertige Rauchmelder, die für den Langzeiteinsatz besonders geprüft wurden. Folgende Leistungsmerkmale sind für diese Rauchmelder ausschlaggebend:

  1. Geprüfte Langlebigkeit und Reduktion von Falschalarmen
  2. Erhöhte Stabilität, z. B. gegen äußere Einflüsse
  3. Fest eingebaute Batterie mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer

Rauchmelder gehören am besten in der Raummitte an die Zimmerdecke. Sie sollten mindestens einen halben Meter von der Wand entfernt hängen. An Dachschrägen werden die Rauchmelder am besten etwa 50 Zentimeter unterhalb des höchsten Punktes montiert. Die Geräte sollten nicht in der Nähe von Zugluft, Luftschächten und Klimaanlagen installiert werden, da dort der Rauch im Brandfall abzieht.

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Zinskommentar Februar 2016 – Leitzins nach neuestem EZB Beschluss weiter auf Rekordtief

baufinanzierung marktlage

Der 21. Januar brachte im Bezug auf den Leitzins keine Veränderung, denn die EZB hält an ihrem Konzept mit 0,05 Prozent fest. Die Ankündigung einer Zinswende, wie von der Fed im Dezember vorgenommen, hat somit keinen Einfluss auf die Zinsentwicklung am europäischen Markt. Weiter entwickelt sich die Inflation schwach und wird von sehr niedrigen Ölpreisen, sowie den Konjunkturproblemen in Schwellenländern wie Russland und Brasilien, aber auch vom nachlassenden Wachstum der chinesischen Wirtschaft geprägt. Schwankungen an den Finanzmärkten und geopolitische Krisen sind nach wie vor ein fester Bestandteil der aktuellen Wirtschaftssituation.

Prognosen und Fakten zur zum Finanzmarkt
Das Anleihekaufprogramm der EZB beinhaltet seit März 2015 monatlich zahlreiche Milliarden an Euro und wurde im Dezember einstimmig um 6 Monate, bis zum März 2017 verlängert. Der Dezember wartete mit einer Inflation von 0,2 Prozent, der Januar mit einer kleinen Erhöhung auf 0,4 Prozent auf. Beide Werte liegen weit unter der eigentlichen Prognose und dem Ziel, die Inflation auf 2 Prozent zu steigern. Noch im Dezember ging die EZB von einer Gesamtjahresprognose von 1 Prozent Inflation aus, wobei hier ein deutlich höherer Ölpreis als Basis diente. Die erwarteten Steigerungen der Preise fallen deutlich geringer aus und es ist absehbar, dass sich das Wirtschaftswachstum innerhalb der Eurozone auch in 2016 nicht steigert. Die Erwartungen wurden demnach nach unten reguliert und mit 1,7 Prozent, also 0,1 Prozentpunkt weniger als bei der Bewertung im Herbst aufgezeigt. Auch wenn die Einschätzung der Entwicklung weiterhin positive Tendenzen aufzeigt, sorgen der schwache Welthandel und das globale Umfeld einen spürbaren Aufschwung beeinträchtigen.

Zinsentwicklung über ein Jahr

Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft
Bessere Beschäftigungsverhältnisse und die Reduktion der Staatsdefizite stehen laut EZB weiterhin im Fokus, sodass strukturelle Reformen in den europäischen Volkswirtschaften fortgesetzt werden. Erst in der vergangenen Woche äußerte sich EZB Chef Draghi vor dem Parlament in Straßburg darüber, das die Eurozone ohne die milliardenschweren Anleihekäufe bereits 2015 von einer Deflation betroffen gewesen wäre. Daher ist Draghi an einer Ausweitung der Anleihekäufe interessiert, auch wenn diese Praktik nicht bei allen Mitspracheberechtigten auf Anerkennung stoßen wird. Seitdem Großbritannien über einen Ausstieg aus der EU spricht, hat sich die Unsicherheit erhöht und wird von einer Abwertung der britischen Pfund in Gegenüberstellung zum Euro begleitet. Bei einem Ausstieg spielen hohe Kosten und Risiken eine sehr wichtige Rolle, wodurch der Brexit sehr emotional betrachtet wird. Großbritannien ist die zweitgrößte europäische Volkswirtschaft, deren Ausstieg aus der Eurozone auf dem gesamten europäischen und nicht-europäischen Finanzmarkt nicht ohne Folgen bliebe. Im Hinblick auf andere Länder könnte ein Ausstieg der Briten aus dem Euro eine Signalwirkung haben und Motivationspunkte setzen, von denen die gesamte europäische Wirtschaft betroffen wäre.

Die Anhebung des Leitzinses in den USA bisher ohne Auswirkungen für Europa
Die hat Fed im Dezember 2015 in den USA mit ihrer ersten Zinserhöhung seit fast zehn Jahren die erwartete Zinswende eingeläutet. Bei der letzten Fed-Ratssitzung Ende Januar wurde aber auf ein erneutes Drehen an der Zinsschraube verzichtet. Fed-Chefin Janet Yellen hat zudem die Aussicht auf eine Zinserhöhung im März erheblich gedämpft, jedoch nicht ausgeschlossen. Man wolle beobachten, wie sich die schwächere Weltwirtschaft, der starke Dollar, die Inflationsrate und die Arbeitslosenzahlen entwickeln. Sollte die US-Konjunktur in den USA deutlich weniger wachsen als erwartet, könnte der gerade eingeschlagene Zinserhöhungskurs vorzeitig beendet werden.

Die Prognosen sprechen immer noch für eine Verbesserung der konjunkturellen Struktur, auch wenn die aktuellen realen Zahlen den Blick in eine andere Richtung lenken. Für Investoren und Anleger ist die aktuelle Finanzmarktlage mit Unsicherheiten verbunden, wodurch sich vor allem der Blick in Schwellenländer oder nach Großbritannien trübt. Hingegen ist der weiter niedrige Leitzins für Baufinanzierer nach wie vor eine attraktiv bewertete Chance für den Kauf, Neubau einer Immobilie oder die Anschlussfinanzierung. Auch die KfW reagiert auf das niedrige Zinsniveau und bietet für das KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“ ab dem 01.04.2016 eine 20-jährige Zinsbindung an und verdoppelt den Förderhöchstbetrag  von 50.000 Euro auf 100.000 Euro pro Wohneinheit. So wird mehr Planungssicherheit für Häuslebauer geschaffen.

Tendenz der Baufinanzierungszinsentwicklung:
kurzfristig: seitwärts
langfristig: steigend

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